Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Onlinehändler aus Asien Alibaba soll Zweitnotierung an der Börse Hongkong beantragt haben

Nach dem furiosen Börsendebüt an der Wall Street verfolgt der Online-Händler Alibaba nun wohl konkrete Pläne für eine Zweitnotierung in Hongkong.
Kommentieren
Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba war 2014 an die Börse gegangen. Quelle: AFP
Alibaba

Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba war 2014 an die Börse gegangen.

(Foto: AFP)

PekingDer chinesische Internethändler Alibaba macht einem Insider zufolge ernst mit seiner Zweitnotierung an der Hongkonger Börse. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach hat der Amazon-Rivale eine Notierung in Hong Kong nun formell beantragt. Alibaba lehnte eine Stellungnahme dazu bislang ab.

Der Börsengang soll laut dem Insider im dritten Quartal dieses Jahres stattfinden, federführende Banken sollen die chinesische CICC und die in der Schweiz ansässige Credit Suisse sein, die schon vor fünf Jahren den Alibaba-Börsengang in New York begleitet haben. Damals nahm Alibaba eine Rekordsumme von 25 Milliarden Dollar ein.

Über eine mögliche Zweitnotierung der Alibaba Group in Hong Kong war bereits Ende Mai berichtet worden. Bis zu 20 Milliarden Dollar könnte der Börsengang dem Unternehmen einbringen – Geld, das der Konzern in Zeiten einer schwächelnden heimischen Konjunktur und eines eskalierenden Handelskonflikt zwischen China und den USA wohl in neue Technologien und den Ausbau seines Geschäfts mit herkömmlichen Supermärkten investieren will.

Im April war der Verkauf aus dem Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr um nur 7,2 Prozent gestiegen – das ist die langsamste Wachstumsrate seit sechzehn Jahren.

Alibaba ist mit einem Jahresumsatz von fast 40 Milliarden Dollar Chinas größter Internethändler. Die geplante Aktienemission könnte die größte in Hong Kong seit 2010 werden.

Duncan Clark, Gründer der Beratungsfirma BDA und Autor des Buches „Alibaba – The House that Jack Ma built“, nennt den möglichen zweiten Börsengang in Hong Kong eine „historische Symmetrie“. Denn die B2B-Tochter Alibaba.com war schon einmal an der Börse in Hong Kong notiert.

Chinesische Unternehmen erwägen Rückzug aus US-Aktienmarkt

Dem jetzt geplanten Gang der Alibaba Group an eine chinesische Festlandbörse könnten bald weitere chinesische Unternehmen folgen. Denn bislang mussten Unternehmen für eine Notierung an chinesischen Festlandbörsen nachweisen, seit drei Jahren profitabel zu sein.

Das ändert sich gerade: Hong Kong hat die Bedingung bereits vor einem Jahr aufgehoben, um den Börsengang des Elektronik-Herstellers Xiaomi zu ermöglichen. In Shanghai soll nun ein sogenanntes Technology-Board eröffnet werden, bei dem sich auch unprofitable Firmen listen lassen können.

Laut Bloomberg sind zurzeit 173 chinesischen Firmen an amerikanischen Börsen notiert. Doch im Zuge des Handelskrieges scheinen einige chinesische Unternehmen ihre Präsenz am US-Markt reduzieren zu wollen.

Der Chiphersteller Semiconductor Manufacturing International gab vor wenigen Wochen bekannt, New York verlassen zu wollen und seine Aktien nur noch in Hongkong handeln lassen zu wollen. Anfang Mai verschob die Videospiele-Livestream Plattform DouYu International ihren Börsengang in den USA.

„Heutzutage geht es darum, das Risiko zu minimieren“, sagt Autor Clark. „Das politische Klima in den USA wird immer feindlicher für chinesische Tech-Firmen und betrifft sogar Alibaba, das eigentlich in weniger sensiblen Bereichen wie E-Commerce unterwegs ist.“

Anfang 2018 hatte die amerikanische Behörde für Auslandsinvestitionen CFIUS die Übernahme des US-Zahlungsabwicklers Moneygram durch Ant Financial, die Fintech-Tochter von Alibaba, blockiert. Im vergangenen April verlangte CFIUS aufgrund von Sicherheitsbedenken von dem chinesischen Unternehmen Kunlun, seine Anteile an der Dating-App Grindr bis 2020 zu verkaufen.

Mehr: In Deutschland steht in diesem Jahr der Börsengang der VW-Lastwagentochter Traton an. Mehr über den milliardenschweren Sprung aufs Parkett lesen Sie hier.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite

Mehr zu: Onlinehändler aus Asien - Alibaba soll Zweitnotierung an der Börse Hongkong beantragt haben

0 Kommentare zu "Onlinehändler aus Asien: Alibaba soll Zweitnotierung an der Börse Hongkong beantragt haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote