Standard & Poor's 500 Index Facebook drängt Walmart aus den Top-Ten

Die Facebook-Aktien haben im vergangenen Jahr 32 Prozent zugelegt. Nun hat der Internetriese erstmals den Walmart-Konzern überflügelt – und ihn so aus der Top-Ten des Standard & Poor's 500 Index gedrängt.
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Was aus den größten Internet-Börsengängen wurde
Giant
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Giant Interactive Group

Der chinesische Online-Spiele Entwickler „Giant Interactive“ ging im Jahr 2007 an die Börse – und verließ diese sieben Jahre später auch schon wieder. Im Juli 2014 wurde „Giant“ vollständig von „Giant Merger Limited“ aufgekauft und von der Börse genommen. Für die Übernahme wurden 12 Dollar pro Aktie gezahlt (der letzte Aktienkurs lag bei 11,92 Dollar). Beim Börsenstart hatte die Aktie noch 19,20 Dollar gekostet.

Börsengang: 31.10.2007

Emissionsvolumen: 887 Millionen Dollar

Zynga
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Zynga

Dem Erfinder von „Farmville“, „Cityville“ und „Mafia Wars“ laufen die Kunden weg. Nach einem euphorischen Börsenstart im Jahr 2011 verlor das Unternehmen schnell die Puste. Die Aktie rutschte langsam aber sicher ab und notiert nun fast 70 Prozent unter dem Wert des Börsenganges. Kein Wunder, denn Zynga fehlen einfach neue Erfolge und schwarze Zahlen. Das Unternehmen versucht sich derweil gesund zu schrumpfen und kürzt 15 Prozent aller Arbeitsplätze. Außerdem sollen noch Übernahmen helfen.

Zynga ist immer noch ein Verlustbringer: Im gesamten Jahr 2013 sammelten sich rote Zahlen von knapp 37 Millionen Dollar an. Der Quartalsumsatz im vierten Quartal 2013 brach im Jahresvergleich um 43 Prozent auf 176 Millionen Dollar ein.

Börsengang: 15.12.2011

Emissionsvolumen: 1 Milliarde Dollar

Shanda Games
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Shanda Games Limited

Der Börsengang des chinesischen Online-Spiele-Entwicklers Shanda zeigt den Aufstieg der Online-Rollenspiele, die wie digitale Pilze im Internet hervorschießen. Leider schaffen es nur wenige Spielehersteller auch profitabel zu sein. Die meisten Spiele sind zum Start kostenlos, weitere Features kosten in der Regel Geld. Doch dieses Konzept geht nicht immer auf.

Investoren sind von Shandas Entwicklung nicht begeistert: Die Aktie hat in den vergangenen rund fünf Jahren 40 Prozent an Wert eingebüßt. Shanda droht wohl das gleiche Schicksal wie „Giant“. Es gibt bereits Pläne das Unternehmen von der Börse zu nehmen.

Börsengang: 24.09.2009

Emissionsvolumen: 1,04 Milliarden Dollar

BT
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Infonet Services

Infonet Services ist ein Anbieter von Voice- und Daten-Netzwerkdiensten für multinationale Unternehmenskunden. Das Unternehmen wurde im Februar 2005 von der BT Group aufgekauft. BT zahlte pro Aktie 2,06 US-Dollar. Damit belief sich der Kaufpreis auf 965 Millionen US-Dollar. Rechnet man allerdings noch die Barreserven von Infonet in Höhe von 390 Millionen Dollar hinzu, betrug der Kaufpreis netto 575 Millionen Dollar. Das sind gerade einmal rund 50 Prozent des Emissionsvolumens. Ganz so toll lief es für Infonet also wohl nicht.

Börsengang: 15.12.1999

Emissionsvolumen: 1,08 Milliarden Dollar

Bildquelle: PR

Yandex founder and CEO Arkady Volozh celebrates Yandex listing on the Nasdaq exhange in New York
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Yandex

Das „russische Google“ ging 2011 in den USA an die Börse. Drei Jahre später (Juni 2014) wurde die Yandex-Aktie auch an der Moskauer Börse zusätzlich zur Nasdaq gezeichnet. Yandex ist die meistgenutzte Suchmaschine in Russland und bietet unter anderem auch einen Online-Bezahldienst „Yandex Money“ (vergleichbar mit Paypal) an.

An den Börsenerfolg von Google kommt Yandex allerdings nicht heran: Die Aktie hat seit ihrer Erstnotiz rund 15 Prozent an Wert verloren.

Börsengang: 23.05.2011

Emissionsvolumen: 1,3 Milliarden Dollar

Google
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Google

Die Google-Aktie feierte vor kurzem ihr 10-jähriges Jubiläum. Im Jahr 2004 notierte die Google-Aktie noch bei rund 50 Dollar. Heute kostet eine Google-Aktie fast 600 Dollar – ein Plus von rund 1.000 Prozent. Die Google-Aktie hatte Anfang 2014 noch mehr als 1.200 Dollar gekostet, bis Google seine Aktie teilte. Für jede Aktie gab es noch eine dazu. Dadurch halbierte sich der Wert der Aktie. Eine optische Maßnahme, aber auch ein Mittel zur Machtsicherung der Gründer: Die neuen C-Aktien haben nämlich keine Stimmrechte.

Die Marktkapitalisierung, also der Börsenwert des Unternehmens, beträgt 391 Milliarden Dollar. Damit ist Google das drittwertvollste Unternehmen der Welt.

