Facebook-Börsengang Zuckerberg lässt Anleger Schlange stehen

Kapuzenpullover, Turnschuhe, Luxushotel: Das typische Szenario eines Rockstars läutet die Roadshow für den Börsengang von Facebook ein. Gründer Mark Zuckerberg zog bei der Werbeveranstaltung Hunderte Investoren an.
Update: 08.05.2012 - 04:35 Uhr 12 Kommentare

Zuckerberg auf Werbetour

New YorkFirmenchef Mark Zuckerberg höchstpersönlich hat am Montag zum Auftakt der Roadshow die Werbetrommel für den anstehenden Börsengang von Facebook gerührt.

Hunderte Investoren standen Schlange, um den Mitbegründer des weltweit größten sozialen Netzwerks und seine Kollegen bei der ersten Station der Werbeveranstaltung in New York zu sehen. Im Sheraton-Hotel stellte der 27-jährige sein Unternehmen vor - wie üblich in Kapuzenpullover und Turnschuhen.

Mit ihm stiegen Facebook-Finanzchef David Ebersman und die fürs Tagesgeschäft zuständige Sheryl Sandberg aus den dunklen Geländewagen aus, die am Seiteneingang des Hotels hielten. Ebersman und Sandberg waren in die klassische Wall-Street-Kluft Anzug und Kostüm gekleidet.

Laut CNBC drehten sich die Fragen bei der Veranstaltung um die jüngste Verlangsamung des Wachstumstempos von Facebook und um den 1 Milliarde Dollar schweren Zukauf des Bilderdienstes Instagram. Der Sender berief sich dabei auf Teilnehmer; für Außenstehende war kein Einlass. Das Treffen zur Mittagszeit soll insgesamt rund zwei Stunden gedauert haben.

Facebook will bei seinem Gang an die Börse - der bereits am 18. Mai perfekt sein könnte - rund 10,6 Milliarden Dollar einsammeln. Der Konzern würde damit die Börsengänge anderer Internetpioniere wie Google und Amazon in den Schatten stellen. Das ehrgeizige Ziel spiegelt die Zuversicht der Führungsmannschaft wider, dass sich künftig mit Facebook als Werbe- und Handelsplattform viel Geld verdienen lässt.

Beobachter gehen davon aus, dass sich die Anleger um die Aktien des acht Jahre alten Unternehmens reißen werden - auch wenn immer wieder Zweifel über die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells aufkeimen. Der Online-Treffpunkt hat mehr als 900 Millionen aktive Nutzer. Die Zeit des sprunghaften Wachstums ist aber offenbar vorbei.

Buffett warnt vor Facebook

In den kommenden Tagen will das Unternehmen Anleger in Chicago, Boston und San Francisco davon überzeugen, dass auch in Zukunft mit kräftigem Gewinn- und Umsatzwachstum zu rechnen ist. Facebook hat als Preisziel für den Börsengang 28 bis 35 Dollar pro Aktie ausgegeben.

Sollten die Papiere am obersten Ende der Spanne über den Tisch gehen, wäre Facebook damit an der Börse mit 96 Milliarden Dollar bewertet. Nach dem IPO wird Zuckerberg weiterhin 57 Prozent der Stimmrechte behalten.

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  • rtr
  • dpa
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12 Kommentare zu "Facebook-Börsengang: Zuckerberg lässt Anleger Schlange stehen"

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  • Liebes Handelsblatt,

    ---> seit Jahr und Tag gibt Aruba,immer wieder stechend-scharf formuliert, seine Sichtweise ab. Das in letzter Zeit diese Beiträge von euch gelöscht werden, kann daran liegen, dass
    1. er es immer weiter übertreibt...
    2. oder, dass eure Redaktion es mit der Zensur immer weiter übertreibt.

    Ich - für meinen Teil - glaube an letztes! Ihr werdet langsam aber sicher zu dünnhäutig!!

    (Ich habe den Beitrag von Aruba nicht lesen können, deshalb dieses Statement unter Vorbehalt...)

  • Wie finde ich diese Studie??

