Gegenwind aus China Bitcoin stürzt weiter ab

Das Digitalgeld Bitcoin steckt weiterhin in Schwierigkeiten: Nach einem Rekordhoch vor einigen Tagen gerät die digitale Währung zunehmend unter Druck. Besonders aus Norwegen und China bekommt sie Gegenwind.
Update: 17.12.2013 - 12:32 Uhr 11 Kommentare
Physische Bitcoin-Münzen sind ein reiner Dekogegenstand. Quelle: dpa

Physische Bitcoin-Münzen sind ein reiner Dekogegenstand.

(Foto: dpa)

Peking/OsloDie chinesische Regierung geht weiter gegen den Bitcoin vor - und schickt den Kurs des Digitalgelds auf Talfahrt. Am Dienstag fiel der Preis pro Bitcoin deutlich unter 700 US-Dollar. Vor wenigen Tagen hatte er noch ein Rekordhoch von 1203 Dollar erreicht. Auch in Norwegen gibt es Gegenwind für die virtuelle Währung, sie wird künftig mit Steuern belegt. In Deutschland zeigt eine Umfrage, dass die Zweifel am Bitcoin groß sind.

In China haben Bitcoin-Nutzer einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. Vor etwa zwei Wochen hatte die Regierung in Peking bereits Finanzinstituten den Handel mit Bitcoins untersagt. Nun sollen auch Serviceanbieter, die Zahlungen abwickeln, angewiesen worden sein, die Finger davon zu lassen. Das berichtete die Zeitung „China Business News“ am Montagabend.

Der Bitcoin-Kurs stand ohnehin schon unter Druck. Denn am Wochenende hatte die norwegische Regierung entschieden, die Coins nicht als echtes Geld anzuerkennen. Stattdessen wird die digitale Währung als Vermögen eingestuft und fällt damit unter die Kapitalertragssteuer. Vergangene Woche hatte die Europäische Bankenaufsicht EBA unter anderem vor dieser Möglichkeit gewarnt.

In Deutschland ist die Skepsis gegenüber Bitcoins einer Umfrage zufolge hoch. Der Internetkonzern Tomorrow Focus AG befragte 1000 Internetnutzer zu dem Thema. Vielen ist die virtuelle Währung demnach noch unbekannt. Einige Teilnehmer können sich zwar vorstellen, damit zu zahlen. Viele Befragte zweifeln aber an den Vorteilen der Währung gegenüber dem Euro, mehr als die Hälfte rechnet mit Kursverlusten.

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11 Kommentare zu "Gegenwind aus China: Bitcoin stürzt weiter ab"

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  • Sie irren sich. Die klassischen Währungen haben eine Wertebasis, nämlich die gesamte Wirtschaft, die Infrastruktur, die Sicherheit, die saubere Umwelt usw. Die Wertebasis der BTCs sind jedoch keine Güter, sondern ebenfalls klassische Währungen, was diese BTCs zu einer Tauschware macht. Diese Tauschware ist nicht allgemein akzeptiert, wodurch ihr Preis zudem durch die Begrenztheit extrem schwankt.

  • Prof. Dr. Rainer Böhme: "Bitcoin wird seine Nische finden"

    http://goo.gl/r5X238

  • Bitcoin erfüllt KEIN einziges Kritieritum einer Währung. Es ist ein Schneeballsystem, dass die Entwickler und Ersteinsteiger mit wertlosen Bytes und Bits zu Multimillionäre gemacht hat.
    Bitcoin existiert seit 2009 und es war damals fast unmöglich es zu finden weil es auch nicht beworben wurde. Erst Anfang 2010 wurde Bitcoin im englischsprachigen beworben. Im deutschssprachigen Raum wurde Bitcoin Anfang 2011 erstmals erwähnt. Da war es schon zu spät mit einzusteigen. Das große Stück vom Kuchen war weg und man hatte die Wahl teuere Spezialhardware zu kaufen oder den Minern von 2009 und 2010 ihre wertlosen Bitcoins für echtes Geld abzukaufen - was auch geschehen ist und diese reich gemacht hat.
    Bitcoin ist vielleicht das größte "Pump and Dump"-Schema aller Zeiten.

    Ist Bitcoin knapp und selten?

    Tatsächlich gibt es nur 21 Millionen Bitcoins, die auch geteilt werden können. Bitcoin ist aber nicht knapp und schon gar nicht einzigartig, da es schon jetzt über 60 verschiedene Kryptowährungen gibt. Ist eine davon besser als der Bitcoin ist das das sofortige Ende. Auch kann man einen Bitcoin2, Bitcoin3. usw. herausbringen.

    Ist Bitcoin haltbar?
    Ohne Strom und Computer kein Bitcoin. Mit Bitcoin wird man seinen Enkeln und Urenkeln kein Vermögen hinterlassen können. Das ist sicher.

    Bei Bitcoin und allen anderen "Kryptowährungen" kann man nur empfehlen einen großen Bogen darum zu machen. Es ist traurig dass die Presse nur einseitig über Bitcoin berichtet und die Schattenseiten immer unter dem Tisch fallen lässt. Die Tatsache dass Bitcoin 2009 und 2010 fast "verheimlicht" wurde, als das Mining mühelos möglich war, lässt die "Währung" in keinem gutem Licht stehen.

    Wenn Bitcoin weiter im Kurs steigen wird auf etwa 2000 Dollar oder mehr kann man behaupten, dass wir Zeuge einer gigantischen Spekulationsblase werden.

