Hapag-Lloyd geht an die Börse Emmission für Oktober geplant

Hapag-Lloyd hat’s eilig: Schon im September könnte die Containerreederei einen Anlauf an der Frankfurter Börse starten. Damit wäre die Aktie des größten deutschen Schifffahrtskonzerns schon im Oktober notiert.
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Die Eigner der groessten deutschen Linienreederei Hapag-Lloyd bereiten das Unternehmen auf einen Boersengang vor. Quelle: dapd
Reederei Hapag Lloyd soll an die Boerse

Die Eigner der groessten deutschen Linienreederei Hapag-Lloyd bereiten das Unternehmen auf einen Boersengang vor.

(Foto: dapd)

FrankfurtDeutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd will Insidern zufolge mit ihrem Börsengang nicht länger warten. Die Planungen zielten derzeit darauf ab, dass der Schifffahrtskonzern schon im September einen neuen Anlauf an die Frankfurter Börse starten werde, sagten vier mit den Planungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Damit könnte die Hapag-Lloyd-Aktie schon im Oktober erstmals an der Börse notiert sein; bisher war der Börsengang frühestens für das Jahresende erwartet worden. Vorstandschef Rolf Habben Jansen hatte "einige gute Quartale" als Voraussetzung für den Schritt genannt.

Die Geschäftszahlen für das zweite Quartal, die in der nächsten Woche veröffentlicht werden sollen, machten Hapag-Lloyd Mut, den Börsengang vorzuziehen, sagte einer der Insider. Dabei dürfte die Traditionsreederei sowohl vom Zusammenschluss mit der Containersparte der chilenischen CSAV als auch vom jüngst aufgelegten Sparprogramm profitiert haben. Rückenwind gaben Hapag-Lloyd auch der niedrige Ölpreis und der starke Dollar. Das Unternehmen wolle Investoren damit locken, dass sie schon früh im erhofften Aufschwung der Schifffahrt einsteigen könnten, was Kurssteigerungen verspreche, sagte ein anderer Insider. Die wirtschaftliche Entwicklung in China und die Leitzinsen in den USA könnten die Pläne aber noch ins Wanken bringen, sagten zwei Insider. Noch würden verschiedene Zeitpläne diskutiert.

Hapag-Lloyd wollte sich zu den Plänen nicht äußern, ein Sprecher des Unternehmens bezeichnete die Informationen als spekulativ.

Hapag-Lloyd hatte die Deutsche Bank, Goldman Sachs und die Hamburger Privatbank Berenberg mit der Organisation des Börsengangs beauftragt. Der Schifffahrtskonzern könnte dabei mit mehr als fünf Milliarden Euro bewertet werden, so dass Aktien im Milliardenvolumen platziert werden dürften. Der letzte Anlauf von Hapag-Lloyd an die Börse war 2011 nach der Explosion des japanischen Atomreaktors in Fukushima abgesagt worden.

Größter Aktionär der Großreederei mit etwa 200 Schiffen und einem Umsatz von neun Milliarden Euro ist CSAV mit 34 Prozent, gefolgt von der Stadt Hamburg mit 23 Prozent und dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne (Kühne & Nagel ) mit 21 Prozent. Der Reisekonzern TUI hält knapp 14 Prozent und will sich im Zuge eines Börsengangs davon trennen. Kleinere Pakete liegen bei Hamburger Banken und Versicherern.

Welche Aktien Warren Buffett hasst – und welche er liebt

AXALTA COATING SYSTEMS LTD. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
BMG0750C1082
Börse
FSE

+0,14 +0,54%
+25,92€
Chart von AXALTA COATING SYSTEMS LTD. REGISTERED SHARES DL 1
Axalta Coating Systems
1 von 42

Neu im Depot

Zum ersten Mal führt Warren Buffett in seinem Depot Anteile an Axalta Coating, einem Beschichtungsspezialisten. Insgesamt 20 Millionen Aktien der Firma mit Sitz in Philadelphia hat er zwischen April und Juni erworben.

