Welthandel Schweizer Börse legt Verschnaufpause ein

Die Schweizer Börse legt nach ihrem Höhenflug am ersten Handelstag eine kleine Verschnaufpause ein. Kursbewegende Nachrichten seien nach den Feiertagen weiterhin rar gesät, sagten Händler.
Update: 04.01.2017 - 10:56 Uhr Kommentieren
Die Schweitzer Börse setzt ihren Höhenflug weiter fort. Quelle: dpa
Schweizerische Nationalbank

Die Schweitzer Börse setzt ihren Höhenflug weiter fort.

(Foto: dpa)

ZürichDer Schweizer Börse ist nach dem Höhenflug am ersten Handelstag des Jahres etwas die Puste ausgegangen. Zwar sorgten positive Vorgaben aus Asien und den USA für eine gute Grundstimmung. Viele Anleger hielten sich aber zurück, sagten Händler. Denn kursbewegende Nachrichten seien nach den Feiertagen weiterhin dünn gesät. Der Leitindex SMI legte am Mittwochvormittag um 0,3 Prozent auf 8337 Punkte zu. Am Dienstag hatte er 1,2 Prozent höher geschlossen.

An der Wall Street hatten die Börsen nach Handelsschluss in Europa am Dienstag weiter zugelegt. In Tokio zog der Nikkei-Index um 2,5 Prozent auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2015 an - beflügelt durch positive Konjunkturdaten: Einer Umfrage zufolge ist Japans Industrie im Dezember so stark gewachsen wie seit einem Jahr nicht mehr.

Die Experten der Privatbank Safra Sarasin erwarten auch für die kommenden Wochen eine gute Entwicklung. „Die Voraussetzungen stehen gut für bis in den Frühling 2017 steigende Aktienmärkte. Die USA, Japan und Deutschland sowie zyklische Industrien dürften am besten abschneiden“, erklärten sie in ihrem Ausblick für das Jahr 2017.

Am Mittwoch könnten im Tagesverlauf Inflationsdaten aus der Euro-Zone für Impulse sorgen. Weitere Hinweise auf das Tempo der erwarteten US-Zinserhöhungen erhoffen sich Investoren am Abend (20 Uhr MEZ) von den Protokollen der Fed-Sitzung vom Dezember, bei der die Notenbanker die Zinsen erhöht hatten.

Ungeheuerliche Prognosen für das Börsenjahr
Chinas Wirtschaft boomt
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Anfang 2016 rissen Sorgen um Chinas Wirtschaftswachstum die Börsen in die Tiefe. Dieses Jahr könnte eine positive Überraschung dafür sorgen, dass chinesische Aktien gefragt sind und der Shanghai Composite Index um 50 Prozent steigen wird – und die globalen Märkte beflügeln. Jakobsens ungeheuerliche Prognose: Mit acht Prozent Wachstum überflügelt Chinas BIP alle Vorhersagen.

Die Fed friert die Renditen von Staatsanleihen ein
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Ungeheuerlich, aber nicht unmöglich: Die „Testosteron getriebene Fiskalpolitik“ des neuen US-Präsidenten Donald Trump – sprich mächtige Infrastrukturinvestitionen nebst massiver Neuverschuldung, lässt die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen auf drei Prozent steigen. Das löst Panik am Markt aus und die US-Notenbank sieht sich zu einer ungewöhnlichen Reaktion gezwungen: Sie kopiert eine Maßnahme der Bank of Japan und fixiert die Renditen bei 1,5 Prozent. Das stoppt den Ausverkauf an den Anleihe- und Aktienmärkten.

Die Ausfallraten von Schrottanleihen steigen massiv
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Hochzins- oder High-Yield-Anleihen, oft wegen ihres schwachen Ratings auch als Schrottanleihen bezeichnet, sind nichts für schwache Nerven. Die vergleichsweise hohen Zinskupons erkaufen Investoren sich mit einem erhöhten Risiko. Und das könnte 2017 noch weiter steigen. Die Prognose der Saxo Bank: Eine Ausfallrate von mindestens 25 Prozent. Doch warum? Jakobson erwartet, dass die Politik des billigen Geldes der Notenbanken immer weniger wirkt und viele Staaten deshalb zum Ankurbeln ihrer Wirtschaft höhere Schulden aufnehmen. Damit steigen die Renditen und Unternehmen können ihre Schulden schlechter oder eben gar nicht mehr bedienen.

