VAT gelingt Neuemission Börsendebüt bringt Investoren fast 500 Millionen Euro ein

Es ist der zweitgrößte europäische Börsengang des Jahres: Für einen Ausgabepreis von bis zu 52,60 Franken zeichneten Anleger Papiere des Schweizer Vakuumventile-Herstellers VAT. Der Erlös ist deutlich höher als erwartet.
Mit seinem Börsengang landet VAT im bisherigen Jahr auf Platz zwei – nach der britischen Clydesdale Bank. Quelle: dpa
Zweitgrößtes IPO

Mit seinem Börsengang landet VAT im bisherigen Jahr auf Platz zwei – nach der britischen Clydesdale Bank.

(Foto: dpa)

ZürichDer Schweizer Vakuumventile-Herstellers VAT schafft den bislang zweitgrößten Börsengang in Europa in diesem Jahr. Die Aktien stiegen bei ihrem Debüt am Donnerstag über den Ausgabepreis, der mit 45 Franken am oberen Ende der angepeilten Preisspanne festgelegt worden war. An der Börse kosteten die VAT-Papiere gegen Mittag 52,60 Franken. Die beiden Finanzinvestoren Partners Group und Capvis, denen VAT seit rund zwei Jahren gehört, streichen 540 Millionen Franken (496 Millionen Euro) ein. Sie veräußerten 40 Prozent ihrer Anteile. Insgesamt ist das Unternehmen aus Haag im Kanton St. Gallen 1,35 Milliarden Franken wert.

Mehr Geld eingebracht hat in Europa dieses Jahr bislang nur der Börsengang der britischen Clydesdale Bank. Sollte die Mehrzuteilungsoption bei VAT ausgeübt werden, würde sich das Unternehmen an die Spitze der Liste setzen. VAT ist 2016 nach der Internet-Sicherheitsfirma Wisekey der zweite Neuzugang an der Schweizer Börse. Ursprünglich war ein Ausgabepreis von 39 bis 46 Franken angepeilt worden, der nach Informationen von Insidern dann auf 43 bis 45 Franken je Aktie eingeengt wurde. Der VAT-Börsengang lag in den Händen von Credit Suisse und UBS. Mit an Bord waren auch JP Morgan, die Bank Vontobel und Berenberg.

Die 7 wertvollsten Unternehmen der letzten 20 Jahre
General Electric
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Mit der Glühlampe feierte General Electric in den 1880er Jahren seinen ersten großen Erfolg – rund 100 Jahre später war der Mischkonzern das wertvollste Unternehmen der Welt. 1996 besaß GE eine Marktkapitalisierung von rund 137 Milliarden US-Dollar. Im Jahr darauf waren es schon 223 Milliarden. Abgelöst wurde GE 1998 ebenfalls von einem Technologiekonzern.

Microsoft
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Mit einer Marktkapitalisierung von rund 272 Milliarden US-Dollar stieß Microsoft den damaligen Primus GE 1998 vom Thron. Mit dem Erfolg der Betriebssysteme Windows 95 und Windows 98 verbreitete sich die Software des Konzerns aus Redmond wie ein Lauffeuer: Office-Suiten, Webbrowser, Grafiksoftware auf Computern in aller Welt kamen in den 90er Jahren wie selbstverständlich aus dem Hause Microsoft. In den Jahren 2000 bis 2002 sowie ab 2003 übernahm GE zwar wieder die Spitze an der Liste der wertvollsten Konzerne der Welt – doch bis heute bleibt Microsoft unter den Top Ten.

Exxon Mobil
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Mit Öl und Gas schwang sich Exxon Mobil 2005 zum wertvollsten Konzern der Welt auf – bei einer Marktkapitalisierung von rund 372 Milliarden US-Dollar. Viele Jahre blieb Exxon an der Spitze, nur zeitweise unterbrochen von ...

PetroChina
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... dem chinesischen Konkurrenten PetroChina. Im vierten Quartal 2007 sowie vom zweiten Quartal 2009 bis zum zweiten Quartal 2010 lief der größte Ölkonzern Chinas Exxon den Rang ab (Marktkapitalisierung 2007: 724 Milliarden US-Dollar; 2009: 367 Milliarden US-Dollar). Auch diese Serie wurde zeitweise unterbrochen – für genau einen Tag. Denn am 28. Oktober 2008 ...

Volkswagen
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... schoss die Aktie von Volkswagen für eine kurze Zeit dramatisch in die Höhe. Damals steckten zahlreiche Spekulanten, insbesondere Hedgefonds, in einem sogenannten Short Squeeze: Sie hatten mit Leerverkäufen auf fallende Kurse der VW-Aktie gesetzt, bevor der Porsche-Vorstand bekanntgab, zusätzlich zu seiner Beteiligung an VW in Höhe von 42,6 Prozent weitere Anteile in Höhe von 31,5 Prozent über Optionen gesichert zu haben. Weil das Land Niedersachsen allerdings weitere 20 Prozent hielt, blieben weniger als 6 Prozent der VW-Aktie frei handelbar. Das Problem: Die Spekulanten hatten sich für ihre Leerverkäufe zwölf Prozent der Aktien geliehen – durch den Nachfrageüberhang war VW einen Tag lang der teuerste Konzern der Welt, mit zeitweisen Kursen von 1005 Euro pro Aktie.

Exxon Mobil
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Ab dem zweiten Quartal 2010 übernahm Exxon erneut die Spitze des Rankings von PetroChina. Bis Mitte 2011 blieb der Rohstoffkonzern (Marktkapitalisierung Q2/2011: 401 Milliarden US-Dollar) ungeschlagen – als im dritten Quartal erneut ein Technologie-Konzern zum wertvollsten Unternehmen der Welt wurde.

Apple
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Mit iPhones, iPads und iMacs überrollte der Apple-Gründer Steve Jobs die Technik-Welt und schuf nicht nur den wertvollsten Konzern, sondern auch die wertvollste Marke der Welt. Rund 354 Milliarden US-Dollar legten Investoren im dritten Quartal 2011 in Apple-Aktien an. Zwei Quartale (Q4/2011 und Q2/2013) gingen seither zwar noch an Exxon, insgesamt blieb Apple aber viele Jahre an der Spitze. Seinen Höchstwert erreichte das Unternehmen im ersten Quartal 2015 mit einer Marktkapitalisierung von 724,8 Milliarden Euro.

Das Unternehmen mit weltweit rund 1200 Beschäftigten erzielte im vergangenen Jahr 411 Millionen Franken Umsatz, 13 Prozent mehr als im Jahr davor. Der um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) wuchs um 22 Prozent auf 127 Millionen Franken. Die von VAT hergestellten Vakuumventile werden in Anlagen zur Herstellung von Halbleitern, Flachbildschirmen und Photovoltaik-Panelen eingesetzt. VAT ist mit einem Marktanteil von rund 41 Prozent rund acht mal größer als die Nummer zwei in diesem Bereich, der US-Konzern MKS Instruments. Bekannte Firmen im Bereich Vakuumtechnik sind unter anderem auch die Schweizer Inficon und die deutsche Pfeiffer Vakcuum.

  • rtr
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