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Elektroautobauer Tesla-Aktie fällt zum US-Handelsstart auf deutlich unter 300 Dollar

Elon Musk plant, Tesla von der Börse nehmen. Neue Zweifel an der Finanzierung dieser Pläne lassen die Aktie zunächst einbrechen.
Update: 21.08.2018 - 01:05 Uhr Kommentieren
Die Aktie des Elektroautobauers brach erneut ein. Quelle: AP
Tesla

Die Aktie des Elektroautobauers brach erneut ein.

(Foto: AP)

Düsseldorf Auf den US-Elektroautobauer Tesla prasseln gleich mehrere schlechte Nachrichten ein. Die Aktie fiel zum Handelsstart an der US-Börse Nasdaq um weitere 5,7 Prozent auf unter 290 Dollar.

Im weiteren Verlauf erholte sich der Kurs aber wieder. Zuletzt kletterte die Aktie wieder über die 300-Dollar-Marke und schloss mit einem Plus von fast 1 Prozent.

Am Freitag vergangener Woche verlor das Papier 8,9 Prozent und beendete den Handel in den USA bei 305 Dollar.

Die erste negative Nachricht:
Die US-Bank JPMorgan senkte zuvor das Kursziel für Tesla von 308 auf 195 US-Dollar und beließ die Einstufung auf „Underweight“. Er habe sich entschlossen, den Elektroauto-Hersteller wieder nur anhand der Fundamentaldaten zu bewerten, begründete Analyst Ryan Brinkman die Zielsenkung in einer am Montag vorliegenden Studie.

Die Finanzierung des Plans von Tesla-Chef Elon Musk, das Unternehmen zum Kurs von 420 Dollar von der Börse zu nehmen, scheine nicht gesichert zu sein. Brinkmann hatte vor knapp zwei Wochen wegen der Spekulationen um eine Privatisierung von Tesla das Kursziel von 195 auf 308 Dollar angehoben.

Die zweite negative Nachricht:
Der von Tesla als Geldgeber beim Börsenrückzug erhoffte saudi-arabische Staatsfonds prüft Insidern zufolge den Einstieg bei einem Konkurrenten des Elektroautobauers. Es gebe Gespräche über eine Beteiligung am aufstrebenden US-Hersteller Lucid Motors, vermeldet die Nachrichtenagentur Reuters mit Hinweis auf Insiderkreise. Ob es zu einer Einigung komme, sei offen.

Der Staatsfonds und Lucid Motors hätten Bedingungen zusammengestellt, unter denen die Saudis mehr als eine Milliarde Dollar in den Elektroautobauer investieren und die Mehrheit übernehmen könnten. Konzernchef Elon Musk hatte den mit fast fünf Prozent an Tesla beteiligten Staatsfonds bei der Finanzierung eines Börsenabschieds ins Gespräch gebracht, allerdings gibt es noch keine Zusagen.

Quasi aus dem Nichts kündigte Elon Musk Anfang August über Twitter an, darüber nachzudenken, Tesla zu einem Preis von 420 Dollar je Aktie von der Börse zu nehmen, während die Finanzierung bereits gesichert sei. Angesichts eines implizierten Börsenwertes Teslas von 71 Milliarden Dollar bezweifelten einige Marktteilnehmer, dass die Nachricht ernst gemeint sei. Es stellte sich heraus, dass die Saudis bislang gar keine belastbaren Zusagen gemacht haben.

Diese jüngsten Entwicklungen ließen den Kurs der Tesla-Aktie verrücktspielen. Am Dienstag vergangener Woche lag der Kurs noch bei über 350 Dollar. Kurzzeitig wurde der Handel mit der Tesla-Aktie sogar ausgesetzt.

Letztlich bescherten Musks Gedankenspiele der Aktie bislang deutliche Kurszuwächse – zumindest der berühmte Tweet. Auch ein Bericht der „Financial Times“, wonach sich der saudi-arabische Staatsfonds Tesla-Anteile für rund zwei Milliarden Dollar gesichert haben soll, half dabei.

Die Nachwirkungen der Musk-Tweets könnten jedoch weniger erfreulich sein. Das „Wall Street Journal“ berichtete am 8. August, dass die US-Börsenaufsicht SEC bei Tesla angefragt habe, ob die kursbewegende Mitteilung den Tatsachen entspreche und warum sie über Twitter kundgetan wurde. Insbesondere die vielen Short-Seller der Tesla-Aktie litten unter den Entwicklungen. Sie könnten nun sogar versuchen, rechtlich gegen Musk und die Firma vorzugehen.

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