  • :)
    Es sind heute schon viele Leute dadurch erpressbar. Es ist aber noch nicht in das Bewußtsein gedrungen, wie erpreßbar es werden kann. Eine interessante Entwicklung, dazu noch, eine Studie der Uni Heidelberg hat gezeigt, wie sehr man Menschen einzuschätzen weiß, die NICHT bei FB ihre Erpressbarkeit hinterlegen. Allein durch die Praxis die privaten E-Mails kritiklos in den Account zu importieren, verleiht solche Einsichten.
    Allerdings ist das nicht erstaunlich, wenn man sich etwas mit Statistik beschäftigt.
    Ich bin gottseidank schon zu alt, aber die folgenden Generationen, nunja, vielleicht ist es dann einfach Usus das man demokratische Rechte und Grundlagen mal eben abgibt. Aber das muß ich hoffentlich nicht mehr erleben.

  • [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

  • Die NATO wird dafür Sorge tragen daß die Sammlung an teils wohl sensiblen Daten über die er verfügt nicht in die Hände igrendwelecher Erpresser gerät.

    Man stelle sich vor igrnedjemand der später eine Schlüsselposition in der bösen Rüstungsindustrie (TM) innehat wäre über sowas erressbar durch einen sagen wir chinesischen Nachrichtendients.

  • [+++ Beitrag von der Redaktion gelöscht +++]

  • Damals ging das, das waren Zeiten als erste MODEMS für Endkunden erschwinglich wurden und die Digitalisierung des Telefonnetzes (ISDN) stabile Leitungen für Datenverbindungen > 300 bps bot. Zudem kamen damals für den Endkunden erschwingliche BÜRO-Computer mit grafischen Oberflächen auf den Markt. (die ersten PCs welche als Schreibmaschinenersatz taugten kosteten ab 2.000 DM).

    Seitdem wird nur noch die Performance der Systeme künstlich ausgberemst kaputtgemacht durch Virenscanner die mehr als 32 MB RAM belegen und andere KRIMINELLE Ärgernisse. Oder grafischen Schnickschnak.

    Normalerweise wäre die einzige Nachrüstnotwendigkeit eines Anfang 2000er Systems eine neue Grafikkarte für den größeren Monitor gewesen im Büroumfeld. (TFT Preis/Leistung erst ab ca. 2005 annehmbar).

  • - Wieviel von den 10,6 Millarden Dollar bekommt das Unternehmen Facebook und wieviel die Altaktionäre?

    - Haben denn nicht Apfel und Google bereits zuviel Liquidität? Mir geht da einfach die Fantasie dafür aus, was Facebook mit dem Geld aus dem IPO sinnvoll anfangen möchte, wenn die Konkurrenz ein vielfaches davon übrig hat.

    - Dann ist es wirklich sinnvoller sich komplexeren Geschäftsmodellen zu widmen und Aktien von IBM zu kaufen.

    -Bei IBM investiert man und kauft nicht hopplahopp ein junges Unternehmen wie Instagram für eine millarde Dollar. Für mich stinkt der Deal mit Instagram gewaltig und ich möchte gerne wissen, wer der wirklich Verantwortliche für dem Deal mit Instagram war. Bilanzmäßig ist Instagram vergeichsweise wertlos. Ist der Deal Instagram ein Dankeschön von Zuckerberg an seine Investoren gewesen?

    Facebook-IPO ist nicht compliant, oder? Wir werden sehen.

  • was ist die erste daimler aktie heute wert? ist facebook so innovativ wie daimler (droschke mit dampfmaschine statt pferden ohne schiene mit benzin statt mit kohle)?

    NEIN! So innovativ waren Firmen wie DEC (Digital Equipment) mit ALTVAISTA dem Vorläufer von Google, Yahoo als erster menschengenerierter Index - so ne Art gelbe Seiten - Spry Mosaic/Netscape für Browser und Server - gmx für kostenlose privat EMail gegen Werbepostfach mit Selektionsmöglichkeit!

    Und die kostenlose Open Source war die Reaktion auf Microsofts VERSCHENKEN des Internet Explorers.

    facebook ist sowas wie das Internet ZURÜCK auf den Standard der Computersteinzeit von BTX zu bringen.

    http://img42.imageshack.us/img42/4786/konsulandersonsmaerchen.jpg

    http://dynip.name/konsulandersonsmaerchen.jpg

  • Als hätte es den Crash mit den virtuellen Internetfirmen nie gegeben. - Wahnsinn! Dann man viel Spaß beim nächsten Knall.

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