T-Aktie Aufbruchstimmung in Magenta

Der neue Telekom-Chef Timotheus Höttges hat mit einer flammenden Antrittsrede seine Mitarbeiter auf seinen Fünf-Jahres-Plan eingeschworen. Das macht die T-Aktie wieder interessant.
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Der neue Telekom-Chef bringt frischen Wind in das Unternehmen. Quelle: dpa

Der neue Telekom-Chef bringt frischen Wind in das Unternehmen.

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Das „Paneuropäische Netz“ soll die Zukunft des Bonner Konzerns werden. Dieses soll Mobilfunk und Festnetz unter einen Hut bringen und über die europäischen Binnengrenzen hinweg funktionieren. Dazu wurde kurzerhand ein neues „Executive Commitee“, kurz ExCom, installiert, das den Netzausbau koordinieren und direkt mit dem Vorstand abstimmen soll.

Höttges wisse, dass die Kunden nicht primär die Technik interessiere, vielmehr wollen sie überall den schnellsten Internetzugang haben. Das sind ambitionierte Ziele, die auch eine Veränderung der Beteiligungsstrukturen hervorrufen. Europaweit werden Telekommunikationspartner gesucht, um den Netzausbau zu unterstützen. Im November wurde Telekom bereits fündig und kaufte den osteuropäischen Telekommunikations-Anbieter GTS für fast 550 Millionen Euro.

Die Telekom profitiert aktuell ebenfalls von der Fusion der US-amerikanischen Tochtergesellschaft mit dem Mobilfunkanbieter Metro PCS. T-Mobile USA und Metro PCS sind zusammen ein starkes Bündnis gegen die übermächtigen AT&T aus Texas. Kürzlich konterte T-Mobile ein AT&T-Angebot, das Kunden einen Kredit von bis zu 250 US-Dollar gewährt, wenn sie von T-Mobile zu AT&T wechseln: T-Mobile US kündigte eine Prämie von bis zu 350 US-Dollar für jeden Neukunden an, der vom US-Konkurrenten zu T-Mobile wechselt.

Derartige Aktionen scheinen in Übersee zu fruchten: Im Schlussquartal letzten Jahres gewann der zu 67 Prozent der Deutschen Telekom gehörende viertgrößte Handynetzbetreiber nach eigenen Angaben über 1,6 Millionen Neukunden hinzu. Im vorherigen Quartal war es rund eine Million neue Kunden. Trotz der guten Nachrichten hält die deutsche Führung daran fest, sich früher oder später aus dem schwierigen US-Markt zurückzuziehen. Gute Zahlen machen es natürlich auch einfacher, einen Investor zu finden. Vodafone hat sich bereits im vergangenen Jahr aus dem nordamerikanischen Markt verabschiedet. In Deutschland steht das Wertpapier aktuell bei rund 12,30 Euro.

Ende Dezember erreichte die Aktie den höchsten Stand seit 2008. Am 27. Dezember konnte man das Papier für 12,60 Euro kaufen. Der Start ins neue Jahr begann zunächst mit Kursverlusten, nun scheint sich die Lage wieder zu stabilisieren. Das sehen auch die meisten Analysten so und empfehlen „Halten“.

Analyst Markus Glockenmeier von der National-Bank hat diese Woche das Kursziel von 11,30 auf 12 Euro angehoben. Der Frequenzerwerb sei positiv für die Position von T-Mobile USA zu bewerten, da das Tochter- Unternehmen Niedrigfrequenzen in den wichtigsten US-Märkten wie etwa New York oder Los Angeles erhalte. Der Preis dafür sei relativ hoch, doch sei die Transaktion für T-Mobile strategisch sehr wichtig gewesen, um gegenüber den amerikanischen Konkurrenten bestehen zu können.

Viele Börsianer sehen für die T-Aktie eine magische Marke bei 11,38 Euro. Sollte diese Marke unterschritten werden, könnte die Wiederaufnahme der Rallye in weite Ferne rücken. Diese Entwicklung deutet sich aber aktuell nicht an. Mit einem für 2015 erwarteten KGV von 16,94 liegt die Deutsche Telekom deutlich höher als ihre internationalen Konkurrenten. Es gibt, ganz im Gegenteil, gute Gründe, jetzt in die Deutsche Telekom zu investieren.

Telekom unter den wertvollsten Dax-Unternehmen
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  • Entscheidend für die Bewertung sind nicht nur die Neuverträge, sondern auch, wie viele Kunden abgewandert sind.
    Als Kundenberater bei einem Telekommunikationsunternehmen kann ich den Investoren nur raten, bei ihrer Bewertung beide Größen zu berücksichtigen. Es gibt, wie ich feststelle, starke Wanderbewegungen in beide Richtungen.
    Wissen Sie denn, wie viele Kunden ihre Verträge in 2013 gekündigt haben ?

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