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Messengerdienst Slack kommt Börsengang näher

Das Unternehmen hat einen Antrag auf einen Börsengang gestellt. Spekuliert wird, dass Slack ein „Direct Listing“ anstrebt – und damit dem Beispiel von Spotify folgt.
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Die Slack-App wird in vielen Unternehmen als Alternative zur E-Mail verwendet. Quelle: Reuters
USA

Die Slack-App wird in vielen Unternehmen als Alternative zur E-Mail verwendet.

(Foto: Reuters)

New YorkDer US-Messengerdienst Slack rückt einem Börsengang näher: Wie das Unternehmen aus San Francisco am Montag bekannt gab, hat es bei den US-Aufsichtsbehörden einen Antrag für die Platzierung von Aktien gestellt. Einzelheiten zu Aktienverkaufsplänen gab Slack allerdings nicht bekannt

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg will Slack per „Direct Listing“ an die Börse gehen – und würde damit dem Beispiel von Spotify folgen. Der Musikstreamingdienst hatte im April als einziges großes Tech-Unternehmen mit einem direkten Listing den Börsengang gewagt.

Ein direktes Listing ist eher ungewöhnlich. Anders als bei einem klassischen IPO sehen Unternehmen bei dieser Art des Börsengangs von einem Schaulaufen vor Investoren ab, um Geldgeber von der Aktie zu überzeugen. Nur diejenigen, die bereits Aktien des Unternehmens haben, können ihre Papiere an der Börse platzieren.

Ein solcher Vorgang verhindert einige der klassischen Zeichnungsgebühren wie etwa für Investmentbanken und ermöglicht derzeitigen Anlegern den Verkauf von Aktien ohne Sperrfrist. Ein direktes Listing wäre für Slack aber auch mit wesentlichen Einschränkungen verbunden: Es würde das Unternehmen beispielsweise daran hindern, Geld durch die Ausgabe zusätzlicher Aktien einzunehmen.

Slack hat in mehreren Finanzierungsrunden bereits mehr als eine Milliarde Dollar eingesammelt und wird derzeit mit sieben Milliarden Dollar bewertet. Bloomberg berichtet unter Berufung auf Insider, dass das Unternehmen bei einem Börsengang eine Bewertung von bis zu zehn Milliarden Dollar erzielen könnte. Der Schritt soll voraussichtlich im zweiten Quartal erfolgen.

Vertreter von Goldman Sachs, Morgan Stanley und Allen & Co. beraten laut Bloomberg den Chat-Dienst, lehnten eine Stellungnahme aber ab. Sie hatten auch Spotify bei dessen Börsennotierung unterstützt. Bei dem Musikdienst hatten sich die Kursschwankungen zunächst in Grenzen gehalten. Mittlerweile notiert die Spotify-Aktie allerdings rund 20 Prozent unter ihrem Kursschluss am ersten Handelstag.

Bei einem direkten Listing entsteht der Einstandspreis für eine Aktie am Tag des Börsengangs nur durch Angebot und Nachfrage. Eine Regulierung oder Stabilisierung durch eine Investmentbank fällt weg. Dadurch kann der Kurs in den ersten Handelstagen sehr volatil sein.

Die App des Start-ups Slack wird vor allem geschäftlich genutzt. Mitarbeiter können in offenen und geschlossenen Kanälen miteinander kommunizieren. In vielen Unternehmen wird Slack als Alternative zur E-Mail verwendet. Im vergangenen Jahr hatte die App mehr als acht Millionen täglich aktive Nutzer.

Mit Material von Bloomberg

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