Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Neuemissionen Börsengänge dürften 2019 wohl unterdurchschnittlich bleiben

Der Börsenjahrgang 2019 ist so gut wie abgeschlossen. Zwar sind zwei Schwergewichte neu an den Markt gegangen, aber die Performance der Newcomer ist erschreckend schlecht.
Kommentieren
Das Emissionsvolumen lag im bisherigen Jahresverlauf bei 3,8 Milliarden Euro – und damit unterm Durchschnitt. Quelle: dpa
Dax-Kurve im Handelssaal der Frankfurter Börse

Das Emissionsvolumen lag im bisherigen Jahresverlauf bei 3,8 Milliarden Euro – und damit unterm Durchschnitt.

(Foto: dpa)

Frankfurt Das Jahr 2019 wird bei den Börsengängen in Deutschland aller Voraussicht nach nicht mit Prädikat abschließen. Das Emissionsvolumen im bisherigen Jahresverlauf liegt bei rund 3,8 Milliarden Euro und damit unter dem langjährigen Durchschnitt von vier Milliarden Euro. Und es sieht aktuell nicht danach aus, als ob noch größere Transaktionen bis Weihnachten über die Bühne gehen.

Während dieses Jahr schon weitgehend abgehakt ist, richten sich die Blicke auf 2020. Stefan Weiner, Chef des Aktienmarktgeschäfts bei JP Morgan, ist „vorsichtig optimistisch“ gestimmt und kann sich IPOs im Rahmen von drei bis vier Milliarden Euro im kommenden Jahr vorstellen.

Nach den Börsengängen von der Volkswagen-Nutzfahrzeugsparte Traton und des Softwarekonzerns Teamviewer hoffen die Investmentbanker und Berater fürs nächste Jahr vor allem auf Konzernabspaltungen. Die Aufzugsparte von Thyssen-Krupp wäre ein Kandidat, allerdings gibt es hier auch viele Interessenten für eine Übernahme, darunter Finanzinvestoren und Konkurrenten.

Verflüchtigt haben sich die IPO-Pläne für Vitesco, der Antriebssparte von Continental. Stattdessen bekommen die bisherigen Conti-Aktionäre wahrscheinlich im Rahmen eines sogenannten Spin-Offs Anteile von Vitesco ins Depot gebucht. Die Tochter soll über eine Abspaltung im nächsten Jahr komplett an die Börse gebracht werden, bei einer Neuemission wäre es nur ein Teil gewesen.

Ein ähnliches Manöver hat beispielsweise Metro mit Ceconomy durchexerziert. Auch Siemens Energy – die Energiesparte des Münchener Konzerns – wird so separat an die Börse kommen. Verbleibt als letzter vermeintlicher Mega-Börsengang nur noch der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea, den der Chemiekonzern BASF auf die Börse vorbereitet. Vor dem zweiten Halbjahr 2020 ist das Debüt aber nicht zu erwarten.

Trotzdem rechnet Weiner von JP Morgan unter dem Strich im kommenden Jahr mit einer „hohen einstelligen Zahl“ an Börsengängen mit einem Volumen von jeweils mindestens 100 Millionen Euro. „Geopolitische Spannungen halten Börsenkandidaten weiterhin in Atem und erfordern Flexibilität und Agilität in der Zeitplanung“, meint Martin Steinbach, Partner und Leiter des Bereichs IPO and Listing Services bei EY.

Für die Aktionäre waren die deutschen IPOs in diesem Jahr kein Segen. Abgesehen vom IT-Dienstleister Frequentis notieren alle Newcomer – also Teamviewer, Traton und die Global Fashion Group – unter dem ersten Kurs bei der Emission.

Mehr: Das Silicon Valley wehrt sich gegen lukrative Einnahmequelle der Wall-Street-Banken.

Der Handelsblatt Expertencall
Startseite

Mehr zu: Neuemissionen - Börsengänge dürften 2019 wohl unterdurchschnittlich bleiben

0 Kommentare zu "Neuemissionen: Börsengänge dürften 2019 wohl unterdurchschnittlich bleiben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.