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Büroraum-Anbieter Milliarden-Start-up WeWork strebt an die Börse

Mit WeWork will ein weiteres hochgehandeltes Start-up an die Börse. Der Antrag für den Börsengang wurde bereits im Dezember bei der SEC eingereicht.
Update: 30.04.2019 - 10:40 Uhr Kommentieren
WeWork stellt anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung. Quelle: AFP
WeWork

WeWork stellt anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung.

(Foto: AFP)

New York Der Büroraum-Anbieter WeWork hat bei der US-Börsenaufsicht SEC den Antrag für einen Börsengang eingereicht. Das gab das Unternehmen am Montagabend in New York bekannt.

Nähere Informationen zur geplanten Neuemission sind vorerst nicht verfügbar, da WeWork die Aktienplatzierung vertraulich beantragt hat, sodass zunächst keine detaillierteren Angaben öffentlich gemacht werden mussten.

In einem Memo an die Mitarbeiter, aus dem mehrere US-Medien zitieren, schreibt WeWork-CEO Adam Neumann: „Wir haben uns regelmäßig darauf konzentriert, wie wir unser Geschäft in jeder Hinsicht auf die nächste Stufe bringen können.“ Um sich alle Optionen offen zu halten, habe man deshalb bereits im Dezember vertraulich einen Entwurf der Registrierungserklärung bei SEC eingereicht. „Nach langen Überlegungen haben wir letzte Woche beschlossen, die erste Änderung unserer Vorlage einzureichen. Das ist ein Fortschritt auf dem Weg, eine Aktiengesellschaft zu werden.“

WeWork gehört zu den wertvollsten Start-ups der Welt und wurde bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde im Januar laut US-Medienberichten mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Das Geschäftsmodell ist, anderen Unternehmen langfristig angemietete Immobilien zur Verfügung zu stellen. Zu den Kunden gehört neben vielen Start-ups etwa auch der IT-Riese IBM.

Die Meinungen von Experten zu dem Unternehmen gehen auseinander. Einige werten WeWork schlichtweg als überbewertet und halten das Start-up für sehr anfällig im Falle eines Abwärtstrends am Immobilienmarkt. Die letzten Unternehmenszahlen im März waren auch nicht dazu angetan, die Skeptiker zu überzeugen.

Im vergangenen Jahr war der Verlust größer als der Umsatz, wie aus einer Präsentation hervorging, die WeWork einigen Wirtschaftsmedien zur Verfügung stellte. Obwohl das Unternehmen seinen Umsatz auf 1,8 Milliarden Dollar verdoppelte, lag der Verlust bei 1,9 Milliarden Dollar. Zudem sank die Auslastungsrate im vierten Quartal von 84 Prozent auf 80 Prozent – die Flächen werden also schneller ausgebaut als sie vermietet werden können.

Die Unternehmensführung wertete die Zahlen dagegen als Zeichen für große Ambitionen. Auch etliche Experten halten das Geschäftsmodell des Start-ups für zukunftsweisend und verweisen auf explodierender Preise für Büroräume und die wachsende Nachfrage nach flexiblen Mietmöglichkeiten.

WeWork wurde 2010 gegründet und wäre das nächste US-Unternehmen, das an die Börse geht. Lyft, Pinterest und Zoom feierten bereits ihr Debüt, Uber und Slack bereiten sich noch auf ihren Börsengang vor.

Mit Agenturmaterial.

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