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Singapur Jardine verliert kurzzeitig mehr als 40 Milliarden Dollar Börsenwert

Der Mischkonzern Jardine Matheson kann auf eine 186-jährige Geschichte zurückblicken. An der Börse erlebte das Unternehmen jetzt noch einmal Neues.
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Jardine verliert kurzzeitig mehr als 40 Milliarden Dollar an Wert Quelle: Reuters
Börse Singapur

Am Donnerstag verlor der Mischkonzern Jardine Matheson an der Börse Singapur kurzzeitig 83 Prozent seines Bösenwerts.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfJardine Matheson ist gemessen am Börsenwert Singapurs wertvollstes Unternehmen. Am Donnerstag war der Mischkonzern diesen Status kurzzeitig los: Jardine verlor 83 Prozent seines Börsenwerts. Die Singapur Exchange (SGX), die Termin- und Wertpapierbörse in Singapur, teilte mit, dass ein starker Anstieg von vorbörslichen Verkaufsaufträgen den dramatischen Kurssturz verursacht hätte.

Kurz vor Handelsbeginn war die Aktie von 66,47 US-Dollar auf 10,99 Dollar herabgestürzt, insgesamt verlor das Unternehmen so 41 Milliarden Dollar an Wert. Innerhalb von kurzer Zeit erholte sich der Kurs aber wieder, letztendlich schloss die Aktie sogar 0,5 Prozent im Plus.

Die Börse Singapur erklärte per E-Mail, dass vor dem Börsenstart die Verkaufs- die Kaufaufträge deutlich überstiegen hätten. „Der Handel war regelmäßig und es gab keine Anzeichen von Manipulation“, schrieb SGX laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in ihrem Statement. Die Börse werde deshalb die Käufe nicht stornieren.

Zudem hätten die Beteiligten genügend Zeit gehabt, um vor Handelsstart zu reagieren. Die Verkäufer hätten die Aufträge zurückziehen können, wenn sie nicht zu dem niedrigen Preis aus den Aktien aussteigen wollten, erklärte SGX.

Ein Marktanalyst hatte bereits zuvor gemutmaßt, dass es für die Börse schwierig werde, die Käufe zu stornieren. „Die Transaktion war in 164 Trades unterteilt, das deutet darauf hin, dass mehr als 100 Gegenstücke hinter den Trades stehen könnten“, sagte die CMC-Analystin Margaret Yang der Nachrichtenagentur Reuters.

Zunächst hatten Händler darüber spekuliert, dass menschliches Versagen den Absturz ausgelöst hätte. Laut SGX sei die Diskrepanz zwischen Verkaufs- und Kaufangeboten aber nicht auf einen Tippfehler, einen sogenannten Fat-Finger, oder einen Systemfehler zurückzuführen.

Ein Fat-Finger-Fehler kommt in der Finanzbranche immer mal wieder vor. Vor mehr als Jahren etwa hatte die Deutsche Bank versehentlich sechs Milliarden Dollar an einen Hedgefonds überwiesen. Ein neuer Mitarbeiter in London soll zu oft die Null auf seiner Tastatur gedrückt haben und der Chef, der Transaktionen dieser Art absegnet, im Urlaub gewesen sein. Am Folgetag war das Geld wieder zurücküberwiesen.

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