Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Größter deutscher Börsengang 2019 Verhaltener Start für Traton beim Börsendebüt: Erster Preis liegt bei 27 Euro

Beim Börsendebüt der VW-Tochter Traton liegt der erste Preis bei 27 Euro. Der Ausgabepreis war exakt derselbe Wert – und liegt am unteren Ende der Preisspanne.
Update: 28.06.2019 - 09:38 Uhr Kommentieren
Der Volkswagen-Konzern hat seine Lkw- und Bustochter an die Börse gebracht. Quelle: dpa
Börsengang der VW-Lastwagensparte Traton

Der Volkswagen-Konzern hat seine Lkw- und Bustochter an die Börse gebracht.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Aktie des Börsenneulings Traton ist an diesem Freitag mit 27 Euro exakt auf dem Ausgabepreis gestartet. Hoffnungen auf ein Plus zum Beginn wurden damit enttäuscht. Der Ausgabepreis hatte ebenfalls bei 27 Euro gelegen – am unteren Ende der Preisspanne, die bis 33 Euro gereicht hatte. Das Emissionsvolumen der 57,5 Millionen Papiere beläuft sich auf 1,55 Milliarden Euro.

Ein Grund für die Zurückhaltung sei die Tatsache, dass die VW-Nutzfahrzeugtochter einen zweiten Anlauf gebraucht hatte, um auf das Parkett zu kommen. Eigentlich hatte Volkswagen die Sparte schon vor Ostern an die Börse bringen wollen. Das Vorhaben wurde aber mit Verweis auf ein schwaches Marktumfeld aufgeschoben.

Ursprünglich war angedacht, bis zu 25 Prozent der Anteile zu platzieren, beim Erlös hatte Traton auf bis zu sechs Milliarden Euro gehofft. Investmentbanker hatten dieses Ziel aber als zu ehrgeizig bezeichnet. „Der Branchenzyklus ist sicher in einem Hoch, und die Aktie hängt klar an der Konjunkturentwicklung“, erläuterte ein Bankmanager die Preisfestsetzung.

Hätte VW jetzt wieder einen Rückzieher gemacht, wäre ein Initial Public Offering (IPO) wohl auf Jahre hinaus kaum mehr möglich gewesen. VW hat schon erklärt, dass man über Nachplatzierungen am Ende bis zu 24,9 Prozent Streubesitz erreichen wolle.

Beim zweiten Versuch entschied sich VW nun, zunächst nur einen kleinen Aktienanteil von 11,5 Prozent an die Börse zu bringen. Investmentbanker halten die Bewertung von Traton für vernünftig. Die Preisspanne habe ungefähr der Bewertung von Volvo an der Börse entsprochen, sagte ein Insider mit Blick auf den Kurs des Konkurrenten.

Letztendlich wurde die Dachgesellschaft der Lkw- und Bushersteller MAN und Scania mit 13,5 Milliarden Euro bewertet – weit weniger als die einst erhofften bis zu 24 Milliarden. VW nimmt mit dem Börsengang seiner Tochter 1,55 Milliarden Euro ein. Das Geld soll in den Ausbau des Geschäfts mit Elektroautos fließen.

Das Geld soll in Investitionen in die Elektromobilität und in das autonome Fahren sowie in die internationale Expansion fließen. Die Emission ist die größte in Deutschland in diesem Jahr. Sie fällt allerdings deutlich kleiner aus als der Börsengang des Medizintechnikkonzerns Siemens Healthineers, der auf ein Volumen von 4,2 Milliarden Euro im März 2018 kam.

Mehr: Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Börsengang von Traton finden Sie hier.

Finance Briefing
Startseite

Mehr zu: Größter deutscher Börsengang 2019 - Verhaltener Start für Traton beim Börsendebüt: Erster Preis liegt bei 27 Euro

0 Kommentare zu "Größter deutscher Börsengang 2019: Verhaltener Start für Traton beim Börsendebüt: Erster Preis liegt bei 27 Euro"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote