Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Europa-Aktien Die drastische Kehrtwende der Analysten

Das erste Jahresquartal hat Aktienstrategen offenbar die gute Laune gründlich verdorben. Die Erwartungen der Analysten für den europäischen Aktienmarkt haben sich komplett gedreht. Der Jahresausblick fällt düster aus.
Sorgen machen den Aktienanalysten die mageren Gewinne europäischer Unternehmen. Quelle: picture alliance
Blick durch die Glaskugel

Sorgen machen den Aktienanalysten die mageren Gewinne europäischer Unternehmen.

(Foto: picture alliance)

London Noch vor ein paar Monaten erwarteten Aktienmarktbeobachter an den Europabörsen eine Rally von zwölf Prozent. Heute überwiegt der Pessimismus: Belastet durch die schwächsten Unternehmensergebnisse in mindestens neun Jahren und einen schwindenden Glauben an die Zentralbanken wird für den Euro Stoxx 50 jetzt nur ein Anstieg von einem Prozent bis Ende 2016 vorausgesagt.

Die drastischste Kehrtwende vollzog dabei die Société Générale SA: Sie senkte ihre Prognose für den Index von plus 22 Prozent auf minus 0,5 Prozent. „Wir befinden uns in einem Umfeld mit ziemlich schwachem Wachstum und die Unternehmen stellen fest, dass sie nicht in der Lage sind, das Gewinnwachstum zu liefern, das sie angedacht hatten“, sagt Peter Dixon, Volkswirt bei der Commerzbank in London. „Es gibt triftige Gründe, vorsichtig zu sein. Es wird lange dauern, bis wir wieder in die Nähe der Niveaus vom Jahresende kommen.“

Der Jahresauftakt war turbulent: Besorgnis über Banken, die Wirtschaft Chinas und die US-Zinspolitik ließ die europäischen Aktien am 11. Februar auf den tiefsten Stand seit 31 Monaten absacken. Und selbst nach einer Erholung haben nur Energie- und Bergbauwerte ihre Verluste für dieses Jahr aufholen können. Zweidrittel der Indexmitglieder notieren immer noch unter dem Stand vom 31. Dezember.

Fast alle Strategen in der Umfrage von Bloomberg haben ihre Prognosen für 2016 seit Dezember nach unten korrigiert. Die durchschnittliche Erwartung für den Jahresendstand beim Euro Stoxx 50 sank von 3.646 auf 3.301 Zähler. Von der Europäischen Zentralbank wurde erhofft, dass sie dem Markt die Ängste nimmt. Doch die jüngste Entscheidung, alle drei Leitzinsen zu senken und die Anleihekäufe (QE) auszuweiten konnte keine starke Erholung anschieben.

„Ich bleibe sehr skeptisch, ob die Wirkungen von QE die Wirtschaft ankurbeln“, sagt Dixon. „Wenn es überhaupt funktioniert - und es muss sich erst noch erweisen, in welchem Ausmaß es funktioniert - werden die Wirkungen erst in weiterer Zukunft zu spüren sein.“

Der Handelsblatt Expertencall
Schwache Unternehmensgewinne und der Ölpreis belasten
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Europa-Aktien - Die drastische Kehrtwende der Analysten