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US-Büroflächenvermieter WeWork will offenbar schon im September an die Börse

WeWork-Chef Adam Neumann hat es eilig. Das milliardenschwere Start-up mit weltweit etwa 100 Niederlassungen soll noch im September an die Börse.
Update: 24.07.2019 - 15:49 Uhr Kommentieren
Das Unternehmen mit Sitz in New York verfügt über Niederlassungen in etwa 100 Städten weltweit, darunter Berlin, Frankfurt, München und Hamburg. Quelle: WeWork
WeWork-Eingangsbereich

Das Unternehmen mit Sitz in New York verfügt über Niederlassungen in etwa 100 Städten weltweit, darunter Berlin, Frankfurt, München und Hamburg.

(Foto: WeWork)

New York Der US-Büroflächenvermieter WeWork will einem Insider zufolge früher als bislang erwartet an die Börse gehen. Das Unternehmen könnte diesen Schritt bereits im September wagen, sagte eine mit den Planungen vertraute Person gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Demnach könnte bereits im August ein Börsenprospekt veröffentlicht werden.

WeWork wolle noch vor dem Börsengang fünf bis sechs Milliarden Dollar durch Anleihen einnehmen – mehr als bislang erwartet. Das „Wall Street Journal“ hatte zuerst über die Pläne berichtet. WeWork selbst wollte sich dazu nicht äußern. WeWork vermietet Büroplätze und Gewerbeflächen auf Monatsbasis.

Das Unternehmen mit Sitz in New York verfügt über Niederlassungen in etwa 100 Städten weltweit, darunter Berlin, Frankfurt, München und Hamburg. Die Muttergesellschaft von WeWork, The We Company, wird Insidern zufolge am 31. Juli in Vorbereitung des Börsengangs einen Analystentag für die Wall-Street-Banken veranstalten.

The We Company ist als Anbieter von Büroraum gestartet. Dabei bietet das Unternehmen aus New York Büroflächen als Coworking-Plätze an: Mitglieder können je nach Bedarf entweder einen festen Arbeitsplatz in einem offenen Bürosystem mieten oder auf einen flexiblen Arbeitsplatz zurückgreifen und dabei bei jeder Nutzung möglicherweise einen neuen Schreibtischplatz zugewiesen bekommen. Doch die Konkurrenz durch andere Anbieter ist zuletzt deutlich härter geworden, was die Preise unter Druck bringt.

So schreibt WeWork noch tiefrote Zahlen. Im Jahr 2018 hat WeWork zwar ein starkes Wachstum verzeichnet. Der Umsatz lag mit 1,82 Milliarden US-Dollar mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Doch die aggressiven Wachstumsbemühungen der Firma haben viel Geld verschlungen. Der Nettoverlust verdoppelte sich auf 1,93 Milliarden US-Dollar – und lag damit höher als die Erlöse.

Dennoch konnte WeWork namhafte Investoren gewinnen: So ist die japanische Softbank bei dem US-Start-up engagiert. Die Japaner haben ihre Investition in WeWork zuletzt um zwei Milliarden US-Dollar auf insgesamt 10,4 Milliarden US-Dollar ausgebaut. Ursprünglich hatten die Japaner sogar noch höhere Investitionen geplant. Angesichts nervöser Aktienmärkte hat Softbank die Pläne dann jedoch zusammengestrichen. Trotzdem wird WeWork nach der jüngsten Finanzierungsrunde mit 47 Milliarden US-Dollar bewertet.

Für Unruhe hatten vor Kurzem ‧indes Berichte gesorgt, wonach der Mitgründer und Chef des milliardenschweren Start-ups, Adam Neumann, zuletzt bereits Anteile des Unternehmens im Wert von 700 Millionen Dollar vorbörslich verkauft habe. Investoren sehen es normalerweise lieber, wenn die Gründer ihr Kapital bis zum Börsengang im Unternehmen belassen. Bill Gurley, Partner bei dem WeWork-Investor Benchmark, habe den Schritt denn auch intern scharf kritisiert, heißt es im „Wall Street Journal“.

In den letzten Monaten waren mit dem Arbeitsplatzmessenger Slack, der Fotoplattform Pinterest sowie den Fahrdiensten Uber und Lyft gleich mehrere hoch bewertete Start-ups an die Börse gegangen. Die schwache Kursentwicklung einiger Neulinge hat die Aktieneuphorie für hochdefizitäre Firmen jedoch gedämpft.

Mehr: WeWork-Mitgründer Adam Neumann hat laut einem Bericht Anteile versilbert. Ein ungewöhnlicher Schritt vor einem Börsengang.

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