  • Zum Teufel mit Bitcoins... die Welt braucht nicht noch mehr wertlose Währungen. Erst wenn wieder abgesicherte (zum Beispiel goldgedeckte) nicht beliebig vermehrbare (auch Bitcoin ist beliebig vermehrbar, wenn auf einmal die ganze Welt am BC minen ist werdet ihr noch doof schauen) Währungen existieren wird das System wieder gesunden.

    China und Norwegen wehren sich auch nur gegen die sogenannte "Neue Weltordnung" die Bitcoin gerade benutzt als einen weiteren Schritt zur Abschaffung allen Bargelds und dadurch zur totalen Kontrolle jeglichen Handels (JEDE Bitcoin Transaktion ist beliebig weit in die Vergangenheit nachvollziehbar, auch wenn unseriöse Quellen oft anderes behaupten)

    Wehrt euch gegen wertlose Währungen! Wehret den Anfängen. Zum Teufel mit den Bitcoins und jeglichem ähnlichem wertlosen Kontrollfreak-Schmu

  • Wertaufbewahrungs- und Tauschmittel müssen (1) KNAPP, (2) HALTBAR und (3) ALLGEMEIN AKZEPTIERT sein.

    Bitcoin halte ich für eine interessante Sache. Leider erfüllt es nur das Kriterium Nr. (1).

  • Solange BitCoins als Spielwiese für ein paar Nerds dient "funktioniert" diese Währung. Wenn damit ein paar Käufer von den tatsächlich begrenzten Rohstoffen ferngehalten werden ist das dem Smart Money vermutlich auch recht.

    Wenn ich aber Mietverträge über monatlich 500 BitCoins im Januar abgeschlossen hätte müsste ich heute laufend die Miete anpassen. Als Arbeitgeber wäre ich bei Lohnvereinbarung in BitCoins ruiniert. BitCoins bei Lidl würde zu minütlichen Preisschwankungen führen.

    BitCoin funktioniert mit den derzeitigen Schwankungen nicht einmal als Währung geschweige denn als Geld. Aber es ist ein guter Türöffner für die Abschaffung von Bargeld.

    Mal sehen wer in der Zukunft als Urheber dieser digitalen Währung gelüftet wird.

  • In einer Zeit in der jeder Angst vor dem nächsten schwarzem Schwan hat will man eine Tulpenblase 2.0 vermeiden. Und eine Wertsteigerung von 0,1 Cent auf $ 1200 hätte auch den alten Holländern Respekt eingeflösst.

    Dem Platzen der BitCoin-Blase kann man auch nicht mit den üblichen Hilfsmitteln (noch mehr Geld drucken) entgegnen. Wenn die Wetten auf steigende Kurse bei den wettbegeisterten Chinesen ausbleiben dann hat der Argentinier der heute auf der Flucht vor den Zwangsmaßnahmen seiner Regierung in BitCoins geht alles verloren und sein Vermögen an die ausländischen BitCoin-Erschaffer verschenkt die sich die erste Million billiger BitCoins zurückgelegt haben dürften.

  • alleine diese Schwankungen zeigen das das keine Währung ist bzw sein kann. wie sollten denn z.b. Geschäfte ihre Produkte auspreisen wenn der Kurs innerhalb von Minuten so extrem schwankt.

    Bitcoins selber haben keinen Wert, Papiergeld zwar auch nicht, aber Euro Münzen lassen sich auch aus Gold oder Silber pressen. und Gold und Silber hat über die Jahrtausende bewiesen das es als Währung und als Anlage taugt.

    Geld ist ja nur in Ralation zu Gold und Silber vorhanden. wird mehr gedruckt braucht man eben auch mehr euro für die gleiche Menge Gold....
    und die Zentralbanken kümmern sich eben genau darum dieses Verhältnis im Rahmen zu halten. Sie können es permanent anpassen, und nur dadurch kann die Weltwirtschaft funktionieren.

    Bitcoins die so extrem schwanken als Währung ein zu sezten, da würde es sicher nicht lange dauerrn bis wieder Salz gegen Wasser getuascht wird. die Chinesen und Norweger machen das schon genau richtig.

  • @Numismatiker
    volle Zustimmung!!

    Die wirklich Mächtigen dieser Welt (Banken die über der Politik bzw. den Regierungen stehen) setzen ihre Daumenschrauben an.

    Arme Welt !!!

  • Der Bitcoin lebt einerseits vom Vertrauen der User in die zukünftige Tauschbarkeit der Bitcoins und andererseits vom Vertrauen in die notwendige IT-Infrastruktur die Notwendig ist um die technische Sicherheit zu garantieren.
    So wie die klassischen Währungen, Euro, Dollar, Yen hat auch der Bitcoin keine fundamentale Wertbasis (z.B. Goldbindung).
    Somit ist der Bitcoin so gut oder so schlecht wie der Dollar oder der Euro.
    Jedoch stehen hinter dem Dollar/Euro/Yen im Bedarf geballte Machtstrukturen die diese Währungen
    Schützen. Hinter dem Bitcoin steht nur Kryptologie und Intelligenz als Schutzwall.
    Je länger der Bitcoin sich behaupten kann, umso mehr Vertrauen wird er gewinnen.
    Natürlich versuchen die Vertreter klassischen Geldes den Bitcoin zu diskreditieren.
    Mal sehen wer den längeren Atem hat und was die Zukunft für uns bereit hält.

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