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Zürich

Die Schweizer Börse SIX.

(Foto: dpa)

Neuemissionen Informatik-Dienstleister Software One gibt Startschuss für Börsengang

Das schweizerische Unternehmen plant einen Börsengang, um sich Zugang zum Kapitalmarkt zu verschaffen und seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen.
Update: 30.09.2019 - 12:05 Uhr Kommentieren

Zürich An der Schweizer Börse zeichnet sich der fünfte Zugang des Jahres ab. Der Softwarehändler Software One plant im vierten Quartal den Sprung aufs Börsenparkett in Zürich. Mit dem Schritt solle der Bekanntheitsgrad des Unternehmens erhöht und Zugang zum Kapitalmarkt erlangt werden, teilte der Börsenaspirant am Montag mit.

Details nannte die Firma nicht, doch üblicherweise dauert es von der offiziellen Ankündigung bis zur Erstnotiz rund vier Wochen. Nach früheren Aussagen von Insidern dürfte die Firma auf einen Börsenwert von vier Milliarden Franken (3,7 Milliarden Euro) kommen. Davon sollen eine bis 1,5 Milliarden Franken im Rahmen des Initial Public Offering (IPO) platziert werden.

Software One zufolge soll voraussichtlich kein frisches Kapital aufgenommen werden, das Angebot werde nur bestehende Aktien der Alteigentümer umfassen: des Finanzinvestors KKR, der rund 21 Prozent besitzt, der Peruni Holding sowie von Mitarbeitern und anderen Aktionären.

Die Gründer Daniel von Stockar, Rene Gilli und Beat Curti, die zusammen etwa 38 Prozent der Anteile halten, „bleiben dem Unternehmen verpflichtet und werden zusammen weiterhin den größten Anteil halten“, wie es hieß. Auch KKR beabsichtige, eine bedeutende Beteiligung zu behalten.

Die im Jahr 2000 gegründete Software One aus Stans im Kanton Nidwalden ist eigenen Angaben zufolge weltweit der größte Wiederverkäufer von Microsoft-Produkten. Die Firma mit rund 5300 Mitarbeitern vertreibt aber auch die Software von IBM, Oracle, SAP, Symnatec und vielen anderen.

Gleichzeitig versucht die Gesellschaft ihren 65.000 Kunden in 90 Ländern - darunter große Autobauer und Finanzhäuser - die passende Software zum besten Preis zu beschaffen. In diesem Hauptgeschäft streicht Software One Geld sowohl vom Kunden als auch vom Software-Hersteller ein.

In den vergangenen drei Jahren wuchsen der Bruttogewinn durchschnittlich um 13 Prozent und das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis (Ebitda) um 42 Prozent, erklärte Software One. 2018 betrug der Bruttogewinn 724 Millionen Franken und das bereinigte Ebitda 187 Millionen Franken. Mittelfristig werde eine bereinigte Ebitda-Marge in der Größenordnung von 35 Prozent angepeilt. Vergangenes Jahr waren es 25,8 Prozent.

Schwieriges IPO-Jahr

Software One wäre einer der größten Börsengänge in Europa in einem weltweit zähen IPO-Jahr. Vergangene Woche gelang Teamviewer mit einem Emissionserlös von 2,2 Milliarden Euro zwar der größte Börsengang in Europa, doch der deutsche Software-Anbieter hatte bei seinem Börsendebüt mit Gegenwind zu kämpfen. Weltweit sank das Emissionsvolumen 2019 nach Daten der Unternehmensberatung EY in den ersten drei Quartalen um ein Viertel auf 114 Milliarden Dollar.

In der Schweiz schafften bislang der Zugbauer Stadler Rail, die Medizintechnikfirma Medacta und der Verpackungshersteller Aluflexpack den Sprung aufs Börsenparkett. Zudem spaltete der Pharmariese Novartis die Augenheil-Tochter Alcon ab und ließ die Aktien an der Börse listen. Nach einem starken Jahr 2018 bewegt sich das laufende Jahr in der Schweiz damit im Rahmen des langjährigen Durchschnitts. In den Startlöchern steht Insidern zufolge noch der Snackautomaten-Betreiber Selecta.

„Das Fenster für Börsengänge ist halb offen. Wachstumsstarke und gleichzeitig profitable Firmen kommen bei den Anlegern gut an“, sagte Thomas Schöber vom IPO-Berater Lilja & Co. „Unternehmen, bei denen es Zweifel an der Qualität gibt, können nur mit einem Bewertungs-Abschlag platziert werden.“

Der Börsengang von Software One liegt in den Händen von Credit Suisse, JP Morgan und UBS als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners. Mit an Bord sind auch BNP Paribas, Citigroup, Deutsche Bank, UniCredit und die Zürcher Kantonalbank.

Mehr: Für die Aktie des Softwarekonzerns geht es beim Börsenstart nach einem soliden Start abwärts. Fondsmanager sprechen Teamviewer viel Potenzial zu.

  • rtr
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