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Nach Rekordergebnis Gewinnmitnahmen bremsen BMW-Aktie nur kurz

Beim Autobauer BMW laufen die Geschäfte blendend. Von Autokrise ist nichts mehr zu spüren, im dritten Quartal erzielte der Konzern vor Steuern sogar ein Rekordergebnis. Zwar nehmen einige Anleger nach den Zahlen Gewinne mit, die Aktie erweist sich aber als sehr widerstandsfähig. Analysten gehen davon aus, dass sie noch viel Kurspotenzial hat.
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BMW-Produktion in Spartanburg: In den USA und China steigt der Absatz kräftig an. Quelle: dpa

BMW-Produktion in Spartanburg: In den USA und China steigt der Absatz kräftig an.

(Foto: dpa)

MÜNCHEN. Der Autobauer BMW hat mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen erfüllt: Der Gewinn lag elf Mal so hoch wie im dritten Quartal 2009 und übertraf die Schätzungen der Analysten. Ihre Jahresprognose erhöhten die Münchener daraufhin sowohl für den Gewinn als auch die operative Rendite.

Einigen Anlegern war das allerdings nicht genug: Nach den massiven Gewinnen im laufenden Jahr beherzigten sie die die Devise "Sell on good news" und verkauften BMW-Aktien. Die Papiere gaben im frühen Handel 2,4 Prozent nach und waren damit größter Verlierer im Dax. Eine Stunde nach Handelsbeginn hatten die Aktien ihre Verluste aber bereits fast vollständig aufgeholt und notierten mit 52,25 Euro nahe ihres Rekordhochs von 52,99 Euro.

BMW-Aktien haben seit Jahresbeginn gut 60 Prozent zugelegt - minimal weniger als VW-Aktie, die unter den Dax-Werten seit Januar die höchsten Gewinne eingefahren haben. Grund für die euphorische Stimmung der Anleger ist die rasante Wende im Autosektor. Von der schweren Krise des Jahres 2009 ist in der Branche nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Die Geschäfte laufen glänzend wie selten zuvor - insbesondere dank des boomenden chinesischen Marktes.

BMW schaffte dank der hohen Nachfrage nach Luxusautos aus China und dank deutlich steigender Absätze auf dem US-Markt im dritten Quartal ein Rekordergebnis: Der Vorsteuergewinn betrug 1,4 Mrd. Euro nach 126 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auch unter dem Strich steigerte der Konzern das Ergebnis massiv von 78 Mio. auf 874 Mio. Euro, der Umsatz wuchs um mehr als ein Drittel von 11,76 Mrd. auf 15,94 Mrd. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet BMW-Vorstand Norbert Reithofer nun eine "signifikante Steigerung" des Konzernergebnisses und eine operative Marge von über sieben Prozent. Bisher lag die Zielmarke für die Marge bei fünf Prozent.

Bei Analysten liegt BMW ungeachtet der deutlichen Kursgewinne im laufenden Jahr nach wie vor hoch im Kauf. Nach Angaben von Bloomberg empfehlen zurzeit 29 Experten die Aktie zum Kauf, zehn sagen "halten" und nur drei raten dazu, Gewinne mitzunehmen.

Zu den größten Optimisten gehört Stefan Burgstaller von Goldman Sachs. Er geht davon aus, dass die gesamte Autobranche 2012 dank des Absatzwachstums, struktureller Kostensenkungen sowie möglicher positiver Währungseffekte ein neues Gewinnhoch erreichen wird. BMW sollte vor allem von hohen Verkaufszahlen im Oberklassesegment profitieren, meint Burgstaller. Auch nach der sehr guten Kursentwicklung seit Jahresanfang habe das Papier eines der höchsten Kurspotenziale im Sektor. Der Goldman-Analyst empfiehlt die Aktie mit einem Kursziel von 80 Euro zum Kauf - im Vergleich zum aktuellen Kurs wäre das ein Plus von mehr als 50 Prozent.

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