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Quartalszahlen Airbnb schafft Gewinn vor Börsengang – Profitabilität bleibt aber ungewiss

Die Zimmervermittlungs-Plattform konnte im letzten Quartal doch wieder einen Gewinn verzeichnen. Die Aussichten für das Unternehmen sind trotzdem schwer einzuschätzen.
17.11.2020 - 02:09 Uhr Kommentieren
Die Zimmervermietungs-Plattform hat momentan keine steigenden Zahlen vorzuweisen. Und will trotzdem an die Börse. Quelle: Reuters
Das Airbnb-Logo in der Unternehmenszentrale in San Francisco

Die Zimmervermietungs-Plattform hat momentan keine steigenden Zahlen vorzuweisen. Und will trotzdem an die Börse.

(Foto: Reuters)

New York, San Francisco Der Apartment-Vermittler Airbnb strebt mit einem seltenen Quartalsgewinn im Rücken an die Börse. Im vergangenen Vierteljahr verdiente das Unternehmen 219 Millionen Dollar (185 Millionen Euro), wie am Montag (Ortszeit) aus seinem Börsenantrag hervorging. In den neun Monaten bis Ende September häufte Airbnb allerdings Verluste von knapp 697 Millionen Dollar an.

Wie bei Firmen mit ungewissen Gewinnaussichten üblich, warnt Airbnb im Börsenprospekt auch: „Wir werden möglicherweise nie in der Lage sein, Profitabilität zu erreichen.“ Belastet durch die Coronakrise sank der Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 19 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar. Die Pandemie könnte die Geschäfte auch noch weiter in Mitleidenschaft ziehen, so Airbnb.

Wann genau der mit Spannung erwartete Börsengang erfolgen soll und wie viele Aktien dabei zu welchem Preis angeboten werden, bleibt im Antrag zunächst weiter unklar. Fest steht, dass die Papiere noch in diesem Jahr unter dem Tickerkürzel „ABNB“ an der New Yorker Technologie-Börse Nasdaq gelistet werden sollen. An den Finanzmärkten wird schon lange auf das Debüt von Airbnb hingefiebert.

Insidern zufolge will Airbnb bei dem im Dezember erwarteten Börsengang drei Milliarden Dollar einsammeln und hofft auf eine Unternehmensbewertung von mehr als 30 Milliarden Dollar. Airbnb musste sich in der Coronakrise praktisch neu erfinden und hat sich von der Untervermietung von Privatwohnungen in Großstädten auf Ferienwohnungen verlegt. Das Online-Portal leidet wie die Hotelbranche unter den verschärften Beschränkungen in der Pandemie.

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    Im Frühjahr drosselte Airbnb das Marketing und entließ rund ein Viertel der Beschäftigten. Um durch die Krise zu kommen, bekam das Unternehmen im April eine zwei Milliarden Dollar schwere Kapitalspritze von Investoren wie Silver Lake und Sixth Street Partners. Dabei wurde Airbnb mit 18 Milliarden Dollar bewertet – vor dem Ausbruch der Pandemie in Amerika hatte die Bewertung mit 26 Milliarden noch deutlich darüber gelegen.

    Mehr: Airbnb will noch in diesem Jahr an die Börse

    • rtr
    • dpa
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