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MAN-Aktie Im Visier der Spekulanten

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MAN und Scania hatten auf Druck des mächtigen VW-Aufsichtsratschefs Ferdinand Piech bereits vor Monaten Verhandlungen über technische Zusammenarbeit aufgenommen. Sie waren dabei aber nicht so rasch vorangekommen wie in Wolfsburg erwartet. Ein Grund ist offenbar, dass Forschungsergebnisse nicht ohne weiteres ausgetauscht werden können, solange beide Firmen selbstständig sind. Auch wettbewerbsrechtliche Gründe könnten ein Hindernis sein. MAN-Finanzchef Frank Lutz hatte am Wochenende in einem Interview gesagt, vor allem im Einkauf könnten sich für MAN und Scania recht schnell Kooperationsmöglichkeiten ergeben. Allerdings würden mögliche Synergien von kartellrechtlichen Vorgaben begrenzt.

Der weit verzweigte VW-Konzern ist bereits mit rund 30 Prozent an MAN beteiligt und hält an Scania knapp 46 Prozent des Kapitals sowie 71 Prozent der Stimmrechte. Die Niedersachsen haben sich eine Neuordnung ihrer Nutzfahrzeug-Geschäfte und engere Verbindungen zwischen Scania und MAN auf die Fahnen geschrieben. Vor Kurzem wurde ein eigenes Vorstandsressort für Nutzfahrzeuge geschaffen, um die Zusammenarbeit der beiden selbstbewussten Konzerne voranzutreiben. Leisten könnte sich VW eine weitere Großübernahme: Dank stark anziehender Absatzzahlen hat der Konzern bis Ende September eine Nettoliquidität von fast zwanzig Milliarden Euro angehäuft.

An der Börse sind 70 Prozent an MAN derzeit mehr als acht Milliarden Euro wert. Die bayerische IG Metall deutete bereits Widerstand an. Bezirksleiter Jürgen Wechsler lehnte eine Übernahme von MAN durch Scania ab. MAN sei mit Standorten in München, Nürnberg und Augsburg erfolgreich und müsse erhalten bleiben, sagt er. MAN rechnet nach langsam überwundener Wirtschaftskrise dieses Jahr mit einem Umsatzplus von mehr als 20 Prozent. Im dritten Quartal vervielfachte sich der Überschuss auf 180 Millionen Euro.

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