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Start-up Coworking-Anbieter WeWork treibt Börsengang voran

Obwohl der Büro-Vermieter auf absehbare Zeit keine Gewinne plant, nimmt er Kurs auf die Wall Street. Die Aktienemission soll 3,5 Milliarden US-Dollar umfassen.
Update: 14.08.2019 - 17:49 Uhr Kommentieren
Der Büro-Vermieter verzeichnete im ersten Halbjahr einen Verlust von 690 Millionen Dollar. Quelle: AFP
WeWork

Der Büro-Vermieter verzeichnete im ersten Halbjahr einen Verlust von 690 Millionen Dollar.

(Foto: AFP)

New York Rasante Wachstumsraten, aber enorme Verluste. Das geht aus den Zahlen hervor, die der Coworking-Anbieter WeWork im Zuge des geplanten Börsengangs nun veröffentlicht hat. Im ersten Halbjahr dieses Jahres hat das New Yorker Unternehmen, das nun The We Company heißt, bei einem Umsatz von 1,54 Milliarden Dollar einen Nettoverlust von 690 Millionen Dollar gemacht.

WeWork gehört zu den mit Spannung erwarteten Börsengängen, die weit mehr als eine Milliarde wert sind. Die Aktienemission wird im Herbst erwartet und soll ein Volumen von rund 3,5 Milliarden Dollar umfassen, berichten Finanzkreise. Derzeit hat das Unternehmen der Börsenaufsicht SEC ein Volumen von einer Milliarde Dollar gemeldet. Doch diese Summe dient typischerweise als Platzhalter und wird korrigiert, sobald die Konditionen der Emission später bekanntgegeben werden.

Mit dem geplanten Volumen wäre WeWork der zweitgrößte Börsengang in den USA nach der Emission von Uber, dem Online-Vermittlungsdienst zur Personenbeförderung und Taxikonkurrenten. Der Gang auf das Parkett von Uber im Mai brachte es auf ein Volumen von 8,1 Milliarden Dollar. Als Konsortialführer für den Börsengang des US-Büroraumanbieters agieren die beiden Investmentbanken JP Morgan und Goldman Sachs. Als Börsenkürzel für die Aktien ist „WE“ geplant.

Bereits im April hatten die beiden WeWork-Gründer Adam Neumann und Miguel McKelvey den Antrag für einen Börsengang gestellt, dabei aber nur wenige Zahlen bekanntgegeben. Zum Ende Juni hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben 527.000 Kunden, 90 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die 2010 gegründete The We Company kauft oder mietet Immobilien weltweit und vermietet diese als Coworking-Plätze weiter. 2018 hat das Unternehmen mit 1,9 Milliarden Dollar mehr Geld verloren als die 1,8 Milliarden Dollar, die es umgesetzt hat. Der größte Investor ist Japans Softbank, die das Unternehmen mit seiner Zwei-Milliarden-Spritze im Januar weiter finanziert hat.

Eins der weltweit wertvollsten Start-ups

Mit rund zehn Milliarden Dollar insgesamt ist Softbank der mit Abstand größte Investor. Aber auch JP Morgan und Goldman Sachs haben in das Unternehmen Geld gesteckt.

WeWork gehört zu den wertvollsten Start-ups der Welt. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde im Januar wurde die Firma noch mit 47 Milliarden Dollar bewertet. Allerdings liegen aktuelle Schätzungen nach den enttäuschenden Börsengängen von Uber und Lyft in diesem Jahr deutlich niedriger.

Der neue Name The We Company des 2010 gegründeten Unternehmens soll zeigen, dass es für mehr steht als nur für Büros, die vom Unternehmen etwa über langfristig gemietete Immobilien in der Form von Gemeinschaftsbüros angeboten werden. Unter der Marke WeLive vermieten sie in verschiedenen Städten auch Wohnungen auf Zeit. Auch hier wird der Gemeinschaftsgedanke etwa über gemeinsame Grillabende großgeschrieben. Außerdem hat The We Company in New York eine eigene Privatschule gegründet und das Hobby-Start-up Meetup übernommen.

Zu den Kunden gehört neben vielen Start-ups etwa auch das IT- und Beratungsunternehmen IBM.

Mehr: Das ehemals rasante Flächenwachstum flexibler Büroflächen für Coworking nimmt ab. Experten rechnen jetzt mit einer Marktbereinigung.

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