Sorge vor Kapitalerhöhung Commerzbank-Aktie droht Sturz unter vier Euro

Die Commerzbank-Aktionäre haben die anstehende Kapitalerhöhung abgesegnet. Doch so lange der Preis für die neuen Aktien nicht feststeht, bleiben die Anleger skeptisch. Der Kurs fällt auf einen neuen Tiefstand.
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Commerzbank-Chef Martin Blessing darf den Nennwert der Aktien auf einen Euro senken. Auf der Hauptversammlung erhielt er dafür die Zustimmung. Anleger fürchten nun eine starke Verwässerung der Papiere. Quelle: dapd

Commerzbank-Chef Martin Blessing darf den Nennwert der Aktien auf einen Euro senken. Auf der Hauptversammlung erhielt er dafür die Zustimmung. Anleger fürchten nun eine starke Verwässerung der Papiere.

(Foto: dapd)

FrankfurtDem Staatsausstieg bei der Commerzbank steht nichts mehr im Wege. Am Freitag holte sich Deutschlands zweitgrößte Bank auf der Hauptversammlung die offizielle Genehmigung für die gigantische Kapitalerhöhung mit der sie bis Anfang Juni rund 90 Prozent der Stillen Einlage des Bundes zurückzahlen will. Zu welchem Preis die neuen Aktien ausgegeben werden, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, sie könnten sogar nur einen Euro kosten. Das würde den Anteil der Altaktionäre massiv verwässern. Darum reißt sich momentan kaum einer um die Papiere. Am Mittag lag die Aktie bei 4,11 Euro 3,3 Prozent im Minus und fiel damit auf einen neuen Tiefstand seit Ankündigung der Kapitalmaßahmen.

Insgesamt 8,25 Milliarden Euro will die Bank am Kapitalmarkt einsammeln, zusätzlich soll der Staat, besser gesagt der Bankenrettungsfonds Soffin, Aktien in Höhe von 2,75 Milliarden Euro nehmen. Die Kapitalerhöhung wird in jedem Fall gelingen. Die beteiligten Banken garantieren dafür, dass die geplanten elf Milliarden Euro zusammenkommen. Doch niemand weiß, zu welchem Preis sie durchgepeitscht wird. „Momentan testet der Markt den möglichen Emissionspreis“, sagt Matthias Engelmayer von Independent Research, der derzeit zum Verkauf der Papiere rät.

Am 6. April gab die Commerzbank den Plan für die Kapitalerhöhung bekannt. Damals stand die Aktie bei 5,70 Euro. Seitdem kennt der Kurs nur eine Richtung: abwärts. Im ersten Schritt hat die Commerzbank Wertpapiere im Volumen von 5,7 Milliarden Euro verkauft, die Comen heißen und in den kommenden Tagen in je eine Aktie getauscht werden. Die Zahl der Aktien wird sich dann von vorher 1,33 Milliarden Stück fast verdoppeln. Der Preis der Comen lag mit 4,30 Euro pro Stück am unteren Ende der Preisspanne. „Der Verwässerungseffekt war damit deutlich höher als erwartet“, sagt Engelmayer. Nun fürchten die Anleger, die neuen Aktien für den zweiten Teil der Kapitalerhöhung könnten ebenfalls die bisherigen Anteile noch stärker verwässern als bisher erwartet.

Ursprünglich hatte Konzern-Chef Blessing eine Preisuntergrenze von 2,60 Euro angesetzt. Doch das könnte eventuell nicht reichen, um genügend weitere Aktien zu platzieren. Bei dem heutigen Kurs von 4,11 Euro und einem üblichen Abschlag von 30 Prozent würde der Preis für die neuen Papiere bereits bei 2,88 Euro liegen und die Commerzbank müsste 1,84 Milliarden weitere Anteilsscheine ausgeben. Dann wären insgesamt 4,5 Milliarden Anteilsscheine im Umlauf.

