Prospekt eingereicht Facebook verspricht der Börse schwarze Zahlen

Facebook hat den Prospekt zu seinem Börsengang bei der US-Börsenaufsicht eingereicht. Damit gibt das Unternehmen erstmals wichtige Details preis. So auch zu der Frage, ob das Netzwerk profitabel arbeitet.
Update: 02.02.2012 - 06:25 Uhr 13 Kommentare

Facebook wagt Sprung an die Börse

New YorkFacebook hat den ersten Schritt auf seinem Weg an die Börse getan. Am späten Mittwochnachmittag (Ortszeit) veröffentlichte das weltgrößte soziale Netzwerk seinen Börsenprospekt, mit dem es bei Investoren für seine Aktien wirbt. Einen Termin für den eigentlichen Gang aufs Parkett gibt es noch nicht. Das Volumen des Börsengangs liegt bei zunächst 5 Milliarden Dollar (3,94 Milliarden Euro) . Allerdings kann sich diese Summe noch erhöhen.

Es ist üblich, dass Firmen tiefstapeln, dann die Reaktion der Investoren abwarten und - falls genügend Nachfrage besteht - später den Preis erhöhen. Facebook kalkuliert damit vorsichtiger als zunächst gedacht: Am Wochenende hatten US-Zeitungen noch einem Volumen von zehn Milliarden Dollar berichtet. Das Emissionsvolumen könne bei starker Nachfrage der Investoren aber erhöht werden, merkten Insider an.

Schon jetzt steht fest, dass Facebook das größte Börsendebüt eines Internet-Unternehmens aller Zeiten gelingen wird. Google sammelte bei seiner Aktienpremiere vor acht Jahren gerade einmal 1,7 Milliarden Dollar ein. Inzwischen ist der Suchmaschinenanbieter 190 Milliarden Dollar wert.

Wie der Börsenprospekt verrät, ist Facebook profitabel: Laut Bilanz stieg der Gewinn 2011 um 65 Prozent auf eine Milliarde Dollar, 2010 waren es 606 Millionen Dollar und 2009 immerhin bereits 229 Millionen Dollar. Facebook ist ein außerordentlich lukratives Geschäft. Den Milliardengewinn 2011 schaffte das Online-Netzwerk mit nur 3,7 Milliarden Dollar Umsatz. Die Haupteinnahmequelle der Firma ist Online-Werbung.

2011 lag der Anteil bei 85 Prozent. Die virtuellen Welten des Onlinespiele-Spezialisten Zynga sind ein wichtiges Element des Facebook-Geschäfts. Im vergangenen Jahr steuerte der Anbieter von Games wie „Farmville“ oder „Cityville“ zwölf Prozent der Facebook-Umsätze bei.

In den Börsenunterlagen spricht das Online-Netzwerk von 845 Millionen aktiven Nutzern im Monat Ende 2011 und nicht einfach nur Mitgliedern. Davon suchten im Dezember pro Tag im Schnitt 483 Millionen Facebook auf. Von mobilen Geräten greifen im Monat 425 Millionen Menschen auf Facebook zu. Facebook hat 3200 Mitarbeiter. Und das war ein Zuwachs von 50 Prozent nur im Jahr 2011.

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13 Kommentare zu "Prospekt eingereicht: Facebook verspricht der Börse schwarze Zahlen"

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  • Netter Versuch. Nun hat leider nur noch das "Deutsche" Mercedes Benz-Auto statt eines von einem japanischen Hersteller in Ihren Ausführungen gefehlt.


    ;-)

  • @peer

    Ob Mitbuerger das Geschäftsmodell versteht, oder nicht, seine Meinung wird er wohl trotzdem äußern dürfen, oder?!

    Man muss auch nicht wissen, wie im Einzelnen ein Auto funktioniert, um sagen zu dürfen, ob man Audi oder Opel besser findet...

    Wenn Sie, Peer, facebook nutzen und anpreisen ist das schön und in Ordnung. Umgekehrt aber zu behaupten, die Welt gehe unter- so wie es teilweise auch in den Berichten vom Handelsblatt zu lesen ist - wenn es kein facebook gäbe, ist doch reiner Blödsinn!!



  • @Bruder-Helmut:
    Wenn nach Ihnen ginge, dann kann man auf der Welt sowieso nichts beeinflussen oder ändern. Die Geschichte lehrt uns ja was anders!

  • --@ Mitbuerger

    Wenn sie es schon nicht verstehen, wer gibt Ihnen denn das recht, sich dann in dieser Form zu äußern?

