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Halbleiter-Unternehmen kann bei der Präsentation keinen Prospekt vorlegen Börsenkandidat X-Fab löst erneut Kopfschütteln aus

Das Erfurter Halbleiter-Unternehmen X-Fab, das nach rund zwei Jahren Pause die erste namhafte Neuemission (IPO) an der Deutschen Börse ist, verunsichert weiterhin die Investoren.

FRANKFURT/M. Nachdem der Börsenkandidat bereits in den letzten Tagen wegen eines angeblich zu hohen Ausgabepreises und seiner zurückhaltenden Informationspolitik von Fondsmanagern gerügt worden war, sorgte er bei der gestrigen IPO-Präsentation erneut für Kopfschütteln. Zur allgemeinen Verwunderung konnte das Unternehmen nicht wie bei solchen Veranstaltungen sonst üblich einen Börsenprospekt vorlegen. Dieser soll erst heute den Anlegern zur Verfügung stehen. Der Börsenprospekt gilt nach den Richtlinien der Deutschen Börse die wesentliche Entscheidungsgrundlage für Anleger.

Marktgerüchten zufolge hat das Unternehmen bis spät in die Nacht zum Mittwoch hinein mit den beteiligten Banken und Investoren um den Ausgabepreis gerungen und ist dabei von den ursprünglichen Forderungen abgegangen. Die Deutsche Börse bestätigte auf Anfrage, dass der Börsenprospekt gestern auf Grund von Änderungen noch nicht gebilligt war. Dies sei für den heutigen Donnerstag zu erwarten. Nach dem Wertpapier-Verkaufsprospektgesetz (§9 Abs. 1) heißt das jedoch, dass die Zeichnungsfrist für die Aktie frühestens am Freitag starten könnte. Denn dort steht, dass „der Verkaufsprospekt mindestens einen Werktag vor dem öffentlichen Angebot veröffentlicht“ werden muss.

Für Verwirrung sorgte zudem, dass die Commerzbank, die vorher stets als Mitglied des Bankenkonsortiums genannt worden war, dort nicht vertreten ist. „Es gibt Entscheidungen, die sich bis zur letzten Minute ändern können“, kommentierte X-Fab- Vorstandschef Hans-Jürgen Straub diese Entwicklung. Von der Commerzbank hieß es gestern auf Anfrage, dass man zwar in Gesprächen gewesen sei, aber kein Mandat gehabt habe. Anderen Stimmen zufolge hat sich die Commerzbank selbst zurückgezogen. Diese These stützt sich darauf, dass die Commerzbank bereits am 18. Februar eine Analystenstudie zur Emission von X-Fab veröffentlichte, die dem Handelsblatt vorliegt.

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