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Sportartikelkonzern Umstrittene Aussagen von Kanye West belasten die Adidas-Aktie

Trennt sich Adidas von dem umstrittenen Rapper Kanye West? Abfällige Äußerungen des wichtigen Werbeträgers über Sklaven belasten die Aktie.
Update: 03.05.2018 - 13:26 Uhr Kommentieren
Wegen umstrittener Äußerungen zum Thema Sklaverei und einem fragwürdigen Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump fordert eine Petition, Adidas solle die Zusammenarbeit mit Rapper Kanye West beenden. Doch der Konzern hält an seinem Werbeträger fest. Quelle: Reuters
Kanye West

Wegen umstrittener Äußerungen zum Thema Sklaverei und einem fragwürdigen Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump fordert eine Petition, Adidas solle die Zusammenarbeit mit Rapper Kanye West beenden. Doch der Konzern hält an seinem Werbeträger fest.

(Foto: Reuters)

FrankfurtAus Enttäuschung über den Ausblick haben sich Anleger am Donnerstag von Adidas-Aktien getrennt. Auf ihre Stimmung schlugen außerdem Spekulationen auf ein Ende der Zusammenarbeit mit dem Musiker und Werbeträger Kanye West. Die Titel des Sportartikel-Herstellers fielen um bis zu 3,5 Prozent und waren damit Schlusslicht im Dax.

Das Unternehmen steigerte den Gewinn im ersten Quartal um 17 Prozent auf 542 Millionen Euro. Damit habe Adidas die Markterwartungen übertroffen, schrieb Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank. „Enttäuschend ist aber, dass Adidas den Ausblick nach diesen Hammer-Zahlen nur bekräftigt hat“, betonte ein anderer Börsianer. Außerdem mache eine mögliche Trennung von Kanye West Investoren nervös. „Schließlich hat er nicht unerheblich zu den guten Umsätzen bei Schuhen beigetragen.“

Der Rap-Star ist in die Kritik geraten, weil er sich abfällig über Sklaven geäußert hatte. Der Träger zahlreicher Musikpreise sagte in einem Interview: „Wenn man von 400 Jahren Sklaverei hört, 400 Jahre lang, dann klingt das nach einer Wahl.“

Auf Twitter ergänzte der Ehemann des Reality-TV-Stars Kim Kardashian, dass sich die Sklaven trotz ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit nicht aus ihrer Lage befreit hätten. Die Menschenrechtsgruppe NAACP betonte daraufhin, dass Schwarze während der gesamten Zeit gegen Sklaverei gekämpft hätten.

Adidas-Chef Kasper Rorsted erklärte am Donnerstag in einem Interview mit Bloomberg, man werde mit West über dessen Aussagen sprechen. „Da gibt es eindeutig einige Kommentare, die wir nicht unterstützen“, sagte Rorsted. Das Unternehmen wolle aber an West festhalten.

Für Kontroversen sorgte auch Wests Unterstützung für US-Präsident Donald Trump. Medienberichten zufolge fordert eine Petition von Adidas das Ende der Zusammenarbeit.

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