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Metallrecycler Befesa Börsenkandidat lockt Finanzinvestoren an

Der Börsengang des deutsch-spanischen Metallrecyclers Befesa könnte noch vereitelt werden. Das Unternehmen soll ins Visier mehrerer Finanzinvestoren geraten sein. Eine Entscheidung könnte kommende Woche fallen.
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Der Metallrecylcer Befesa hat Finanzinvestoren angelockt. Quelle: AP
Metall-Recycling

Der Metallrecylcer Befesa hat Finanzinvestoren angelockt.

(Foto: AP)

Frankfurt/LondonMehrere Finanzinvestoren zeigen Finanzkreisen zufolge Interesse am deutsch-spanischen Metallrecycler Befesa und könnten damit dessen Börsengang noch vereiteln. CVC, Blackstone und die Holding des britischen Investors Len Blavatnik, Access Industries, hätten unverbindliche Gebote für Befesa abgegeben, sagten mehrere mit den Plänen vertraute Personen am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen, in dem die ehemals an der Börse gelistete B.U.S. Berzelius aufgegangen war, werde dabei mit bis zu 1,4 Milliarden Euro bewertet.

Der Finanzinvestor Triton hatte Befesa 2013 für rund 1,1 Milliarden Euro einschließlich Schulden von der spanischen Abengoa gekauft. Das Unternehmen mit Sitz in Luxemburg recycelt Stahlstaub aus der Stahlindustrie und Salzschlacken aus der Aluminiumbranche und hat damit in den vergangenen zwölf Monaten einen operativen Gewinn (Ebitda) von rund 150 Millionen Euro erwirtschaftet.

Von Vapiano bis Hellofresh
Vapiano
1 von 10

Italienische Küche nach dem sogenannten Fast-Casual-Prinzip – das ist Vapiano. In der Branche der Systemgastronomie gehörte das Unternehmen aus Hamburg viele Jahre zu den am schnellsten wachsenden Vertretern. Inzwischen gibt es 180 Restaurants in 31 Ländern. Das Unternehmen ist jedoch nicht frei von Kritik und musste sich bereits mit Vorwürfen zu manipulierten Arbeitszeiten und der Verwendung abgelaufener Lebensmittel befassen.

Erstnotiz: 27. Juni

Zeichnungsfrist: 15. bis 26. Juni

Preisspanne: 21 bis 27 Euro

Emissionsvolumen: bis zu 200 Millionen Euro, davon 85 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 512 bis 634 Millionen Euro

Begleitende Banken: Barclays, Jefferies, Berenberg

Eigentümer: Mayfair/Familie Herz (44 Prozent), Firmengründer Gregor Gerlach (30 Prozent), Wella-Erben Hans-Joachim und Gisa Sander (25 Prozent)

Quellen: Reuters/Angaben der Unternehmen, Informationen aus Finanzkreisen und Medienberichte

(Foto: dpa)
Delivery Hero
2 von 10

Wer Essen online bestellt, kommt an Delivery Hero nur noch schwer vorbei. Das internationale Netzwerk umfasst die auf dem deutschen Markt bekannten und tätigen Bestellplattformen Pizza.de, Lieferheld und Foodora. Aber auch in 32 weiteren Ländern wie Brasilien, Indien, Australien und den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Aktiengesellschaft vertreten.

Erstnotiz: 30. Juni

Zeichnungsfrist: 20. bis 28. Juni

Preisspanne: 22 bis 25,50 Euro

Emissionsvolumen: bis zu 996 Millionen Euro, davon rund 450 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 3,8 bis 4,4 Milliarden Euro

Begleitende Banken: Citi, Goldman Sachs und Morgan Stanley

Eigentümer: Rocket Internet (35 Prozent), Naspers (10 Prozent) und weitere Investoren

(Foto: Reuters)
Noratis
3 von 10

Der Wohnimmobilieninvestor aus Eschborn sieht den boomenden Immobilienmarkt als Chance für einen Börsengang. Noratis sucht man in den Metropolen vergebens. Der Investor konzentriert sich nämlich auf sogenannte B- und C-Städte und kauft dort Wohnung mit „Entwicklungspotenzial“. Die Immobilien werden anschließend bautechnisch und energetisch aufgewertet und wieder verkauft.

