Sportartikel-Aktien Welcher Turnschuh läuft am besten?

Die Aktie von Adidas hat sich an die Spitze im Dax gesetzt. Die Konkurrenz hängt der Sportartikelhersteller in diesem Jahr damit deutlich ab. Vor allem die Dividende hat die Investoren überzeugt.
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Adidas hat einen Lauf - an der Börse feiern die Händler die jüngsten Zahlen mit deutlichen Kursgewinnen. Quelle: Reuters

Adidas hat einen Lauf - an der Börse feiern die Händler die jüngsten Zahlen mit deutlichen Kursgewinnen.

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DüsseldorfDie ersten Reaktionen auf die Zahlen von Adidas waren wenig begeistert. Der Kurs fiel im vorbörslichen Handel. Doch mit Zeitverzögerung setzten sich die Optimisten durch. Die Aktie von Adidas zog fast sieben Prozent an – so stark wie seit fast einem Jahr nicht mehr. Vor allem die Erhöhung der Dividende stimmte die Investoren um. Das Management beabsichtigt, die Ausschüttung um 35 Prozent auf 1,35 Euro je Aktie zu erhöhen. Erwartet worden war 1,25 Euro je Aktie.

Das Papier setzte sich damit von den Konkurrenten Nike und Puma deutlich ab. Seit Jahresanfang steht bei Adidas ein Kursplus von mehr als 10 Prozent zu Buche, Nike kommt auf rund sieben Prozent, Puma nur auf vier Prozent. 

Herbert Sturm, Analyst der DZ-Bank, gehörte am Morgen zu denjenigen, die Skepsis verbreiteten: Die Prognose des Adidas-Managements für 2013 sei vorsichtig. Sie liege unter den Markterwartungen und könnte kurzfristigen Kursdruck auslösen.

Geplant ist danach ein Wachstum des Konzernumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die operative Marge soll sich auf einen Wert von annähernd neun Prozent verbessern, das Ergebnis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 4,25 und 4,40 Euro liegen. Bisher waren Analysten im Schnitt von 4,50 Euro ausgegangen. 

Welche Konzerne den Sportartikelmarkt beherrschen
huGO-BildID: 20736663 Pacsun Pacific Sunwear
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Platz 12: Pacific Sunwear

Unter den weltweit größten Sportartikelherstellern landet Pacific Sunwear auf dem zwölften Platz. Tom Moore gründete das Unternehmen 1980 als kleinen Surfshop in Newport Beach (Kalifornien). Mit 2700 Mitarbeitern erzielte das Unternehmen 2010 einen Umsatz von 0,7 Milliarden Euro.

A customer shops at the Columbia Sportswear flagship store in Portland, Oregon
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Platz 11: Columbia Sportswear

Ein Shop von Columbia Sportswear in Portland (Oregon). Das 74 Jahre alte US-Unternehmen hat sich auf Outdoorkleidung und Skimode spezialisiert. Der Umsatz liegt bei 1,1 Milliarden Euro (2010).

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Platz 10: Billabong

Der australische Hersteller steht in der Branchenrangliste auf Platz zehn. Der Umsatz liegt bei 1,2 Milliarden Euro. Das in den 1960ern vom Surf-Enthusiasten Gordon Merchant gegründete Unternehmen stellt inzwischen neben Surf-Ausrüstung auch (Damen-)Mode für den Winter her.

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Platz 9: New Balance

Der englische Einwanderer William J. Riley (links) gründete New Balance in Boston, Massachusetts. Der Schuhmacher stellte seit 1906 speziell angepasste Schuhe für Menschen mit Fußproblemen her. Angeblich kam ihm die Idee, als er Hühner in seinem Garten beobachtete. Nach dem Vorbild der Tiere mit drei Krallen am Fuß entwickelte er die Einlagen. Seit 1941 fertigte New Balance auch Sportschuhe, unter anderem für Läufer. 2009 lag der Umsatz bei 1,3 Milliarden Euro.

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Platz 8: Quicksilver

Freunde des Wassersports kennen Quicksilver natürlich. Das Unternehmen dominiert den Surf-, Skate- und Snowboardsport. 2010 betrug der Umsatz 1,4 Milliarden Euro. Zu den bekanntesten Werbefiguren des Unternehmens gehört der Star der Wellenreiterszene Kelly Slater (Bild).

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Platz 7: Amer Sports

Der finnische Konzern, der in seinen Anfangsjahren Tabakprodukte verkaufte, konzentriert sich seit Mitte der 1980er Jahre auf die Sportbranche. Zu den bekanntesten Marken von Amer Sports gehört der österreichische Skihersteller Atomic. 2005 kaufte das Unternehmen Adidas den französischen Sportartikelhersteller Salomon ab. Im Jahr 2010 machte Amer Sports einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro.

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Platz 6: Jarden

Jarden, schon mal gehört? Das US-Unternehmen liegt mit einem Umsatz von 1,9 Milliarden Euro (2010) auf Platz 6 der größten Sportartikelhersteller. Zu den Jarden-Marken gehört das Traditionsunternehmen Völkl, das aber am Stammwerk im bayerischen Straubing produziert. Jarden verkauft noch ganz andere Dinge, etwa Kochtöpfe, Tupperdosen und Zelte.

Auf der anderen Seite seien eine Reihe positiver Nachrichten zu erwähnen, fügte er hinzu. Dazu zähle die Dividendenpolitik, ein hervorragendes Vorrats-Management sowie eine Verbesserung der Margen beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT). 

“Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass der Gewinnanstieg im Jahr 2013 höher sein könnte“, stellte Michael Kuhn, ein Analyst der Deutschen Bank fest. Der Gewinnausblick sei “ein kleiner Lichtblick”, aber nahe an den Erwartungen des Marktes. 

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