Börsengang: 18.08.2004

Emissionsvolumen: 1,67 Milliarden Dollar

Twitter unveils video ads
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Twitter

Mit dem Kurznachrichtendienst Twitter kann man eine SMS schreiben, die die ganze Welt lesen kann. Der Dienst brauchte eine Weile, um sich durchzusetzen. Er wurde als „Klowand des Internets“ bezeichnet und war für Facebook-Nutzer zu unübersichtlich. Doch spätestens seitdem Prominente wie Barack Obama, Katy Perry und Justin Bieber den Dienst intensiv nutzen, hat er einen festen Platz im Leben vieler Menschen.

Seit dem Börsengang hat die Aktie eine Berg- und Talfahrt erlebt und notiert bei 45 Dollar nahe ihres Ausgabekurses. Twitter ist derzeit 27 Milliarden Dollar wert und überraschte Investoren mit einem starken zweiten Quartal 2014: Der Umsatz mit Plus 124 Prozent und 312 Millionen Dollar lag weit über den Erwartungen. Allerdings schrieb Twitter immer noch rote Zahlen: Mit 145 Millionen Dollar war der Verlust fast viermal so hoch wie die 42 Millionen im Vorjahresquartal. Schuld daran seien in erster Linie „aktiengebundene Vergütungen“.

Börsengang: 06.11.2013

Emissionsvolumen: 1,82 Milliarden Dollar

New YorkFacebook ist an der US-Börse mittlerweile mehr wert als der Walmart-Konzern. Der Betreiber des größten sozialen Netzwerkes verdrängte die weltweit größte Einzelhandelskette aus der Liste der zehn am höchsten bewerteten Unternehmen im Standard & Poor's 500 Index.

Am Dienstagmorgen stand Facebook mit einem Aktienwert von 86,59 Dollar bei einem Gesamtwert von 242,7 Milliarden Dollar (213,6 Milliarden Euro). Walmart notierte bei 72,58 Dollar pro Aktie und 233,8 Milliarden Dollar Gesamtwert. Erstmals überflügelt hatte Facebook Walmart bereits am Montag.

Was spricht für, was gegen Aktien?
Pro: Kursgewinne
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Wer zum richtigen Zeitpunkt einsteigt, dessen Einsatz lohnt sich allein dank steigender Kurse. Wer zum Beispiel Anfang 1997 zur Rückkehr des Firmengründers Steve Jobs 1000 Dollar in Papiere des am Boden liegenden Computerbauers Apple steckte, ist heute mehr als 200 000 Dollar reicher. Apple ist inzwischen das wertvollste Unternehmen der Welt.

Pro: Dividenden
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Viele Unternehmen beteiligen ihre Anteilseigner am Geschäftserfolg. Bei Europas größtem Versicherer Allianz fällt die Gewinnbeteiligung für das erfolgreiche Geschäftsjahr 2014 besonders üppig aus: Der Münchner Dax-Konzern schüttet 6,85 Euro Dividende je Aktie aus. Viele andere Dax-Konzerne heben ihre Dividende an. K+S hebt sie um 25 auf 90 Cent, Continental will statt 2,50 nun 3,25 Euro je Aktie ausschütten.

Pro: Miteigentümer
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Wer Aktien kauft, kauft einen Unternehmensanteil. Mit dem Geld werden neue Geschäftsideen oder der Ausbau des bestehenden Geschäfts finanziert. Das trägt im Idealfall auch dazu bei, dass Arbeitsplätze geschaffen werden oder zumindest erhalten bleiben. Angesichts des schwachen Euros und der damit verbundenen verbesserten Ausgangslage des Exportgeschäfts, kann man als Miteigentümer eines Exportunternehmen Geld verdienen.

Pro: Anlagenotstand
4 von 8

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinsen im Euroraum quasi abgeschafft. Davon profitieren zwar Kreditnehmer, andererseits wird die bei vielen Deutschen so beliebte Geldanlage auf Sparbuch, Tagesgeld- oder Festgeldkonten kaum noch belohnt. Dass die Menschen zunehmend selbst fürs Alter vorsorgen müssen, zwingt sie dazu mehr Risiko einzugehen. Für ein annehmbares Risiko bekommen sie auf dem Aktienmarkt akzeptable Renditen.

Kontra: Aufs falsche Pferd setzen
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Die „Volksaktie“ Telekom startete im November 1996 bei 28,50 Deutsche Mark (14,57 Euro) und kletterte bis März 2000 auf umgerechnet knapp über 100 Euro. Aktuell ist die T-Aktie noch gut 17 Euro wert. Fachleute raten ohnehin dazu, Geld nicht nur in einen Titel zu stecken, sondern möglichst breit zu investieren und die Aktien mehrerer Unternehmen ins Depot zu nehmen, um Schwankungen ausgleichen zu können. Ein zu breite Streuung ist allerdings ebenfalls nicht erbaulich für das Depot, da sonst Gewinne durch Verluste anderer Titel vernichtet werden können.

Kontra: Zum falschen Zeitpunkt einsteigen
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Gerade Kleinanleger lassen sich oft von einem Börsenhype mitreißen und steigen ein, wenn die Kurse schon vergleichsweise hoch sind – etwa, weil dann viel darüber berichtet wird. Profi-Investoren machen dann längst schon wieder Kasse und sorgen durch Verkäufe dafür, dass die Kurse wieder sinken. Daher sollten Kleinanleger sich über die Aktienmärkte nicht erst informieren, wenn viel auf ihnen los ist, sondern bereits vorher.

Kontra: Gebühren
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Börsenbetreiber und Banken verdienen beim Kauf und Verkauf von Aktien und Fondsanteilen mit. Verbraucherschützer kritisieren, die Gebührenstruktur sei bisweilen unübersichtlich – zulasten der Kunden.

  • ap
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