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Nach Bericht über Privatisierung Möglicher Einstieg von Hotelkonzern Accor treibt Air-France-Kurs nach oben

Der Hotelkonzern Accor soll Interesse haben, dem französischen Staat Air-France-Anteile abzukaufen. Die Anleger greifen zu.
Update: 04.06.2018 - 15:04 Uhr Kommentieren
Air France: Möglicher Einstieg von Accor beflügelt Aktie Quelle: Reuters
Air France

An der Börse kommen die Spekulationen über einen möglichen Einstieg von Accor bei der französischen Fluglinie gut an.

(Foto: Reuters)

FrankfurtEuropas größter Hotelbetreiber AccorHotels wirft ein Auge auf Air-France-KLM. Man befasse sich erneut mit einem Einstieg bei der französisch-niederländischen Fluggesellschaft, teilte Accor mit. Man sei in einer sehr frühen Phase dabei, Machbarkeit und Bedingungen dafür zu prüfen.

Zu gegebener Zeit werde Accor mit der Fluglinie sprechen. „Es ist nicht sicher, dass diese Initiativen zu einer Übereinkunft oder zu irgendeiner Art der Umsetzung führen“, fügte der Hotelbetreiber hinzu.

Zuvor hatte die Zeitung „Les Echos“ am Sonntag berichtet, die französische Regierung erwäge ihre 14,3-prozentige Beteiligung an der Fluglinie ganz oder in Teilen zu verkaufen. Es gebe dazu eine Interessensbekundung von Accor. Die Airline und die Regierung äußerten sich dazu nicht.

Die Aktien der Fluggesellschaft erhielten am Montag kräftigen Aufwind und lagen am frühen Nachmittag sieben Prozent im plus. Accor-Titel verloren dagegen etwa sechs Prozent.

Experten werteten eine stärkere Bindung Accors an die Airline grundsätzlich positiv, um mittels Paketangeboten für Reisende besser mit Online-Rivalen wie Expedia und Booking.com zu konkurrieren. „Aber wir fragen uns, warum man das nicht mit einer kommerziellen Partnerschaft erreichen kann ohne einen Aktienanteil“, sagte Bernstein-Analyst Caius Slater.

Die Nachricht schürte derweil Fusionsfantasien in der Luftfahrtbranche, sagten Börsianer. Die Aktien der Konkurrenten Lufthansa, Ryanair, EasyJet und der British Airways-Mutter IAG legten jeweils etwa zwei bis drei Prozent zu.

AccorHotels betreibt mehr als 4000 Hotels - von Luxushäusern wie Sofitel bis zu Billigmarken wie Ibis. Air France KLM steckt derweil in Turbulenzen. Von Februar bis Anfang Mai streikten Beschäftigte an 15 Tagen, was nach Unternehmensangaben 400 Millionen Euro kostete.

Nach dem Rücktritt von Air-France-Chef Jean-Marc Janaillac Anfang Mai übernahm übergangsweise ein Führungsteam unter Finanzchef Frederic Gagey das Ruder, allerdings mit begrenzter Entscheidungsgewalt.

KLM-Chef Pieter Elbers, der auch als Kandidat für die Janaillac-Nachfolge gilt, äußerte sich auf einer Branchenkonferenz in Sydney nicht zu dem Bericht, betonte aber: „Ja, Air France muss restrukturiert werden.“ Es habe zwar Fortschritte geben, aber noch nicht genug.

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