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Lkw-Sparte VW-Tochter Traton strebt noch im Frühjahr an die Börse

Der drohende ungeordnete Brexit wirft die Börsenpläne für die Lkw-Sparte nicht um. Der Handel mit Traton-Aktien soll vor Ostern starten.
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VW plant für Traton einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro an. Quelle: Reuters
Traton

VW plant für Traton einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro an.

(Foto: Reuters)

FrankfurtVolkswagen lässt die Unsicherheit an den Finanzmärkten über einen möglichen harten Ausstieg der Briten aus der Europäischen Union kalt. Trotz der Brexit-Gefahren strebt der Konzern mit seiner Nutzfahrzeugtochter Traton noch vor den Osterferien in der zweiten April-Hälfte an die Börse, berichten Finanzkreise. Nach jetzigen Plänen ist für den Lastwagen-Hersteller mit seinen Marken MAN und Scania eine Börsennotiz sowohl in Frankfurt als auch in Stockholm geplant. Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete zuerst über die Aktienemission.

Mit den Plänen eines Doppellistings suche der VW-Konzern eine möglichst breite Ansprache von Investoren und wolle zudem Privatanleger einbinden, um bei der neuen Traton-Aktie für mehr Stabilität zu sorgen. Auch ein Ankerinvestor sei denkbar, der die Abnahme einer größeren Zahl von Aktien garantiere, berichten Bankenkreise. Ankerinvestoren sind gerade in unsicheren Zeiten wie heute beliebt, da sie Sicherheit in einen Börsengang bringen können. Es wird ein Volumen von fünf bis sechs Milliarden Euro bei der Emission erwartet – bei einer Gesamtbewertung Tratons von 25 Milliarden Euro.

„Wir wollen der profitabelste Hersteller sein und Zugang zu allen Gewinntöpfen weltweit haben – und zwar auf clevere Art und Weise“, sagte Traton-Chef Andreas Renschler laut Reuters in London. Der Schlüssel dazu seien Partnerschaften mit Rivalen in China (Shinotruck), den USA (Navistar) und in Japan (Hino Motors).

Über den Konjunkturzyklus hinweg wolle der Lkw-Bauer eine Umsatzrendite von neun Prozent erwirtschaften. Zum Zeitplan äußerte sich Renschler allerdings nicht. Volkswagen hatte für Dienstag Vertreter von Banken nach London eingeladen, um sie mit den nötigen Informationen zu versorgen, die sie für ihre Analysen zur Bewertung von Traton benötigen.

Diese sollen Mitte März fertig sein. Danach erwarten Insider den Startschuss mit der offiziellen Bekanntgabe des Börsengangs und weiteren Einzelheiten zur Emission. Globale Koordinatoren sind Finanzkreisen zufolge Citi, Deutsche Bank, Goldman Sachs und JP Morgan.

Bisher waren viele Experten skeptisch, ob es im ersten Quartal zu größeren Emissionen in Europa vor dem Brexit kommt. Neben Traton plant etwa auch die Antriebstochter des Autozulieferers Continental den Börsengang. Beide großen Emissionen würden zusammen die IPOs von Siemens Healthineers und der DWS locker übertreffen, die gemeinsam im vergangenen Jahr immerhin 5,5 Milliarden Euro eingesammelt haben.

Trotz der schwieriger gewordenen politischen Rahmenbedingungen gibt sich Christoph Heuer von Goldman Sachs optimistisch. „Die Investoren sind derzeit fokussiert auf den Brexit und einen möglichen Handelskrieg. Andererseits ist jetzt vielleicht mehr eingepreist an den Märkten, als letztlich an Gefahren wirklich droht. Das eröffnet neue Chancen“, sagte der Leiter des Kapitalmarktgeschäfts für den deutschsprachigen Raum. Der Berater EY rechnet für 2019 in Deutschland mit 15 bis 18 Börsengängen, was einem Spitzenjahrgang entspräche.

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