Pharmahändler aus Stuttgart Celesio schießt nach Übernahmeangebot an Spitze des MDax

Der Pharmahändler Celesio steht vor der Übernahme, die Aktien schießen um über acht Prozent an die Spitze des MDax. Insider berichten, dass McKesson einem Hedgefonds Zugeständnisse macht, um die Übernahme zu finanzieren.
Update: 08.01.2014 - 17:50 Uhr Kommentieren
Mit 23,65 Euro waren die Celesio-Aktien so teuer wie zuletzt im Mai 2010 und notierten über der McKesson-Offerte von 23 Euro je Aktie. Quelle: dapd

Mit 23,65 Euro waren die Celesio-Aktien so teuer wie zuletzt im Mai 2010 und notierten über der McKesson-Offerte von 23 Euro je Aktie.

(Foto: dapd)

Frankfurt/MainIn den Übernahmepoker um den Kauf des Stuttgarter Pharmahändlers Celesio durch den US-Konzern McKesson kommt offenbar Bewegung. „Es wird an einer Lösung gearbeitet“, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. McKesson und Elliott sprechen miteinander, sagten mehrere Insider.

McKesson arbeite an Zugeständnissen an den US-Hedgefonds Elliott, um diesen doch noch zur Zustimmung zu der sechs Milliarden Euro schweren Transaktion zu bewegen. Nähere Einzelheiten waren zunächst nicht zu erfahren. Die Celesio-Aktie sprang mit einem Kursplus von mehr als acht Prozent an die Spitze des MDax.

Elliott hat für rund 800 Millionen Euro eine Beteiligung von 22,7 Prozent an Celesio zusammengekauft – Wandelanleihen eingerechnet. Damit hat die Investmentgruppe des US-Investors Paul E. Singer die Macht, die Transaktion vor die Wand fahren zu lassen. Elliott war mit seiner Forderung nach einer Erhöhung des Angebotspreises von 23 Euro je Celesio-Aktie bei McKesson bislang auf taube Ohren gestoßen und bei seiner Blockadehaltung geblieben. Am Mittwochnachmittag notierte die Celesio-Aktie bei 24,28 Euro.

Elliott wollte sich zu den Informationen nicht äußern, McKesson war für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Die Angebotsfrist für die Offerte von McKesson läuft am Donnerstag um 24 Uhr aus. Bis Dienstag hatte sich der Pharmagroßhändler lediglich 2,13 Prozent der Celesio-Anteile gesichert. McKesson muss aber bis Fristende Zusagen für mindestens 75 Prozent der Celesio-Anteile – zwei Wandelanleihen eingerechnet – in der Tasche haben, damit die Übernahme gelingt. In Finanzkreisen war bereits damit gerechnet worden, dass sich erst kurz vor Toresschluss entscheidet, ob der Übernahmevorstoß klappt oder scheitert.

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