Erstnotiz: 30. Juni

Zeichnungsfrist: 21. bis 27. Juni

Preisspanne: 18,75 bis 22,75 Euro

Emissionsvolumen: 45,5 Millionen Euro plus Greenshoe

Börsenwert: bis zu 91 Millionen Euro

Begleitende Bank: ICF Bank

Eigentümer: Firmengründer Oliver Smits, IA Hansahold und Vorstandschef Christian Bugarski

(Foto: YouTube Screenshot)
JOST-Werke
4 von 10

Auch der Lkw-Zulieferer aus Neu-Isenburg strebt an die Börse. Noch vor wenigen Jahren konnte eine Pleite des Herstellers von Anhängerkupplungen und Hydrauliksystemen nur knapp abgewendet werden. Seitdem geht es bei Jost aber wieder bergauf. Das Unternehmen beschäftigt 2.500 Menschen und hat Vertriebs- und Fertigungsstätten in 18 Ländern.

Erstnotiz: im Juli erwartet

Emissionsvolumen: offen

Börsenwert: bis zu 800 Millionen Euro (erwartet)

Begleitende Banken: JPMorgan, Deutsche Bank, Commerzbank (erwartet)

Eigentümer: Cinven (64 Prozent)

(Foto: Jost)
Befesa
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Die Unternehmensgruppe, die noch bis 2013 zum kriselnden spanischen Mischkonzern Abengoa gehörte, ist im Bereich des Recyclings von Metallen sowie der Gewinnung und Vermarktung von Wasser tätig. In Duisburg findet sich neben der Befesa Steel Services GmbH auch die Befesa Zinc GmbH. Die Befesa Salzschlacke GmbH ist wiederum in Hannover beheimatet.

Erstnotiz: im Juli erwartet

Emissionsvolumen: 450 bis 500 Millionen Euro, davon 100 Millionen Euro aus Kapitalerhöhung

Börsenwert: 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro

Begleitende Banken: Goldman Sachs, Citi

Eigentümer: Triton (Finanzinvestor)

(Foto: dpa)
HelloFresh
6 von 10

Seit 2011 ist das deutsche Unternehmen mit seinen Kochboxen auf dem Markt. Verbraucher können Pakete bestellen, in denen vorbereitete Zutaten mit einem Rezept enthalten sind. Von Geschäftsjahr zu Geschäftsjahr wurden sowohl Umsatz als auch Verlust vervielfacht. Ein für 2015 geplanter Börsengang wurde einst auf unbestimmte Zeit verschoben.

Erstnotiz: im Herbst möglich

Emissionsvolumen: offen

Börsenwert: rund zwei Milliarden Euro

Begleitende Banken: Morgan Stanley, JPMorgan, Deutsche Bank

Eigentümer: Rocket Internet (53 Prozent), weitere Risikokapital-Investoren

(Foto: obs)
Novomatic
7 von 10

Der Glücksspielkonzern aus Österreich betreibt Spielbanken, elektronische Casinos, Sportwettlokale und vermietet Glücksspielgeräte, die unter anderem auch selbst entwickelt werden. Die Aktiengesellschaft ist in 80 Staaten der Welt tätig und verfügt über zahlreiche Tochterunternehmen, darunter die Admiral Sportwetten GmbH.

Erstnotiz: im Herbst geplant

Emissionsvolumen: bis zu 1,8 Milliarden Euro

Börsenwert: sechs Milliarden Euro

Begleitende Banken: Bank of America Merrill Lynch, Credit Suisse

Eigentümer: Familie von Firmengründer Johann Graf

(Foto: Reuters)

Triton treibt derzeit - wie bei Finanzinvestoren üblich - den Verkaufsprozess und einen Börsengang vor der Sommerpause parallel voran. Eine Grundsatzentscheidung dürfte bald fallen. Die offizielle Ankündigung der Emission an der Frankfurter Börse müsste in der nächsten Woche veröffentlicht werden, wenn Befesa den Sprung noch schaffen will, bevor die Investoren Mitte Juli in Urlaub gehen. Für beide Alternativen hat Triton die Investmentbanken Citi und Goldman Sachs angeheuert. Sie bereiten Insidern zufolge Kreditpakete von bis zu einer Milliarde Euro vor, die den Finanzinvestoren eine Übernahme erleichtern sollen. Triton und die genannten Beteiligungsfirmen wollten sich nicht zu den Informationen äußern.

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