Neuer Ausgabepreis könnte bei nur einem Euro liegen
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9 Kommentare zu "Sorge vor Kapitalerhöhung : Commerzbank-Aktie droht Sturz unter vier Euro"

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  • Es kann natürlich so sein,aber was bringt uns das alles.Niemanden weiß genaueres.Was den Aufsichtsrat angeht mit deren neuen Aktienpaketen,da handeln Sie genau richtig.Ich denke du hast mit deiner Einschätzung recht.Die wissen genau was Sie tun-nur ist das was wir bisher gesehen haben nicht alles.Ich bin mir sicher,dass dies ein sehr intelligenter Schachzug der großen Jungs war.Das wird die Zukunft zeigen.Ich kann mir durchaus vorstellen,dass diese Jungs damit einen gewissen indirekten Einfluß auf den Aktienkurs nahmen und auch noch nehmen werden,allein durch die Art der privaten Aktienzukaufe.Vielleicht wollte man damit verhindern, dass der Aktienkurs ganz einbricht und um den 2.Schritt der KE nicht zu sehr zu gefährden(sonst kriegen die das Geld nie zusammen).Bei einer KE muss man mit einem Abschlag von 30% rechnen-das ist ganz klar.(5,8eURO MINUS 30% macht 4.10euro).Genau an dieser Marke haben wir eine massive Unterstützung und genau da haben DIE Ihre großen Aktienpakete gekauft.Anders gesagt,gerade weil Sie Aktien auf diesem level gekauft haben, hat sich diese massive Unterstützung erst gebildet(Der Preisspanne für die comen war nicht zufällig bei 4,10-4,70).Und genau darauf haben alle spekuliert.Was ist nun zutun?Der zweite Schritt der KE läuft bald-und dann?!Nochmal ein Abschlag von 30%?Ich denke ja!aber nicht wegen der obligatorischen 30%,sonder vielmehr webgen des zweijahres Tief bei 2,20-in diesem Bereich etwa.Danach muss man sehen.Ich denke die großen Jungs werden schon bei 2,80 zuschlagen um einen kompletten Absturz zu verhindern.Am besten in max drei Schritten investieren.Sollten die großen jungs nicht bei 2,8 oder gar 2,20 kaufen,würde ich warten,denn dann müssen wir damit rechnen,dass der Kurs wirklich gegen ein euro läuft(vielleicht 1,70) um danach nach oben zu Schießen mind 300%.Das wäre filmreif.

  • Es kann natürlich so sein,aber was bringt uns das alles.Niemanden weiß genaueres.Was den Aufsichtsrat angeht mit deren neuen Aktienpaketen,da handeln Sie genau richtig.Ich denke du hast mit deiner Einschätzung recht.Die wissen genau was Sie tun-nur ist das was wir bisher gesehen haben nicht alles.Ich bin mir sicher,dass dies ein sehr intelligenter Schachzug der großen Jungs war.Das wird die Zukunft zeigen.Ich kann mir durchaus vorstellen,dass diese Jungs damit einen gewissen indirekten Einfluß auf den Aktienkurs nahmen und auch noch nehmen werden,allein durch die Art der privaten Aktienzukaufe.Vielleicht wollte man damit verhindern, dass der Aktienkurs ganz einbricht und um den 2.Schritt der KE nicht zu sehr zu gefährden(sonst kriegen die das Geld nie zusammen).Bei einer KE muss man mit einem Abschlag von 30% rechnen-das ist ganz klar.(5,8eURO MINUS 30% macht 4.10euro).Genau an dieser Marke haben wir eine massive Unterstützung und genau da haben DIE Ihre großen Aktienpakete gekauft.Anders gesagt,gerade weil Sie Aktien auf diesem level gekauft haben, hat sich diese massive Unterstützung erst gebildet(Der Preisspanne für die comen war nicht zufällig bei 4,10-4,70).Und genau darauf haben alle spekuliert.Was ist nun zutun?Der zweite Schritt der KE läuft bald-und dann?!Nochmal ein Abschlag von 30%?Ich denke ja!aber nicht wegen der obligatorischen 30%,sonder vielmehr webgen des zweijahres Tief bei 2,20-in diesem Bereich etwa.Danach muss man sehen.Ich denke die großen Jungs werden schon bei 2,80 zuschlagen um einen kompletten Absturz zu verhindern.Am besten in max drei Schritten investieren.Sollten die großen jungs nicht bei 2,8 oder gar 2,20 kaufen,würde ich warten,denn dann müssen wir damit rechnen,dass der Kurs wirklich gegen ein euro läuft(vielleicht 1,70) um danach nach oben zu Schießen mind 300%.Das wäre filmreif.

