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Schwacher Konsum Goldman setzt Einzelhändler unter Druck

Die Analysten von Goldman Sachs haben ihre Anlageempfehlung für europäische Einzelhandelswerte gesenkt. In Reaktion auf die schlechte Wertentwicklung seit Jahresbeginn werde der Sektor nun noch mit "Neutral" bewertet nach bislang "Overweight. Die Einzelhandelsaktien gaben im Tagesverlauf stark nach.

HB FRANKFURT. Zur Begründung verwiesen die Experten außerdem auf eine stärkere Abhängigkeit großer Supermarktketten von der Verbraucherstimmung sowie eine vergleichsweise hohe Bewertung der Einzelhandelstitel.

Seit Jahresbeginn hat der Dow-Jones -Branchenindex für europäische Werte mehr als 17 Prozent nachgegeben. Im deutschen Leitindex Dax gehören Metro mit einem Minus von knapp zehn Prozent zu den größten Verlierern. Die im Nebenwerteindex MDax gelisteten Praktiker -Aktien haben seit Beginn des Jahres ein Drittel ihres Wertes eingebüßt.

"Historisch gesehen gehört der Retail-Sektor zu denen, die vom Wirtschaftswachstum am unabhängigsten sind", heißt es in der Studie unter Verweis auf Supermarktketten wie die britische Tesco und die französische Carrefour. Aber die Ausweitung der Angebote um neue Bereiche wie Entertainment und Kleidung habe die Geschäfte anfälliger gemacht für die Stimmung der Verbraucher. Angesichts steigender Einkaufspreise für Lebensmittel nehme auch der Margendruck auf die Einzelhändler zu. Ihre Bewertungen für den Gesundheitssektor und den Versorgerbereich erhöhten die Experten von Goldman Sachs dagegen.

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