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EDF taumelt Spekulationen über Atommüll-Kosten reißen Aktie auf Rekordtief

Die Kosten für die Lagerung von Atommüll gelten als kaum kalkulierbar. Der Versorger EDF hat es versucht – und sich offenbar verrechnet. Französische Behörden vermuten 50 Prozent höhere Kosten für ein geplantes Lager.
EDF und Areva schätzen die Kosten für ein geplantes Atommüll-Lager auf 20 Milliarden Euro. Die französische Aufsichtsbehörde Andra taxiert die Kosten auf 30 Milliarden Euro. Quelle: Reuters
Atomanlage in Nogent-Sur-Seine

EDF und Areva schätzen die Kosten für ein geplantes Atommüll-Lager auf 20 Milliarden Euro. Die französische Aufsichtsbehörde Andra taxiert die Kosten auf 30 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Spekulationen auf höhere Kosten zur Lagerung von Atommüll haben EDF am Dienstag ins Taumeln gebracht. Die Aktien des staatlichen französischen Energieversorgers rutschten in der Spitze um 7,3 Prozent auf ein Rekordtief von 11,59 Euro. Nach einem Bericht der französischen Agentur für radioaktiven Abfall Andra könnten die Kosten für ein Projekt zur Lagerung von Atommüll bei bis zu 30 Milliarden Euro liegen. In einem Brief an das Energieministerium schätzen EDF und der Atomkonzern Areva die Kosten auf rund 20 Milliarden Euro.

„Der Bericht von Andra ist mit Sicherheit negativ für alle Atomkraftbetreiber, allen voran EDF und Areva“, schrieb Bryan Garnier-Analyst Xavier Caroen in einem Kommentar. EDF betreibt 58 Atomkraftanlagen in Frankreich und produziert den Großteil des radioaktiven Mülls in dem Land. In den vergangenen zwölf Monaten haben EDF mehr als 40 Prozent an Wert eingebüßt, Areva 47 Prozent. Am Dienstag notierten Areva 0,6 Prozent schwächer.

  • rtr
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