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Continental bleibt der Liebling der Analysten Reifenhersteller rollen in viele Depots

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Während die meisten Experten denn auch deutlich geringere Chancen für Kursgewinne bei Pirelli und Bridgestone sehen, ist sich die Analystenschar bei Michelin völlig uneinig. So weisen die Analysten von Credit Suisse First Boston darauf hin, dass die Franzosen im ersten Quartal auf allen wichtigen Märkten Anteile verloren haben und prognostizieren für den Wert deutliche Kursverluste auf Sicht von zwölf Monaten. Dagegen sieht Michael Raab von Sal. Oppenheim Chancen für einen Kursanstieg. Auch HVB-Analyst Woller ist zuversichtlich. Die Franzosen gehören als Marktführer im Truck-Segment zu den Hauptprofiteuren des boomenden Nutzfahrzeuggeschäfts, so seine Begründung. Michelin verdiene im Geschäft mit LKW-Reifen eine zweistellige Marge, sagt Woller.

Auch bei Bridgestone gibt es keine einhellige Meinung. Für Irritationen sorgten die Ergebnisse des ersten Quartals. Die Japaner meldeten rückläufige Gewinne und begründeten dies mit gestiegenen Öl- und Stahlpreisen. Preiserhöhungen sollen das nun kompensieren. Daher hob Bridgestone die Halbjahresprognose sogar an, da zusätzlich die Kosten für Rohkautschuk niedriger als erwartet ausfielen. Nun wird es darauf ankommen, ob die Japaner dieses Versprechen einhalten können. An der Börse wird daran offensichtlich gezweifelt. Der Kurstrend in den vergangenen Monaten zeigte nach unten.

Große Zweifel gibt es auch bei Amerikas größtem Reifenhersteller, Goodyear. Dem Unternehmen ist zwar nach deutlichen Verlusten die Rückkehr in die Gewinnzone geglückt, die Margen liegen jedoch noch deutlich unter denen der Konkurrenz. Zudem hängt Goodyear stärker als die Konkurrenten von der Entwicklung auf dem umkämpften amerikanischen Automobilmarkt ab.

Bei der italienischen Pirelli sorgte zwar zuletzt ein gestiegener Quartalgewinn für einen leichten Kursanstieg, doch das Papier notiert noch immer unter dem Wert zum Jahresbeginn. Die Bewertung des Papiers wird dadurch erschwert, dass sich Pirelli in Gesprächen über den Verkauf seiner Kabelsparte befindet, die fast für die Hälfte des Umsatzes steht. Der Ausgang ist noch ungewiss. Erzielt das Unternehmen einen guten Preis und investiert das Geld, wie angekündigt, ins Kerngeschäft, dürfte das Papier Potenzial haben, glauben Marktbeobachter.

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