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Microsoft-Aktie Spottende Nutzer, aber glückliche Aktionäre

Microsoft sieht seine Zukunft in der „Post-PC-Ära“. Doch beim Wettlauf mit Tablets, Smartphones und der Cloud läuft Microsoft der Konkurrenz hinterher. Trotzdem steigt die Aktie unbeirrt weiter.
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Satya Nadella ist seit Februar Microsoft-Chef. Seine Vision: „Mobile first“ und „Cloud first“. Quelle: Reuters

Satya Nadella ist seit Februar Microsoft-Chef. Seine Vision: „Mobile first“ und „Cloud first“.

(Foto: Reuters)

Wer bei Google mehr über Microsoft erfahren möchte und nach dem Jahresbericht sucht, der findet. Und zwar einerseits die aktuellen Zahlen des US-Konzerns, andererseits eine „Word“-Vorlage für Jahresberichte. Microsoft in a nutshell, sozusagen. Doch das Unternehmen ist natürlich weit mehr als nur Entwickler von Office-Programmen. Es ist weltweit führender Hersteller von PC-Software, darunter Betriebssysteme, Serversoftware, Anwendungsprogramme oder auch Unterhaltungsangebote. Microsoft hat internationale Standards gesetzt und ist eine der wertvollsten Marken des Planeten. Damit das auch so bleibt, soll nun ausgerechnet das ursprüngliche Softwaregeschäft überwunden werden: Die „Post-PC-Ära“ ist eingeleitet.

Verantwortlich dafür ist unter anderem der neue CEO bei Microsoft, erst der dritte der Unternehmensgeschichte. Satya Nadella wurde im Februar offiziell auf diesen Posten befördert. Er knüpfte umgehend an die begonnenen Umstrukturierungsmaßnahmen seines Vorgängers an: Steve Ballmer, vierzehn Jahre lang der erste Mann beim IT-Giganten, hatte 2013 die Strategie „One Microsoft“ ausgerufen.

Nach innen wurde die Organisation auf vier Kernbereiche reduziert: Betriebssysteme, Hardware, Anwendungen und Cloud. Nach außen soll Microsoft als ein einheitliches Unternehmen mit einer ganzheitlichen Betrachtungsweise von Konsumenten und Märkten werden. Das sei eine Reaktion auf das schnelllebige Branchenumfeld und die starke Konkurrenz. Nadella weiß: Das neue Ziel ist eine Welt des „mobile-first“ und „cloud-first“. „Es ist eine reichhaltige Leinwand für Innovation und eine große Wachstumschance für Microsoft quer durch alle unsere Kundensegmente.“

Beliebtester Arbeitgeber Deutschlands – unbeliebtester Browser der Welt

Wachstum kann der Konzern schon jetzt vorweisen: Der Umsatz stieg 2013 auf 77,8 Milliarden US-Dollar, das waren 4,1 Milliarden mehr als noch im Vorjahr. Gleichzeitig liegt die Umsatzrendite seit rund zehn Jahren zwischen 25 und 33 Prozent. Das sind der großen Zahlen noch nicht genug: Microsofts Marktkapitalisierung beträgt zirka 255 Milliarden US-Dollar bei einer Mitarbeiterzahl von 99.000 (2013, ohne Nokia). Laut dem aktuellen Ranking von „Great Place to Work“ ist das Unternehmen sogar der beliebteste Arbeitgeber Deutschlands mit etwa 2.700 Angestellten.

Das operative Geschäft vermieste den Redmondern übrigens die EU-Kommission: Das Kartellverfahren wegen Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung von 2009 wurde unter der Bedingung eingestellt, dass Microsoft seinen Kunden mehr Browser-Vielfalt bietet, statt nur den eigenen Internet Explorer zu bewerben. Weil das aber nicht genügend umgesetzt wurde, setzte es 2013 eine Strafe in Höhe von 561 Millionen Euro.

A propos Internet Explorer: Das einstige Maß der Dinge unter den Webbrowsern ist mittlerweile zum Gespött der Netzgemeinde avanciert. Zu langsam, zu rückständig sagen viele im Vergleich zum neuen Primus Google Chrome. Vielleicht ist gerade deshalb der Schritt zu mobilen Geräten und Cloud-Diensten der richtige.

„Tradition hat hier nichts verloren“
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  • Für Windows XP gibt es keinen Support mehr. Deshalb werden jetzt neue PCs mit moderneren Betriebssystemen wie Windows 8.1. angeschafft. Das führt zu steigenden Umsätzen bei Microsoft.

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