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Dell Computers Vom Börsenliebling der IT zum Sorgenkind

Computerhersteller Dell leidet unter einem Vertrauensverlust von Anlegern und Banken. In Zeiten von iPad und Smartphone bevorzugen Kunden leichte Modelle - Dell hat das Nachsehen. Nun setzt das Unternehmen auf Software.
  • Anette Kiefer
1 Kommentar
„Es wird einige Zeit dauern, bis Dell es schafft, das große Frachtschiff herumzureißen“. Quelle: ap

„Es wird einige Zeit dauern, bis Dell es schafft, das große Frachtschiff herumzureißen“.

(Foto: ap)

Dortmund Aus dem einstigen Börsenliebling der IT-Branche ist ein Sorgenkind geworden: Dell Computers, der drittgrößte PC-Hersteller der Welt, hat mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen. Die jüngste Bilanz vor wenigen Tagen enttäuschte Anleger wie Analysten, und an der Börse geht es seitdem für Dell abwärts. Bei aktuell rund 17,50 Dollar haben die Titel seitdem etwa sechs Prozent verloren.

Viele Analysten rechnen inzwischen damit, dass die Aktie auf Jahressicht nicht über die 19-Dollar-Marke hinwegkommt. Ohnehin nimmt das Vertrauen in Dell ab: Mindestens vier Banken senkten in den vergangenen Tagen ihre Urteile von Kaufen auf Halten, darunter Needham und Citigroup. Analysten wie Richard Gardner von Citigroup raten den Anlegern, selbst zu den reduzierten Preisen bei Dell nicht mehr zuzugreifen.

Kennzahlen
Umsatz62,07 Mrd. US$
Börsenwert31,31 Mrd. US$
Jahresergebnis3,49 Mrd. US$
Dividendenrendite- %
Eigenkapitalrentabilität21,87 %
Ergebnis je Aktie
(verwässert)
1/20121,88 US$
1/20132,11 US$
1/20142,18 US$
Kurs-Gewinn-Verhältnis 1/20128,0
Kurs am 27.02.2012 (16 Uhr)17,38 US$
Hoch/Tief (52 Wochen)18,32 / 13,65 US$
ISINUS4581401001
Hauptversammlung2012
Internetwww.dell.com

Eines der größten Probleme für Dell ist das geänderte Konsumverhalten der Kunden: Große, schwere Tischcomputer sind vielen in Zeiten von iPad und Smartphone einfach nicht mehr hip genug. Selbst Marken wie Acer und Asus, die noch vor wenigen Jahren kaum eine Rolle spielten, nehmen Dell inzwischen wichtige Marktanteile ab. „Die Investoren unterschätzen noch immer die Auswirkungen, die diese Hersteller, und auch Hewlett-Packard oder Lenovo, auf die Branche haben“, sagt Analyst Shaw Wu von der Brokerfirma Sterne Agee. Er bewertet die Aktie derzeit mit „Unterdurchschnittlich“ und einem Kursziel von 15 Dollar.

Der starke Wettbewerb schlägt sich in der Bilanz nieder. Während Hauptkonkurrent Apple im kürzlich abgelaufenen Quartal 73 Prozent mehr Umsatz verzeichnete, ging es für Dells Gewinn um 18 Prozent nach unten. Das sei ein Problem für viele Anleger, sagt Rob Cihra von Evercore Partners: „Dann bleibt unter dem Strich nur noch eine Firma übrig, die stagnierende Umsätze ausweist und möglicherweise das Maximum bei den Gewinnmargen ausgeschöpft hat.“

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1 Kommentar zu "Dell Computers: Vom Börsenliebling der IT zum Sorgenkind"

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  • Dell baut gute Computer,
    nur ist der Service unterirdisch schlecht ("übertroffen" wohl nur noch von Lenovo).
    Ich habe 2 x ergebnislos versucht, für meine fast nagelneue Mobile Workstation nachträglich (und auf meine Kosten) eine Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung zu bekommen - ergebnis- und erfolglos.

    Damit wird das nun mein letzter Dell-Rechner gewesen sein.

    M. Maier, Saarbrücken