Wissenschaftsverlag Springer Nature dürfte sich mit Mühe an die Börse schleppen

Der Wissenschaftsverlag Springer Nature schleppt sich voraussichtlich nur mit Mühe an die Börse. Der Ausgabepreis liegt am unteren Ende der anvisierten Preisspanne.
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Die Eigentümer hatten auf einen Erlös von bis zu 1,6 Milliarden Euro gehofft. Quelle: Imago
Springer Nature

Die Eigentümer hatten auf einen Erlös von bis zu 1,6 Milliarden Euro gehofft.

(Foto: Imago)

FrankfurtDer Wissenschaftsverlag Springer Nature dürfte sich bei seinem milliardenschweren Börsengang nur mit Mühe über die Ziellinie schleppen. Die Aktien sollten zu 10,50 Euro ausgegeben werden, wie die begleitenden Investmentbanken den Investoren am Dienstag zum Ablauf der Zeichnungsfrist mitteilten. Der Platzierungspreis läge damit am unteren Ende der Preisspanne, die bis 14,50 Euro reicht.

Der Erlös von 1,2 Milliarden Euro für das Unternehmen selbst ist voraussichtlich aber auch so gesichert. Springer Nature will mit dem Geld seinen Schuldenberg von drei Milliarden Euro verringern. Der Konzern will am Mittwoch sein Börsendebüt in Frankfurt geben.

Der Finanzinvestor BC Partners als Miteigentümer dürfte aber angesichts des niedrigen Preises und der schleppenden Nachfrage darauf verzichten, im Zuge des Börsengangs Aktien für weitere 200 Millionen Euro auf den Markt zu werfen. Der Investor wird sich vermutlich damit begnügen, die Platzierungsreserve zu verkaufen, die knapp 140 Millionen bringt. BC Partners will seinen Anteil nach dem Börsengang nach und nach weiter abbauen.

Das Orderbuch zu füllen, hatte ungewöhnlich lange gedauert. Erst am Dienstag signalisierten die Banken, dass die Emission insgesamt überzeichnet sei. Dabei hatte die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck als Mehrheitseigentümer seine Order auf 200 Millionen Euro verdoppelt. Holtzbrinck, bisher mit 53 Prozent beteiligt, kommt nach der Erstnotiz auf 35 bis 38 Prozent der Anteile, BC Partners bleiben knapp unter 30 Prozent. Zum Ausgabepreis kommt Springer Nature auf einen Börsenwert von knapp 3,2 Milliarden Euro.

Das Unternehmen bringt 13.000 Fachbuch-Titel jährlich auf den Markt und verlegt fast 3000 Fachzeitschriften wie das weltbekannte Wissenschaftsmagazin "Nature". Im vergangenen Jahr kam Springer Nature mit 13.000 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 1,64 Milliarden Euro.

  • rtr
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