Trumps Zoll-Pläne Carl Icahn bestreitet Insiderhandel

Der Investor wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe von Trumps Zoll-Plänen vorher gewusst. Für den Abstoß von Manitowoc-Aktien habe es gute Gründe gegeben.
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Der US-Investor bestreitet, im Vorfeld von Trumps Plänen gewusst zu haben. Quelle: Reuters
Carl Icahn

Der US-Investor bestreitet, im Vorfeld von Trumps Plänen gewusst zu haben.

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New YorkUS-Investor Carl Icahn wehrt sich gegen Spekulationen, er habe von Trumps Strafzöllen gewusst und deswegen Anteile an einem Unternehmen verkauft, das stark von Stahl abhängig ist. „Jede Andeutung, dass wir von Trumps Ankündigung zu den neuen Zöllen auf Stahlimporte im Vorfeld wussten, ist kategorisch falsch“, schrieb Icahn am Mittwoch in einer Stellungnahme, die er auf seiner Webseite veröffentlichte. „Wir verringerten unsere Anteile an Manitowoc aus berechtigten Investitionsgründen“, heißt es darin weiter.

Der 82-jährige Milliardär verkaufte laut einer Mitteilung der US-Börsenaufsicht SEC im Zeitraum vom 12. bis 22. Februar Aktien der Manitowoc Company im Wert von 31,3 Millionen Dollar. Das Unternehmen stellt Kräne her, es war abzusehen, dass Trump Vorstoß die Firma betreffen würde.

Der Präsident kündigte seine Strafzölle eine Woche später am 1. März an. Bis zum Morgen des Folgetags verlor die Aktie des in Wisconsin ansässigen Unternehmens rund sechs Prozent an Wert. Seitdem hat sie sich jedoch wieder etwas erholt.

Welche Beweggründe Icahn für den Abstoß der Papiere hatte, darauf ging der ehemalige Trump-Berater auch in seiner jüngsten Stellungnahme nicht ein. Eine Anfrage der US-Webseite „Axios“ blieb unbeantwortet.

Seitdem bekannt ist, dass der US-Präsident Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und zehn Prozent auf Aluminium erheben will, werden immer mehr kritische Stimmen aus Politik und Wirtschaft laut – vor allem aber auch aus den eigenen Reihen. Zuletzt haben mehr als 100 Republikaner ihre Sorgen über das Vorhaben in einem an Trump adressierten Brief geäußert.

Strafzölle seien Steuern, die US-Unternehmen weniger wettbewerbsfähig und Konsumenten ärmer machten, heißt es in dem Schreiben. Die Konservativen baten den Präsidenten, die Strafzölle zu überdenken, um unbeabsichtigte Konsequenzen für die heimische Wirtschaft zu vermeiden.

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