  • Während ich bei Suchmaschinen- und Online-Atlas-Betreibern wie Google ein solides und nachhaltiges Geschäftsmodell sehe (Platzierung unter den ersten Einträgen und Firmenstandort in der Karte kostet Geld), ist mir das Geschäftsmodell von Firmen wie Facebook (das ich nur von außen kenne) ein Rätsel. Ich vermute, dass spätestens wenn der Hype vorbei ist, da nicht mehr viel an Marketinggeldern in diese Firmen rein fließen wird und Deinen Aktien, bis auf ein paar Server, die dann aber schon längst veraltet sind, praktisch kein Wert mehr gegenüber steht.

  • --@ mx1

    Datenschutz ist doch etwas, von dem selbst Träumer nicht mehr träumen. JEDER, der ein echtes Interesse an unseren Daten hat, hat einen vollen Zugriff darauf. Datenschutz hält doch nur die von unseren Daten ab, die kein echtes Interesse haben.

    ## Jede Putzfrau von der AOK kann auf alle unsere Kontodaten und – Bewegungen voll zugreifen

    ## über den Bundestrojaner kann jedes Handy und PC (je nach Ausstattung) als Kamera oder Wanze benutzt werden. Hinzu kommt, dass der Bundestrojaner nur der Türöffner ist. Über dieses Portal kann jeder Hacker und Geheimdienst dieser Welt frei über unsere PCs verfügen.

    Besonders die Alliierten haben IMMER den Totalzugriff auf alle Daten in Deutschland, denn durch SHARF sind sie dazu ermächtigt.

    Ich finde es echt süß, wenn Kleinkinder hier von Datenschutz anfangen zu träumen.
    Danke für die 2-3 Minuten, wo ich köstlich über so viel Naivität schmunzeln durfte.

  • wir nutzen facebook schon seit Jahren privat und auch geschäftlich. Facebook gehört wirklich zu den Meilensteinen der heutigen Möglichkeiten im Internet. Wer es versteht, diese Technik mit Apple – Produkten zu kombinieren hat in Facebook eine superplattform für private- und besonders auch geschäftliche Werbemaßnahmen.

    Eigentlich kann man echt sagen, dass es im Moment nichts Besseres auf dem Markt gibt, als facebook.



  • ich kann es dem Zuckerberg nicht verdenken; persönlich halte ich von diesem Laden nichts. Gängelei und Verklappsung am laufenden Band. Nein, ich hab auch kein Facebookprofil und werde auch nie eins haben. Ich denke aber das die Masse der Menscheit auf Dauer "blöde" genug ist, diesen Rummel mitzumachen. Als Kaufmann zieh ich vor dem Zuckerberg meinen Hut.

  • @Bastian - korrekt - NEIDHAMMELGESELLSCHAFT in Schland
    Zuckerberg hat eine Idee umgesetzt und nun kassiert er - why not - man braucht den Hype nicht mitmachen oder jeder hat(te) die Chance ähnliches zu entwickeln.

    Ich sehe hier DOT.COM Blase 2.0

  • Grundsätzlich ist ein soziales Netzwerk wie Facebook eine tolle Sache.
    Dennoch bin ich kein Freund von Facebook, da hier noch einiges im Argen liegt, weil entweder bei neuen Software-Releases geschlampt wird oder einfach Funktionen eingeführt werden, die keine Zustimmung der Nutzer bedürfen.
    - die Daten sind immer wieder ungeschützt im Netz sichtbar
    - alle jemals bei Facebook eingegebenen Daten werden gespeichert und archiviert.
    - Funktionen wie die Bilderkennung, Timeline werden eingeführt, die Nutzer müssen aktiv werden, wenn sie es nicht wollen. Für mich ist hier die Vorgehensweise aus Sicht des Nutzers die verkehrte
    - Zensur von Facebook-kritischen Beiträgen
    - gelöschte Daten bleiben bis in alle Ewigkeit gespeichert. obwohl das nicht sein sollte, zumindest aus Sicht des Nutzers

    Da die Server dort stehen, wo die Datenschutzgesetze eher lax sind oder nicht nachdrücklich durchgesetzt werden (sonst zieht Facebook mit seinen Servern einfach woanders hin), ist es eher fragwürdig, was mit den Daten passiert.
    Weiter wird die Datensammelwut der amerikanischen Regierung anhalten und diese Daten mit Sicherheit anzapfen und alles speichern, wenn nicht schon geschehen.

    Keiner der Nutzer darf sich beschweren, wenn er in Kürze mit zielgerichteter Werbung zugeschüttet wird. Denn wenn Investoren mehrere Milliarden investieren, erwarten sie ein vielfaches davon zurück. Das muss irgendwoher kommen.
    Mit allem was man je in Facebook geschrieben, versendet oder sonstwas hat, läßt sich mit einer Suche nach Schlagwörtern leicht zielgerichtete Werbung erstellen. Hierkann man dann sogar ganze Adresspakete an bestimmte Firmen/Konzerne verkaufen, die dann gezielt auf Kunden losgehen.
    Am Ende geht alles nur ums Geld. Auch wenn Zuckerberg was anderes behauptet.

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