Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

IPO Soho House geht an die Börse – Privatklub-Betreiber kann die Finanzspritze gut gebrauchen

Die exklusive Adresse der Schönen und Reichen wurde von der Corona-Pandemie hart getroffen. Nun will Soho House mit frischem Kapital auch die Expansion vorantreiben.
22.06.2021 - 16:25 Uhr Kommentieren
Der Privatklub-Betreiber (hier der Ableger in Berlin) will frisches Kapital für die internationale Expansion sammeln. Quelle: picture alliance / dpa
Soho House in Berlin

Der Privatklub-Betreiber (hier der Ableger in Berlin) will frisches Kapital für die internationale Expansion sammeln.

(Foto: picture alliance / dpa)

London Der Londoner Privatklub-Betreiber Soho House geht in New York an die Börse. Laut den am Montag veröffentlichten Börsenunterlagen will die Firma mit dem eingesammelten Kapital Schulden abbauen und die weitere Expansion vorantreiben. Bei dem IPO strebt die Firma laut „Financial Times“ eine Bewertung von drei Milliarden Dollar an.

Soho House betreibt weltweit 28 private Klubs, darunter auch einen in Berlin-Mitte. Bis Ende 2023 sollen 18 weitere hinzukommen. Eine Mitgliedschaft kostet pro Jahr mehrere Tausend Euro. Die größere Hürde ist es jedoch, überhaupt zugelassen zu werden: Zehntausende stehen auf der Warteliste der exklusiven Kette.

Soho House war 1995 von dem Londoner Gastronomen Nick Jones gegründet worden. Die Firma gehört inzwischen mehrheitlich der Private-Equity-Firma Yucaipa von US-Milliardär Ron Burkle. Ein weiterer Anteilseigner ist der Londoner Multimillionär Richard Caring, der die Restaurantkette „The Ivy“ und den Nachtklub „Annabel’s“ betreibt. Letzterer soll der einzige Nachtklub sein, den Queen Elizabeth II. je besucht hat.

Für den Börsengang benennt sich die Holding Soho House in Membership Collective Group (MCG) um, weil die Gruppe neben der Marke Soho House auch noch andere Geschäfte hat – etwa das Luxushotel „The Ned“ im Londoner Finanzviertel.

Die Corona-Lockdowns haben die Gruppe wie alle Hotelbetreiber und Gastronomen schwer getroffen. Der Umsatz brach vergangenes Jahr um 40 Prozent auf 384 Millionen Pfund ein. Der Verlust summierte sich auf 235 Millionen Pfund. Im ersten Quartal 2021 stieg der Verlust auf 93 Millionen Pfund – und lag damit doppelt so hoch wie im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Schulden beliefen sich Anfang April auf 826 Millionen Pfund.

Angesichts dieser Zahlen können die Eigentümer eine Finanzspritze gut gebrauchen. Sie werben damit, dass die Zahl der Mitglieder trotz der Pandemie relativ stabil geblieben ist. Begleitet wird der Börsengang an der New York Stock Exchange von JP Morgan, Morgan Stanley, Goldman Sachs, Bank of America und HSBC.

Mehr: Je kleiner das Unternehmen, desto größer die Probleme mit Corona

Startseite
Mehr zu: IPO - Soho House geht an die Börse – Privatklub-Betreiber kann die Finanzspritze gut gebrauchen
0 Kommentare zu "IPO: Soho House geht an die Börse – Privatklub-Betreiber kann die Finanzspritze gut gebrauchen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%