Übernahme-Deal K+S-Aktionäre stimmen gegen Potash

Im Kampf gegen die Übernahme durch den kanadischen Konkurrenten Potash greift K+S zu ungewöhnlichen Mitteln – und befragt seine Aktionäre. Diese finden die Offerte mehrheitlich zu niedrig. Die Aktie gewinnt an Fahrt.
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Potash lässt nicht locker. Kommt eine Übernahme zustande, hätten die Kanadier den größten Salzhersteller der Welt im Besitz. Doch K+S wehrt sich. Quelle: dpa
Potash und K+S

Potash lässt nicht locker. Kommt eine Übernahme zustande, hätten die Kanadier den größten Salzhersteller der Welt im Besitz. Doch K+S wehrt sich.

(Foto: dpa)

FrankfurtIm Abwehrkampf gegen eine Übernahme durch den Rivalen Potash erhält K+S Rückendeckung von seinen Privatanlegern. In einer Umfrage hätten 84 Prozent von ihnen die Ablehnung des aktuellen Übernahmevorschlags von Potash durch den K+S-Vorstand unterstützt, teilte der Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller am Montag mit.

„Unsere privaten Aktionäre haben klar Position bezogen. Sie teilen vollumfänglich die Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat der K+S, dass der aktuelle Vorschlag von Potash den fundamentalen Wert von K+S nicht widerspiegelt”, sagt Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner. Die Aktionäre hätten mit ihrer Abstimmung dem Vorstand das Mandat erteilt, die „auch aus ihrer Sicht attraktiven Zukunftsperspektiven von K+S nachhaltig zu realisieren.“

Von etwa 140.000 angeschriebenen Privataktionären hatten rund 28 Prozent an der Umfrage teilgenommen. Nur vier Prozent von ihnen würde ein Übernahmeangebot zu den aktuell vorgeschlagenen 41 Euro annehmen. „Der Tenor stimmt mit der Einschätzung der großen Mehrheit der mit uns im Kontakt stehenden institutionellen Anleger überein, die ebenfalls die Ablehnung des Vorschlags von Potash begrüßen”, sagte auch Finanzchef Burkhard Lohr.
Allerdings würde mehr als ein Viertel der Privatanleger gegebenenfalls eine höhere Offerte annehmen. Für die K+S-Aktie ging es am Montagmorgen 0,7 Prozent nach oben auf rund 37,4 Euro. Damit geht die Rally weiter. Seit dem 1. Januar haben die K+S-Papiere 61,9 Prozent zugelegt und zeigten sich sogar in Zeiten der Korrektur als die absoluten Kursgewinner.

Nach Meinung der Aktionäre ist da noch deutlich Potenzial nach oben. Mehr als die Hälfte von ihnen hält den Vorschlag von Potash für den Beginn einer Neubewertung und setzt auf steigende Kurse. Dabei haben die Anleger Geduld: 84 Prozent von ihnen bezeichnen sich als langfristig orientiert, weitere 82 Prozent glauben an eine positive Dividendenentwicklung des Konzerns.

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1 Kommentar zu "Übernahme-Deal: K+S-Aktionäre stimmen gegen Potash"

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  • Man braucht sich doch nur ansehen, wo der Kurs von K+S vor dem Angebot stand (ca. 29 €) und wo er jetzt nach dem Abflauen der ersten Euphorie herumturnt, nämlich zwischen 36 und 38 €. Da ahnt man doch, was die Aktionäre WIRKLICK wollen.

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