Zahlungsdienstleister Adyen-Chef nach Börsengang – „Wir feiern lieber Updates“

Pieter van der Does macht wenig Aufhebens um den Börsengang seines Unternehmens. Er feiert lieber das nächste Update für die Kunden.
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Adyen auf Überholspur – dieses Fintech geht an die Börse

Adyen auf Überholspur – dieses Fintech geht an die Börse

FrankfurtKeine Zeremonie zum Handelsstart, keine Pressekonferenz, keine Party im Unternehmen – wenn der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen am Mittwoch an der Amsterdamer Börse startet, geht es äußerst nüchtern zu. „Wir feiern lieber Updates bei den Funktionen auf unserer Plattform“, hat Pieter van der Does kürzlich in einem Interview gesagt.

Der Chef und Co-Gründer von Adyen bleibt cool, auch im Moment des großen Erfolgs. Mit bis zu sieben Milliarden Euro wird das Unternehmen bewertet, bis zu 14 Prozent bringen die bisherigen Anteilseigner nun an die Börse. Es ist einer der größten Börsengänge eines europäischen Finanz-Start-ups, kurz „Fintechs“ genannt.

2006 haben van der Does und seine Mitstreiter Adyen gegründet und prominente Investoren gewonnen, darunter Facebook-Chef Mark Zuckerberg, Twitter-Gründer Jack Dorsey oder Singapurs Staatsfonds Temasek. Das Unternehmen bietet seinen Kunden, darunter viele international tätige Konzerne wie Netflix und Spotify, verschiedene Bezahlmethoden aus einer Hand an. Vor allem bei Onlinezahlsystemen hat Adyen sich eine starke Position erobert und etablierte Wettbewerber angegriffen.

Van der Does will hoch hinaus

Es ist ein Geschäft, in dem van der Does, Jahrgang 1969, sich schon lange auskennt. Vor einigen Jahre hatte er bereits den Zahlungsdienstleister Bibit mit aufgebaut. Bibit wurde 2004 von der Royal Bank of Scotland gekauft. Mit Adyen will van der Does, der ein passionierter Kletterer ist, noch höher hinaus.

Dass der Adyen-Chef auch angesichts des Börsengangs so gelassen bleibt, hat auch mit der Firmenkultur zu tun. „Gewinnen ist wichtiger als das Ego. Wir arbeiten als Team – über Kulturen und Zeitzonen hinweg“, lautet eine der Regeln, die Adyen sich verpasst hat. Zugleich hält das Unternehmen seine Mitarbeiter zur Offenheit untereinander und zum direkten Kontakt mit den Kunden an. „Wir vermeiden, wenn möglich, E-Mails. Jeder wird ermutigt, lieber zum Telefon zu greifen“, erklärt van der Does. Das sei wohl typisch niederländisch.

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