Nach Hacker-Angriff Gemalto-Aktie bricht ein

Der SIM-Karten-Hersteller Gemalto ist angeblich gehackt worden – und zwar von den Geheimdiensten NSA und GCHQ. Anleger stoßen die Aktie ab. Das Papier erlebt den schwärzesten Tag der Unternehmensgeschichte.
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Wurde der Chipkartenhersteller Gemalto gehackt? Anleger glauben: Ja. Quelle: AFP
Gemalto-Gebäude

Wurde der Chipkartenhersteller Gemalto gehackt? Anleger glauben: Ja.

(Foto: AFP)

FrankfurtSpekulationen auf einen Hacker-Angriff der Geheimdienste NSA und GCHQ haben Gemalto am Freitag auf Talfahrt geschickt. Die Aktien des niederländischen Anbieters von SIM-Karten für Mobiltelefone fielen um bis zu zehn Prozent auf 65,43 Prozent. Das ist einer der größten Kursstürze der Unternehmensgeschichte. Dabei wechselten innerhalb der ersten Handelsstunde bereits fast doppelt so viele Gemalto-Papiere den Besitzer wie an einem gesamten Durchschnittstag.

Das Nachrichten-Portal „Intercept“ berichtete unter Berufung auf Dokumente des früheren NSA-Mitarbeiters Edward Snowden, der US-Geheimdienst und sein britisches Pendant GCHQ hätten sich Zugang zu den Passwörtern verschafft, mit denen Handy-Telefonate und mobile Internet-Verbindungen verschlüsselt werden. Dadurch könnten sie Verbindungen auch ohne Genehmigung von Regierungen oder Telekomfirmen weltweit überwachen. GCHQ wollte sich zu diesem Thema nicht äußern. Die NSA war für einen Kommentar zunächst nicht zu erreichen.

Gemalto teilte nicht mit, ob das Unternehmen gehackt worden ist. Ihr Unternehmen nehme diesen Bericht aber sehr ernst und habe Untersuchungen eingeleitet, betonte eine Sprecherin. Gemalto stellt Chips für Mobiltelefone, Bank-Karten und biometrische Ausweise her.

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