  • "Fest steht aber, sie könnten sogar nur einen Euro kosten"

    Wäre schön wenn es so wäre aber an einen solchen Bezugspreis glaubt doch nicht wirklich jemand.

    Die Commerzbank braucht noch 5,3 Milliarden. Diese Summe steht fest und wird als Grundlage für die zweite KE dienen. Der Bezugspreis für die neuen Aktionäre kann eigentlich dem Altaktionäre egal sein. Das Bezugsverhältnis ist nicht vorgeben sondern richtet sich nach den 5,3 Milliarden. Daher ist der Bezugspreis geringer darf ich als "Alt Aktionär" auch mehr neue Aktien beziehen. Ist der Bezugspreis höher bekomme ich weniger neue Aktien. Die aufgeführte Kapitalverwässerung ändert sich daher auch nicht durch den Bezugspreis. In der 2ten Kapitalerhöhung geht um 5,3 Milliarden und nicht um mehr oder weniger. Medial wird die Verwässerung hauptsächlich nur benutzt um Schlagzeilen zu machen.

    Folgende Rechnung.

    Geschätzter Gewinn für 2011: 2 Milliarden

    Gewinnverteilung bisher: Staat kassiert 1,44 Milliarden Zinsen für 9 Zinsen auf die stille Einlage in Höhe von rund 16 Milliarden.

    Bleiben 0,56 Milliarden übrig. Auf 1,34 Milliarden Aktien verteilt ca. 0,42 pro Aktie.

    Gewinnverteilung zukünftig: 2 Milliarden auf geschätzte 4 Milliarden Aktien verteilt ergibt 0,50 pro Akie.

    In dem Fall wird gar nicht verwässert. Im Gegenteil der Aktionär profitiert.

    Erst bei höheren Gewinnen wird der Gewinn verwässert. Bei 2,5 Milliarden macht es rund 20% aus. Je höher der Gewinn desto stärker die prozentuale Verwässerung aber bei höheren Gewinn steigt eben auch der Gewinn und daher gibt es dann wirklich schlimmeres als eine Verwässerung :-)

    Viele Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrat haben sich mit großen Aktienpaketen bei 4,25 Euro eingedeckt. Andere institutionelle Anleger haben bei 4,25 zugeschlagen. Immerhin wurden 1,34 Milliarden Aktien zu dem Kurs an den Mann gebracht. Die werden schon wissen warum.



  • Zur Zeit sind rund 16 Milliarden des Staats im Eigenkapital verbucht. Durch die KE wird die Stille Einlage verringert. Die Lücke wird durch frisches Aktionärs Kapital geschlossen. Die Gewinn Verwässerung um die es sich letztendlich dreht wird medial ziemlich überbewertet. Die stillen Einlagen des Staates hätten zukünftig rund 9% Zinsen pro Jahr gekostet. In Zukunft fließt der Gewinn in größeren Teilen an die Aktionäre. Z.B. Bei einem Gewinn von 2,6 Millarden in 2011 wären bisher 1,44 Millarden Zinsen für die stillen Einlagen aufgewendet worden. Übrig werden 1,16 Milliarden rund 0,87 cent pro Akie geblieben. Ohne stille Einlage aber mit ca. vorraussichtlich 4 Milliarden Aktien bleiben 0,65 Cent pro Aktie übrig. Dies ist die eigentlich Verwässerung die sich je nach Gewinn in die ein oder andere Richtung verschiebt. Wenn man den Kursverfall der Commerzbank in Relation setzt ist die Marktreaktion viel zu stark ausgefallen. Die Commerzbank ist bei dem derzeitigem Kurs und unter Berücksichtung des baldigen Bezugsrechts ein Investment sicherlich wert