„Bremain“ statt „Brexit“
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Für eine große Überraschung könnten mal wieder die Briten sorgen. Schockierten sie Europa im Juni 2016 mit dem „Ja“ zum Austritt aus der Europäischen Union, könnte nun aus dem „Brexit“ ein „Bremain“ werden.  Denn laut Saxo-Bank ist ein Brexit alles andere als sicher, er könnte ausfallen.

Kupfer bricht ein
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Die Pläne von Donald Trump, kräftig in die Infrastruktur zu investieren, ließen vor allem einen Rohstoff kräftig steigen: Kupfer. Doch was geschieht mit dem Kupferpreis, wenn die Erwartungen der Anleger zu hoch sind? Das nämlich prophezeit die Saxo Bank. Um 50 Prozent könnte der Preis für das Metall demnach einbrechen und damit zu heftigen Verwerfungen an den Rohstoffmärkten führen.

Große Gewinne für den Bitcoin und andere Krypto-Währungen
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Zum Jahresbeginn ist die digitale Währung Bitcoin über die Marke von 1000 Dollar gestiegen. Und das könnte erst der Anfang sein. Steen Jakobsen schließt einen waren Run auf das Onlinegeld nicht aus. Und auch andere Krypto-Währungen könnten dem Bitcoin folgen. Die Saxo Bank sagt voraus, dass sich der Bitcoin-Kurs auf mehr als 2100 US-Dollar mehr als verdoppelt.

Gesundheitsaktien vor dem Absturz
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Zu den Profiteuren der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten profitierten auch Gesundheitsaktien. Sie legen kräftig zu. Doch für 2017 erwartet die Saxo Bank einen kräftigen Absturz der Branche, Investoren werden realisieren, dass Trump nicht halten können wird, was er versprach. Der Branchenindex Health Care XLV ETF könnte um 50 Prozent einbrechen, so die Saxo Bank, und damit den spektakulärsten Bullenmarkt für US-Aktien seit Ausbruch der Finanzkrise beenden.

Zu den Gewinnern im Schweizer Leitindex zählten erneut Finanzwerte. Credit Suisse legten um 3,4 Prozent zu. Die Aktien der zweitgrössten Schweizer Bank profitierten von positiven Analystenkommentaren: Barclays etwa stufte Credit Suisse auf „Overweight“ von „Equal Weight“ hoch. Der überarbeitete Strategieplan des Managements sei realistischer und mit der Einigung im US-Hypothekenstreit seien grosse Rechtsunsicherheiten aus dem Weg geräumt, hiess es in der Studie. Im Gefolge zogen die Papiere der Konkurrentin UBS um 1,9 Prozent an, während Julius-Bär -Titel 0,9 Prozent gewannen. Auch die Versicherungswerte waren gefragt.

Als Bremse erwiesen sich hingegen die schwergewichtigen Novartis -Papiere, die 1,4 Prozent nachgaben, nachdem JP Morgan die Empfehlung auf „Neutral“ von „Overweight“ gesenkt hatte. Die Papiere von Roche legten hingegen 0,7 Prozent zu und das dritte Index-Schwergewicht Nestle gewann 0,3 Prozent.

Um die meisten zyklischen Werte machten Anleger einen Bogen: Die Luxusgüterhersteller Swatch und Richemont rutschten rund ein Prozent ab. Der Elektrokonzern ABB und der Sanitärtechnikkonzern Geberit verloren ebenfalls an Wert. Lediglich Adecco legten um 2,7 Prozent auf 69,4 Franken zu: Die Analysten der Credit Suisse hatten das Preisziel für den Personalvermittler auf 75 Franken erhöht.

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