Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Insiderbarometer Top-Manager halten sich bei Aktien der eigenen Unternehmen zurück

Beim Handel mit Aktien der eigenen Unternehmen sind Firmenlenker derzeit vorsichtig. Einen größeren Zukauf gab es im Management von Schaeffler.
Kommentieren
Beim Automobilzulieferer kaufte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Peter Gutzmer Aktien zu. Quelle: dpa
Schaeffler

Beim Automobilzulieferer kaufte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Peter Gutzmer Aktien zu.

(Foto: dpa)

FrankfurtGeht die Jahresauftaktrally weiter? Das fragen sich viele Anleger, nachdem der Dax im Januar mit einem Plus von 5,8 Prozent den stärksten Januar seit vier Jahren hingelegt hat. Wenn man sich die Käufe von Deutschlands Vorständen und Aufsichtsräten bei Aktien der eigenen Unternehmen in den vergangenen beiden Wochen ansieht, lautet die Antwort: Nein, denn Insider kauften zuletzt sehr wenige Aktien.

„Von daher scheinen sie nicht an eine rasche weitere Erholung der Aktienmärkte zu glauben“, interpretiert Olaf Stotz, Professer an der Privatuniversität Frankfurt School of Finance, die jüngsten Transaktionen der Firmenlenker.

Die gute Nachricht ist aber, dass zuletzt auch nur wenige Unternehmen Aktienverkäufe an die Finanzaufsicht Bafin meldeten. Das bedeutet, dass die Topmanager wohl auch keinen nachhaltigen Rückschlag an den Märkten erwarten. Das spiegelt sich auch im Insiderbarometer wider, das Stotz gemeinsam mit Commerzbank Wealth Management regelmäßig für das Handelsblatt berechnet. Mit knapp 158 Punkten notiert das Barometer kaum verändert hoch.

Damit signalisiert es, dass sich Aktienmärkte auf Sicht von drei Monaten besser entwickeln sollten als andere Anlageklassen. Ein klares Zeichen für Anleger ist das indes nicht. Das Insiderbarometer zeigt schon seit Mitte März vergangenen Jahres ein Kaufsignal für Aktien, der Dax hat seither jedoch unter dem Strich knapp zehn Prozent verloren.

Die Vorstände und Aufsichtsräte, die ihre Unternehmen besser einschätzen können als jeder andere und in der Regel langfristig investieren, wittern schon sehr früh wieder Kaufchancen.

Grafik

So war es auch beim Automobilzulieferer Schaeffler, wo Chef Klaus Rosenfeld über eine Vermögensverwaltung im vergangenen März und September für je über 100.000 Euro Aktien zum Kurs von 12,48 Euro und 10,86 Euro kaufte. Doch die Aktien von Autoherstellern und ihren Zulieferern gerieten 2018 besonders unter Druck, auch die von Schaeffler. Jetzt griff der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Peter Gutzmer zu und kaufte die Aktien zum Preis von knapp 7,60 Euro. Zumindest kurzfristig sind viele Analysten skeptisch. Die meisten raten laut Informationsdienst Bloomberg nur zum Halten der Aktie.

Den mit Abstand größten Insiderverkauf gab es zuletzt beim Triebwerkhersteller MTU Aero Engines. Hier trennte sich Klaus Steffens, der bis 2004 das Unternehmen führte und seit 2005 im Aufsichtsrat sitzt, von Aktien. Für Hochschullehrer Stotz ist das ein typisch antizyklischer Verkauf, nachdem die Aktie angesichts des fast 20-prozentigen Kursanstiegs seit Januar schon wieder nahe ihres Allzeithochs notiert.

Ähnlich wie bei Schaeffler raten unter den Banken viele zum Halten der Aktie. Die Experten von Commerzbank Wealth Management betonen zwar, dass MTU mit seinem Triebwerksportfolio hervorragend aufgestellt ist und neu entwickelte Triebwerke zusätzlichen Umsatz brächten. Auf die Ertragslage von MTU werde sich das aber erst mittel- und langfristig positiv auswirken.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Insiderbarometer - Top-Manager halten sich bei Aktien der eigenen Unternehmen zurück

0 Kommentare zu "Insiderbarometer: Top-Manager halten sich bei Aktien der eigenen Unternehmen zurück"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.