Buffetts Anteile: 20 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: 100 Prozent

Quelle aller Angaben: 13-F-Pflichtveröffentlichungen bei der US-Börsenaufsicht SEC

NATIONAL OILWELL VARCO INC. REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US6370711011
Börse
FSE

-0,47 -1,19%
+39,64€
Chart von NATIONAL OILWELL VARCO INC. REGISTERED SHARES DL -,01
National Oilwell Varco
2 von 42

Aus dem Portfolio geflogen

Im Laufe des zweiten Quartals 2015 baute Warren Buffett die Position komplett ab. Die Aktie des texanischen Ölkunternehmens hat seit Jahresbeginn mehr als ein Drittel an Wert verloren.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im zweiten Quartal 2015: -100 Prozent

PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US7185461040
Börse
FSE

-0,47 -0,44%
+106,08€
Chart von PHILLIPS 66 REGISTERED SHARES DL -,01
Phillips 66
3 von 42

Auch von diesem Öl- und Gaskonzern hat sich Warren Buffett im zweiten Quartal komplett getrennt. Im ersten Quartal hatte er noch 7,5 Millionen Aktien des Unternehmens besessen.

Buffetts Anteile: 0
Veränderung im zweiten Quartal 2015: minus 100 Prozent

Erst nach dem Stichtag für diese Übersicht stieg Buffett wieder groß bei Phillips 66 ein.

Charter Communications

WKN
ISIN
Börse

Chart von Charter Communications
Charter Communications
4 von 42

Aufsteiger

Im ersten Quartal des Jahres hatte Warren Buffett seinen Anteil an dem US-amerikanischen Kabelkonzern abgebaut. Doch im zweiten Quartal entschied er sich anders und stockte seine Beteiligung deutlich auf. Charter Communications ist der viertgrößte Kabelbetreiber in den USA. Der Aktienkurs des Konzerns hat in den vergangenen zwölf Monaten um 58 Prozent zugelegt.

Buffetts Anteile: 8.500.000
Veränderung im zweiten Quartal 2015: Die Beteiligung wurde um 42 Prozent aufgestockt und ist etwa 1,5 Milliarden Dollar wert.

VIACOM INC. REG. SHARES CLASS B DL -,001

WKN
ISIN
US92553P2011
Börse
FSE

-0,13 -0,49%
+26,92€
Chart von VIACOM INC. REG. SHARES CLASS B DL -,001
Viacom
5 von 42

Großer Verlierer

Das Vertrauen Warren Buffetts in den US-Medienkonzern sinkt weiter. Der 84-Jährige stieß mehr als 2,5 Millionen Papiere des Unternehmens zwischen April und Juni 2015 ab. Viacom ist ein amerikanischer TV-Konzern, der unter anderem an Kabelgesellschaften wie MTV, aber auch an Filmproduktionsgesellschaften wie Paramount und Dreamworks beteiligt ist.

Buffetts Anteile: 5,65 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: Anteil um 32 Prozent verringert

AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20

WKN
ISIN
US0258161092
Börse
Xetra

+0,51 +0,57%
+89,64€
Chart von AMERICAN EXPRESS CO. REGISTERED SHARES DL -,20
American Express
6 von 42

Die vier wichtigsten Titel (1/4)

Fast 60 Prozent des Aktienwerts in Warren Buffetts Portfolio geht auf vier Einzeltitel zurück. Dazu zählt der Kreditkartenanbieter American Express.

Buffetts Anteile: mehr als 151 Millionen Stück
Veränderung im zweiten Quartal 2015: unverändert

COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25

WKN
ISIN
US1912161007
Börse
Xetra

+0,30 +0,75%
+40,36€
Chart von COCA-COLA CO., THE REGISTERED SHARES DL -,25
Coca Cola
7 von 42

Die vier wichtigsten Titel (2/4)

Der bekennende Limonaden-Trinker Buffett hält auch im zweiten Quartal 2015 an seinen Coca-Cola-Aktien fest. Der Investor hat insgesamt 400 Millionen Papiere in seinem Portfolio, damit gehören ihm fast zehn Prozent der gesamten Anteile an dem Konzern.

Buffetts Anteile: 400 Millionen
Veränderung im ersten Quartal 2015: unverändert

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