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Büro-Vermieter Softbank will wohl WeWork von Börsengang abhalten

WeWork schlägt seit der Veröffentlichung des Börsenprospekts Kritik entgegen. Geht es nach einem Großanteilseigner, könnte der Börsengang abgesagt werden.
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Das Unternehmen ist hochdefizitär und machte in den vergangenen zwei Jahren mehr Verluste als Umsatz. Quelle: AFP
WeWork

Das Unternehmen ist hochdefizitär und machte in den vergangenen zwei Jahren mehr Verluste als Umsatz.

(Foto: AFP)

New York, Düsseldorf Softbank drängt den Bürovermieter WeWork dazu, dessen Börsengang abzusagen. Das berichtet die „Financial Times“ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Der Großanteilseigner habe Bedenken hinsichtlich der Bewertung des Unternehmens. Eine Softbank-Sprecherin lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

WeWork mietet langfristig Büroflächen an und vermietet sie dann an Selbstständige, Start-ups und Unternehmen weiter, die kurzfristig Bedarf an Schreibtischen haben und selbst keine langfristigen Mietverträge eingehen wollen. Softbank ist einer der größten Investoren in We und hatte mit einer Finanzspritze Anfang des Jahres dazu beigetragen, dass die Unternehmens- Bewertung auf 47 Milliarden Dollar stieg. Damit ist WeWork das aktuell am höchsten bewertete Start-up der USA.

Die Bewertung von WeWork könne allerdings auf unter 20 Milliarden Dollar fallen, wie zuletzt das „Wall Street Journal“ berichtete – ein Abschlag von mehr als 50 Prozent. Vor einigen Monaten glaubten Investmentbanker sogar noch, dass der Büro-Vermieter an der Börse bald 65 Milliarden Dollar wert sein könnte.

Doch seitdem WeWork, das sich kürzlich in „The We Company“ umbenannte, Mitte August den Börsenprospekt veröffentlicht hat, schlägt dem Unternehmen Kritik von Analysten und Investoren entgegen. Rett Wallace, Chef der New Yorker Analysefirma Triton, kritisierte, dass wichtige Daten verschleiert würden, die jedoch wichtig wären, um die Erfolgschancen von We zu verstehen.

Zwar konnte das Start-up den Umsatz in den vergangenen Jahren deutlich steigern. 2018 lag er bei 1,8 Milliarden Dollar. We ist jedoch hochdefizitär.

Grafik

In den vergangenen zwei Jahren machte das Unternehmen mehr Verluste als Umsatz, der Cashflow ist negativ, weil die Einnahmen die Kosten für die Mieten, das Marketing und den Ausbau des Geschäfts nicht decken. Analysten wie Wallace ist unklar, wie das Start-up in den kommenden Jahren profitabel werden soll.

Die Nachfrage nach Aktien zu der ursprünglich vorgesehenen Bewertung ist deshalb mau. We muss sich jetzt entscheiden: Das Unternehmen könnte wie geplant mit der Roadshow starten, um potenzielle Investoren zum Kauf von Aktien zu überzeugen. Allerdings müsste Gründer und Firmenchef Adam Neumann sich mit einer deutlich geringeren Bewertung zufriedengeben. Alternativ könnte er den Börsengang vorerst absagen, muss sich dann jedoch um neue Finanzspritzen kümmern.

Mehr: Die Wall Street ist mitschuldig an der überzogenen Bewertung des Start-ups, meint Handelsblatt Redakteurin Astrid Dörner. Die Investmentbanken hätten WeWork früher die Grenzen aufzeigen müssen.

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