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Neuemission Finanzinvestor EQT legt perfekten Börsenstart hin – Aktie legt 25 Prozent zu

Der Kurs des EQT-Papiers steigt etwa 20 Minuten nach Handelsbeginn auf 84 Kronen an. Damit liegt es deutlich über dem Ausgabepreis von 67 Kronen.
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Aktie von Finanzinvestor EQT legt nach Börsengang 25 Prozent zu Quelle: Reuters
Stockholm

Der schwedische Finanzinvestor EQT hat seinen Sitz in der Hauptstadt Schwedens.

(Foto: Reuters)

Stockholm Der Börsengang des schwedischen Finanzinvestors EQT ist geglückt: Am ersten Handelstag, dem heutigen Dienstag, stieg die Aktie der Beteiligungsgesellschaft direkt um 25 Prozent an. Der Ausgabepreis lag bei 67 Kronen (6,26 Euro) – bereits etwa 20 Minuten nach Handelsbeginn war der Kurs auf 84 Kronen gestiegen. Damit ist das Unternehmen mehr als 64 Milliarden Kronen (rund 6 Milliarden Euro) wert.

Die 1994 gegründete Investmentgesellschaft hatte zuvor bekanntgegeben, die Aktien sollen im Bereich zwischen 62 und 68 Kronen kosten. 190 Millionen Aktien umfasste das Angebot insgesamt – das sind rund 21 Prozent des gesamten Aktienkapitals.

Wie EQT in Stockholm erklärte, war das Angebot etwa zehnfach überzeichnet. Zu den Investoren zählen internationale und einheimische institutionelle Anleger, doch auch Kleinaktionäre zeigten ein großes Interesse an den Aktien.

Der Börsengang von EQT ist einer der größten einer Beteiligungsfirma in Europa in den vergangenen 25 Jahren. Haupteigner von EQT war vor dem Börsengang die einflussreiche schwedische Industriellenfamilie Wallenberg. Sie hielt rund 23 Prozent an dem Finanzinvestor.

Auch nach dem Börsengang bleibt die Wallenberg-Familie über ihre eigene Investmentfirma einer der größten EQT-Aktionäre. Man habe „einen begrenzten Teil“ seiner EQT-Aktien für rund 1,6 Milliarden Kronen verkauft, nach dem Verkauf besitze man weiterhin 177 Millionen EQT-Aktien.

Umgerechnet rund 40 Milliarden Euro stecken in den Fonds des Finanzinvestors, ihm gehören Unternehmen mit einem weltweiten Umsatz von etwa 19 Milliarden Euro und mehr als 110.000 Mitarbeitern.

Deutschland zählt zu den wichtigsten Märkten der Schweden. So ist EQT unter anderem am Prothesenhersteller Ottobock, dem Immobilienunternehmen Technologiepark und dem Kfz-Shop kfzteile.de beteiligt. Neben Deutschland zählt der nordeuropäische Raum zu den bevorzugten Regionen des Finanzinvestors.

Verzicht auf Quartalsberichte

Kritik erhielt EQT im Vorfeld des Börsengangs, da das Unternehmen keine Quartalsberichte veröffentlichen will. Man werde vermutlich nur einen Halbjahresbericht sowie den Jahresabschluss veröffentlichen, teilte das Unternehmen Anfang dieses Monats mit und erklärte, dass man mit der Stockholmer Börse im Dialog darüber stünde.

„Will man seinen Aktionären die Zahlen nicht jeden dritten Monat vorlegen, sollte man vielleicht nicht an der Börse notiert sein“, kritisierte Joakim Bornold, Analyst bei der Stockholmer Beratungsfirma Söderberg & Partners. Eine EQT-Sprecherin betonte, dass man aber dem Regelwerk in Bezug auf Kommunikation für gelistete Unternehmen folgen werde.

Die Stockholmer Börse erlaubt es Unternehmen, auf die viermalige Veröffentlichung von Quartalsberichten zu verzichten. Lediglich die Veröffentlichungen von Halbjahresbilanz und Jahresabschluss schreibt sie vor.

Für das EQT-Management könnte der Börsengang einen wahren Geldregen auslösen. Der jetzige EQT-Chef Christian Sinding besitzt vier Prozent der Aktien im Wert von rund 2,4 Milliarden Kronen. Conny Jonsson, einer der EQT-Gründer, kommt sogar auf vier Milliarden Kronen für seinen 6,5-prozentigen Anteil.

Mehr: Anheuser-Busch nimmt mit dem Börsengang seines Asiengeschäfts rund fünf Milliarden Dollar ein. Ursprünglich sollte es mal doppelt so viel sein.

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