Rendite vom Acker Heiße Wette auf Agraraktien

Agraraktien gehören zu den Börsengewinnern in diesem Jahr. Experten gehen davon aus, dass die Rally der Agraraktien noch nicht vorbei ist. Anleger sollten bei der Auswahl der Agraraktien jedoch vorsichtig sein. Nicht jede Ernte fällt gut aus.
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Mähdrescher bei der Weizenernte: Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird zukünftig stark ansteigen. Quelle: ap

Mähdrescher bei der Weizenernte: Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird zukünftig stark ansteigen.

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FRANKFURT. Agraraktien gehören zu den Börsengewinnern in diesem Jahr. Das zeigt ein Blick auf die Kurse der Unternehmen K+S oder Baywa. Seit Jahresbeginn haben sie 25 Prozent beziehungsweise 27 Prozent zugelegt. Zum Vergleich: Mit dem Dax haben Anleger über denselben Zeitraum etwa halb so viel gewonnen.

Die Aussichten für Unternehmen hängen eng mit dem Anstieg der Rohstoffpreise zusammen; Weizen beispielsweise ist in diesem Jahr um 25 Prozent teurer geworden, Kakao sogar um mehr als 40 Prozent. "Die Nachfrage nach Agrarrohstoffen wird zukünftig stark ansteigen. Dafür verantwortlich sind vor allem die wachsende Weltbevölkerung und steigender Wohlstand", sagt Nick Price, Fondsmanager von Fidelity.

Viele Menschen, wenig Felder

Nach einer Prognose der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 von 6,6 Mrd. auf neun Milliarden Menschen wachsen. Doch die Flächen, die für die Nahrungsproduktion zur Verfügung stehen, sind begrenzt. Vor fünf Jahren kamen auf einen Erdenbürger in etwa 0,22 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, 2050 werden es gerade einmal 0,12 Hektar sein. Hinzu kommt, dass viele Bauern ihre Produktion umgestellt haben - statt auf Nahrungsmittel setzen sie auf Biokraftstoff. Damit landen mehr und mehr landwirtschaftliche Erzeugnisse nicht auf dem Teller, sondern im Tank.

Die Folge: Um den Hunger zu stillen, muss aus dem Boden immer mehr rausgeholt werden. Dabei hilft Kunstdünger. "Am stärksten werden Düngemittelhersteller von der steigenden Lebensmittelnachfrage profitieren", sagt Price. Der Fondsmanager setzt auf den führenden russischen Kali-Hersteller Uralkali. Das Unternehmen sei aufgrund der geringen Energie- und Lohnkosten ein sehr konkurrenzfähiger Akteur.

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