Höhere Strompreise RWE-Aktie zieht kräftig an

Der Aktienkurs des Stromkonzerns legt zeitweise fast zehn Prozent zu - das größte Kursplus in fünf Jahren. Grund war ein Vorschlag der Monopolkommission, weniger Fördermittel für erneuerbare Energien bereit zu stellen.
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Braunkohlekraftwerk von RWE in Niederaußem: Die Aktie des Stromkonzerns legt kräftig zu. Quelle: dpa

Braunkohlekraftwerk von RWE in Niederaußem: Die Aktie des Stromkonzerns legt kräftig zu.

(Foto: dpa)

EssenDer Aktienkurs von RWE ist in der Spitze um 9,4 Prozent hochgeschnellt. Für den größten deutschen Stromerzeuger war es der stärkste Kurszuwachs in fünf Jahren. Auftrieb gab nicht zuletzt eine Studie der Monopolkommission, in der die Möglichkeit niedrigerer Fördermittel für erneuerbare Energien angesprochen wurde. Dies wiederum könnte höhere Strompreise nach sich ziehen.

Deutschland sollte das schwedische Subventions-System übernehmen, um den Wettbewerb zu verschärfen und die Kosten für den Ausbau von Solar- und Windenergie zu begrenzen, heißt es in der Studie. Man müsse damit aufhören, die Erzeuger sauberer Energie weiter zu unterstützen, wenn die Preise an den Energiebörsen ins Negative umschlagen.

"Die Empfehlung der Monopolkommission erweckt die Hoffnung, dass das EEG-Subventions-System nach den Bundestagswahlen radikal geändert wird, und dass die Expansion der Erneuerbaren in Zukunft stärker kontrolliert wird", erklärte Sven Diermeier, ein Analyst bei Independent Research.

Der Aktienkurs von RWE schnellte bis auf 23,93 Euro hoch und notierte im Nachmittagshandel bei 23,33 Euro 6,7 Prozent höher. Seit Jahresbeginn haben die Titel damit dennoch rund 25 Prozent eingebüßt.

  • Bloomberg
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6 Kommentare zu "Höhere Strompreise: RWE-Aktie zieht kräftig an"

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  • Genau. Lieber ordentlich Kohlekraftwerke bauen als in zukunftsorientiere Stromerzeugung zu investieren. Warum soll Deutschland auch ausgerechnet dabei Vorreiter sein? Mannn, mann! Wenn die 4 Großen das nicht mit den erneuerbaren nicht endlich begreifen, schaffen sie sich selbst ab.

  • @"Leser",
    bitte geben Sie doch real existierende Beispiele für Ihre behauptung an, dass Quotenmodelle günstiger als Fördermechnismen sind.
    Bitte teilen Sie mir doch auch mit, warum Großbritannien kürzlich vom Quotenmodell abgerückt ist. Dort haben die Stromversorger lieber Strafzahlungen in Kauf genommen als die Erneuerbaren Energien auszubauen.
    Das Erneuerbare Energie Gesetz hat nur einen "Nachteil":
    Es ist zu erfolgreich, so dass auch dutzende Staaten dieses Ausbaumodell für Erneuerbare Energien übernommen haben und gut damit fahren.
    Ein Quotenmodell würde den Ausbau der Erneuerbaren Energien komplett ausbremsen, da die Investitionssicherheit nicht gegeben wäre und damit die Risikozinsaufschläge so erhöht würden, dass sich die Investitionen nicht rechnen würden.
    Sind 1,3 Mio. private PV-Anlagenbereiber und über 600 Energiegenossenschaften wirlich mit einem Sack Reis in China zu vergleichen?

  • Dann schauen Sie sich mal die Studie vom Umweltbundesamt an und was die zum Thema Selbstversorgung meinen...

  • Immer schön weiter abzocken. Danke Herr Oettinger oder besser "Dank you Oettinger"...Die Energiewende kommt auf jeden Fall, weil immer mehr Haushalte in Zukunft ihren Strom selber produzieren werden: mit Blockheizkraftwerken, Brennstoffzellenheizung und Solarzellen sowie Mini-Windrädern. REW und EON haben jahrelang wie die Maden im Speck gelebt, Mehrfachstrukturen und Durchschnittsgehälter von 80.000 Euro pro Jahr sagen wohl alles.

  • Die Realität sieht anders aus:

    Alle bislang existierenden Quotenmodelle waren und sind mit Abstand günstiger als das maßlos überzogene FIT-System hierzulande.

    Im Übrigen geht die Mär vom "Privaten Bürger"- und Energiegenossenschaftswindpark an der Realität weitgehend vorbei. Die Einspeisebegünstigten tragen meist Namen wie Macquarie Infrastructure, Carlyle Renewable Partners, Allianz Climate & Solutions, GLS Bank, etc. Die "privaten" 5 kWp-Anlagen sind so bedeutend, wie der in China umfallende Sack Reis.

  • Ein Quotenmodell wird erstens nicht günstiger als das EEG und zweitens wird es den Zubau von Erneuerbaren Energien nicht bremsen können.
    Private Bürger, Energiegenossenschaften und vielleicht auch die Stadtwerke werden die Energiewende angehen, mit oder ohne RWE und E.ON.

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