  • sDas heißt:Was uns der Dreisatz lehrt,nicht lernt!
    Es ist offensichtlich,dass niemand genau weiß,welche Überraschung uns durch die coba noch bevorstehen.Klar isT folgendes:Die coba wird noch lange existieren,d.h. auch in einigen Jahren werden wir darüber schreiben und uns vielleicht ärgern, weswegen wir diese Aktie nicht schon früher im Depot hatten.Die Bank hat Probleme,nur diese lassen sich lösen-im schlimmsten Fall hilft der Staat.Es kann nicht sein,dass die Nummer 2 in Deutschland einfach so platt geht(BEISPIELE dafür gibts genug).naja,erstmal abwarten und die Augen offen halten und nach einem günstigen Eistiegskurs suchen-sofort zuschlagen.Sicher ist auch ,dass es mit dem kurs der coba-Aktie ab spätesten Ende Juni nur noch nach oben geht.Bis dahin könnte man mit Short-Produkte auf die coba schönes Geld verdienen.Ich denke der Einstieg sollte in max. drei Schritten erfolgen,da wir nicht genau wissen, wie tief die Aktie fallen wird.Meine Idee:1.Schritt 2,70 Euro(zu 1/3)2.Schritt 2,20 Euro(zu 1/3)3.Schritt zwischen 1 und 1,80(zu 1/3Alles andere macht kein Sinn!
    Sollte die Aktie nicht unter 2 Euro fallen,dann voll investieren.Zum Schluß noch eine Bemerkung:
    Wieso bleibt der Staat investiert in die coba?Ist doch klar!
    Der Staat hat der coba über Jahre Geld geliehen,damit sie nicht pleite geht und der Bürger noch Vertrauen hat in die Banken in Deutschland etc.Im Gegenzug erhält der Staat eine lächerliche Summe für den Aufwand,aber keine Zinsen für das geliehen Geld von der coba.Warum nicht?Doch nicht wegen der Art und Weise wie Bilanzen zustande kommen. .Was sagt uns das? Das sagt uns ,dass der Staat so schnell wie möglich aussteigen will ,aber nich um jeden Preis.Der Staat wartet ab und wird sich erst dann von der coba lösen,wenn der Aktienkurs attraktiv genug ist.Und dieser wird erst bei weit uber 10Euro liegen.Der Kurs muss also,meiner Meinung nach,bei 15 Euro liegen,erst dann wird der Staat seine Anteile verkaufen.Das pasiert Ende naechsten Jahres.

  • Was meine Frage allerdings nicht beantwortet. Das Bezugsrecht ist ja grade da um die Anteilsänderung durch den Zukaufskurs zu egalisieren, und des Dreisatzes bin ich auch noch mächtig.
    Bin mittlerweile auf die Antwort gekommen, da nicht jeder sein Bezugsrecht ausüben, werden viele ihr BR veräußern und daher verwässert der Anteil...

  • Was uns der Dreisatz lernt
    1,3 : 4,3 = Kaufkurs : 5,7 == >
    Kaufkurs = 1,72

    Mit Risiko, wer sagt uns, daß demnächst Dresden 2 kommt,
    wieviel Griechische Papierchen haben wir denn so im keller ?

  • Frage: Wieso verwässern die Anteile?
    Die ausgegebenen Bezugsrechte fangen den Effekt doch auf (abgesehen von einem möglichen Dividendennachteil)?
    Wäre klasse, wenn mir da jemand hilft! An der Uni lernt man natürlich alles ohne Verwässerung...

  • Guten Tag,.... Diese Idioten wuerden sogar noch die Bank of America kaufen,.... aus purem Groessenwahn. Gott strafe sie dafuer. esten Dank

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