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Marihuana-Aktien Spekulanten berauschen sich an Drogen

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Welche Aktien hochschießen

Uruguay gibt das Hanf frei

Die nationale Legalisierung könnte Bloomberg Industries zufolge womöglich eine 35 Milliarden Dollar bis 45 Milliarden Dollar schwere Branche schaffen. Das katapultiert manche Papiere jetzt schon extrem in die Höhe. Ein Beispiel ist die Aktie von Advanced Cannabis, das Räumlichkeiten und Anlagen an lizensierte Cannabis-Pflanzer vermietet.

Das Papier ging am Freitag mit 6,65 Dollar aus dem Handel. Verglichen mit 3,25 Dollar Ende 2013 entspricht dies in wenigen Tagen einem Plus von über 100 Prozent. Der Kurs hat sich also mehr als verdoppelt. Growlife, das Innenausstattungen für Pflanzer verkauft, zog von 15 Cents zum Jahresende im Hoch sogar auf rund 47 Cents an – eine Verdreifachung.

Der Kurs von Medbox, einem Hersteller von Verkaufsautomaten für Medikamente, ist seit Jahresbeginn um mehr als 85 Prozent gestiegen. Der Gras-Verkäufer Tranzbyte hat seit Anfang Januar 133 Prozent gewonnen. Bei GreenGro Technologies beläuft sich das Plus auf knapp 410 Prozent. Der Kurs des Dienstleisters für Ausgabestellen medizinischen Marihuanas zog zeitweise sogar um mehr als 1700 Prozent an.

Solche Kursgewinne können bei den Anlegern schon mal für glasige Augen sorgen. Doch es gibt auch skeptische Stimmen unter den Experten, die zur Vorsicht ermahnen. „Die Menschen flippen aus. Sie denken, sie haben den Heiligen Gral gefunden und recherchieren nicht“, sagt Frank Ingarra, leitender Händler von NorthCoast Asset Management LLC in Greenwich, Connecticut.

„Es könnte ein oder zwei geben, die überleben, aber bei solchen Verrücktheiten haben sich schon viele Leute die Finger verbrannt“, sagt der Branchenkenner Ingarra und warnt eindringlich: „Der Durchschnittsinvestor sollte sich das doppelt überlegen.“

Die Finanzaufsicht Financial Industry Regulatory Authority warnte die Anleger im August vor womöglich betrügerischen Anbietern von Aktien im Zusammenhang mit Gras und verwandten Dienstleistungen. Schwindler würden die Aktien erst anpreisen und dann im Rahmen eines so genannten „Pump-and-Dump‘‘-Betrugs verkaufen, hieß es in der E-Mail. Firmen wurden nicht genannt.

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4 Kommentare zu "Marihuana-Aktien: Spekulanten berauschen sich an Drogen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Merken die Menschen wirklich erst jetzt das auf dem Schwarzmarkt mit Cannabis Millionen wenn nicht sogar Milliarden verdient werden können.
    Dieses Geld wird nun in legale Wege gesteuert, was natürlich die Wirtschaft stärkt und mafiöse Strukturen schwächt.

  • "Auch hier, wie beim Alkohol, gilt: bitte nur Erwachsene (mind. 18+), wie natürlich auch die alte Weisheit: die Dosis macht das Gift!"

    Richtig. Und immer wieder, Aufklärung, Aufklärung, am besten ohne Drogen leben. Aber - das wird der Mensch nie tun, das gab es immer und wird es immer geben, genauso wie andere Stimulationen in allen Lebensbereichen.
    Erwachsene zu bevormunden ist Unsinn, wenn gleichzeitig chemische Sustanzen und vergärtes Obst oder Getreide vertickt werden dürfen, die weitaus schädlicher sind als die Stoffe aus Pflanzen, nur weil man die selbst herstellen kann.

  • Hallo, also zu den Portraits der bemitleidenswerten Herren & Damen aus dem "Club 27" möchte ich gerne ergänzen, dass nicht EINER von denen an Cannabis gestorben ist! Die haben sich allesamt entweder schlicht "kaputtgesoffen", oder sich H und was-weiss-ich-noch-alles gespritzt/geschnupft. In der Regel waren das alle Polytoxikomanen, oder wie man das nennt. Soweit es übrigens meinen Kenntnisstand anbelangt, hat THC gar keine lethale Dosis. Es ist nämlich keine Vergiftung, wie z.B. beim Alkohol, sondern wirkt komplett anders. Damit möchte ich diese Substanz aber keineswegs als harmlos erklären! Auch hier, wie beim Alkohol, gilt: bitte nur Erwachsene (mind. 18+), wie natürlich auch die alte Weisheit: die Dosis macht das Gift!

  • Auf diese Entwicklungen bin ich allerdings auch tatsächlich mal gespannt.
    Mal gucken ob es die Dot.com Blasen schlagen wird.
    Hanf kann man sich im Blumentopf selber züchten, der ganze Markt dazu steht ja auch noch in den Startlöchern.

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