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Dividenden Rekord-Zahlungen bei deutschen Firmen

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Anlegerschützer kritisieren Ausschüttungsquoten

Umschichten lohnt sich – Das sollten Sparer für 2017 wissen

Tüngler moniert zudem, dass die Ausschüttungsquote sowohl in den Auswahlindizes als auch bei den Nebenwerten in den vergangenen drei Jahren auf breiter Front gesunken sei. Das sei nicht akzeptabel. Die DSW fordert bereits seit langem, dass die Unternehmen die Hälfte ihres Gewinns an die Aktionäre ausschütten. Doch einige Firmen sind dazu offenbar nicht bereit. Andere wiederum machen Verluste und zahlen daher keine Dividende. Allein im Dax gab es dieses Mal mit Commerzbank und RWE zwei prominente Ausfälle. Im MDax ist der Online-Händler Zalando das einzige Unternehmen, das keine Dividende bezahlt.

Auch FOM-Dekan Eric Frère bemängelt die heterogenen Ausschüttungen der deutschen Firmen: „Am geringsten ist die Ausschüttungsbereitschaft bei den Medien- und Immobilienfirmen.“ Keine Dividende trotz Gewinn sei vor allem abseits der Top-Ligen keine Seltenheit. Selbst im SDax werde neuerdings auch vermehrt Geld gehortet. Parallel knabbere insgesamt fast jedes elfte Unternehmen die Substanz an. „Wer in dem aktuellen Umfeld keine Dividende zahlt, für den wird es noch schwerer, wenn etwa die Zinsen steigen, die Energiepreise anziehen oder der Euro stärker wird“, mahnt Tüngler.

Markus Zeiß, Fondsmanager bei LBBW Asset Management, rät Investoren, sich bei der Anlageentscheidung ohnehin nicht nur auf das Volumen der Ausschüttungen zu fokussieren. „Die Dividendenhöhe alleine entscheidet nicht über den Erfolg“, sagt er. Er veranschaulicht dies am Beispiel der Deutschen Telekom: Die Dividende sei in den Jahren 2007 bis 2012 mit 0,70 bis 0,78 Euro je Aktie stabil gewesen – die Aktie selbst habe über diesen Zeitraum hinweg insgesamt aber keine Kurssteigerung verbucht. Seit 2013 hat die Deutsche Telekom die Dividende auf 0,50 Euro je Aktie gekürzt – die Aktie hat sich in den vergangen vier Jahren hingegen deutlich nach oben bewegt. „Die Telekom hat sich erholt und zahlt ihre Dividende heute nicht mehr aus der Substanz“, lobt auch Christian Röhl, Gründer von Dividenden-Adel.

Für Anlegerschützer Tüngler ist die Dividende ebenfalls nicht das alleinige Kriterium, nach dem eine Aktie beurteilt werden sollte. Das habe die kürzlich von der DSW veröffentlichte Liste der 50 größten Kapitalvernichter gezeigt. Immerhin 30 der 50 Unternehmen hatten innerhalb von fünf Jahren mindestens einmal Geld an die Aktionäre ausgeschüttet. „Trotzdem bescherten sie ihren Aktionären massive Kursverluste, die durch die Dividendenzahlungen meist nicht ansatzweise kompensiert werden konnten“, sagte Tüngler. Wenn ein Unternehmen mit soliden Finanzkennzahlen aber eine hohe Dividende zahlt, kann die Aktie auch für Privatanleger einen Blick wert sein.

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