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Netzstimmen zum Börsengang „Facebook ist das Hertha BSC der Nasdaq“

Auch am dritten Handelstag ist die Facebook-Aktie weiter eingebrochen. Der vermurkste Börsengang des sozialen Netzwerks sorgt bei Facebook und Twitter für kontroverse Diskussionen sowie viel Hohn und Spott.
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Die erste Börsenbilanz für Facebook sieht mehr als ernüchternd aus: Die Aktie brach an den ersten Handelstagen immer weiter ein. Quelle: dpa

Die erste Börsenbilanz für Facebook sieht mehr als ernüchternd aus: Die Aktie brach an den ersten Handelstagen immer weiter ein.

(Foto: dpa)

Unter dem Hashtag #Facebook, das am Mittwoch „trending“ war, also zu den am meisten kommentierten Themen gehörte, lästerten die Twitterer über den vermasselten Börsenstart von Mark Zuckerbergs Web 2.0-Imperium: „Facebook, das Hertha BSC der Nasdaq“, stichelte beispielsweise @ mplusk_.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit seiner frisch vermählten Gattin Priscilla Chan. Quelle: dapd

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit seiner frisch vermählten Gattin Priscilla Chan.

(Foto: dapd)

„Ich grüße alle, die am Freitag teure Facebook-Aktien gekauft haben und wünsche ihnen gute Nerven beim Blick auf den Kurs“, zwitscherte @dokape mitleidvoll in die Runde. Und @PickiHH kommentierte den Einbruch der Facebook-Aktie so:  „Vor 12 Jahren ist die Blase langsamer geplatzt. Aber das ist wie mit dem Bier und dem Klo: Gehste einmal, gehste immer.“ Voller Sarkasmus auch der Tweet von @kuttenmonster: „Glückwunsch an alle Facebook-Kleinaktionäre, die mit ihrer sauer ersparten Kohle die Zuckerberg-Hochzeit vergolden.“

Auch auf der Facebook-Seite des Handelsblatt war der stetig fallende Kurs der Facebook-Aktie ein Thema. „Beim Facebook-Börsengang drückten vielen Investoren den 'Lick me'-Button“, schreibt beispielsweise Nutzer Guido Pauly II. Ein Aktienchart mit dem Kurs vom 22. Mai, den das Handelsblatt auf seiner Fanpage online gestellt hatte, wurde über 400 Mal geliket, hundertfach über Facebook verbreitet und kontrovers diskutiert. „Facebook kann sich trotzdem freuen. Geld bringt es denen allemal“, schreibt Nutzer Philipp Schmick.

Für Christoph Steger ist der Sturz der Aktie „die Quittung für den übertriebenen Hype im Vorfeld“. Und Bella Belgüzar Günay sieht das Facebook-Fiasko vor allem als Marketing-Gag: „Noch günstigere Werbung gibt es gar nicht! So oder so gewinnt, Zuckerberg. Was für eine Marketingstrategie. Einfach und gut.“

Dass der Börsengang des weltweit größten sozialen Netzwerks derart in die Hose gehen würde, das hatten viele Facebook-Fans der Handelsblatt-Page offenbar schon im Vorfeld geahnt: Die meisten Nutzer antworteten beim Voting unter dem Motto„Haben Sie mit einem derartigen Absturz der Facebook-Aktie gerechnet?“ mit einem klaren „Ja“, nur eine Minderheit klickte auf „Nein“. Auch bei Twitter war man sich in dieser Frage einig: „Das war so klar! Gier frisst Hirn. War schon immer so“, konstatierte @ aesthetix.

@guck_mal zwitscherte, wie man „bei einer derartigen Überbewertung nicht damit rechnen“ könne, dass die Aktie einknickt. Auch @Plaz3bo stößt ins gleiche Horn: „So ein starker Einbruch war zu erwarten. Die Aktie war mehr als nur überbewertet.“ @alvar_f meint: „Viel Rauch um wenig. Hatten wir vor 12 Jahren schon mal. Wobei Facebook ja wenigstens Einnahmen hat.“ Facebook-Nutzerin Renate Beckers schaut indes schon mal in die Zukunft. Ironisch fragt sie, ob es die Facebook-Aktie „demnächst für 1,99 Euro beim Discounter“ gebe.

Einige Anleger bezweifeln derweil, dass beim Börsengang alles mit rechten Dingen zuging. Zudem kursieren Gerüchte, dass mehrere Banken kurz vor Börsenstart ihre Prognosen für das soziale Netzwerk heruntergesetzt haben. Sicher ist: Facebooks Börsendebüt ist eine Geschichte, die sowohl Aktionäre als auch das Web 2.0 noch eine Weile beschäftigen wird...

 

 

 

 

 

 

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