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Marktbeobachter fürchten die Verstaatlichung des brasilianischen Bergbau-Riesen - Konzentration auf Erz hilft dem Papier Staatlicher Eingriff schadet CVRD-Aktie

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„Wenn die Regierung der CVRD die Strategien vorgeben wird, dann wird das den Profit schmälern und den Kurs drücken“, warnt Sebastian Luparia von JP Morgan. Dennoch glaubt kaum einer, dass sich am Strategieplan des Unternehmens bis 2010 so schnell etwas ändern wird.

Die Aktie des Bergbaukonzerns profitiert davon, dass die Aussichten für Eisenerz auf dem Weltmarkt weiterhin prächtig sind, vor allem wegen der stark gestiegenen Nachfrage aus China. „CVRD wird größere Mengen exportieren, bei weiter steigenden Preisen und profitiert zusätzlich von der stabilen lokalen Währung“, sagt Daniel Altman von Bear Stearns.

Durch massive Zukäufe hat der Konzern in den letzten Jahren sein Kerngeschäft der Eisenerzaktivitäten ausgebaut. Fünf Konkurrenten hat CVRD übernommen, darunter auch die brasilianische Thyssen-Tochter Ferteco. Damit ist der Konzern unangefochten die Nummer eins weltweit für Erz und Pellets. Die Analysten halten diesen größeren Eisenerzanteil für entscheidend für die künftige Renditeentwicklung der CVRD: Die drei dominierenden Anbieter auf dem Weltmarkt – CVRD, BHP Billiton und Rio Tinto – produzieren mit hohen Margen.

Der Konzern versucht zudem, das Brasilienrisiko zu verringern. Konzernpräsident Roger Agnelli will bei der Zentralbank erreichen, dass der Konzern seine Exporteinnahmen als Schuldgarantien verwenden darf, um so an den begehrten Investmentgrade zu gelangen. Zwar wird die CVRD bei Moody´s drei Grad besser als Brasilien insgesamt geführt. Doch mit dem Ba2-Risikoeinschätzung gelten Investitionen in die CVRD immer noch als hoch riskant. „Unser Ziel ist, das Unternehmensrisiko vom Land zu entkoppeln“, sagt Agnelli, „mit einem Investmentgrade könnten wir unsere Marktkapitalisierung um fast ein Viertel steigern.“ Doch mit der gestiegenen Staatsbeteiligung werden sich die Ratingagenturen eine Heraufstufung des Konzerns genau überlegen.

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